Führende Technologie-Firmen gehen gemeinsam gegen den illegalen Wildtierhandel im Internet vor

Mittwoch, 7 März, 2018

Stoßzähne, Schnitzereien... Elfenbein ist keine Seltenheit im Internet

Weltweit führende Unternehmen aus den Bereichen Online-Handel, Technologie und Soziale Medien gaben heute ihre Zusammenarbeit mit Google und dem World Wildlife Fund (WWF) bekannt, um es Kriminellen unmöglich zu machen, illegale Geschäfte mit bedrohten Arten über Internet-Plattformen und Apps abzuwickeln.

20 Technologieunternehmen aus Nordamerika, Asien, Europa und Afrika haben sich erstmals zu einer globalen Koalition zur Beendigung des illegalen Wildtierhandels zusammengeschlossen. Alle Mitglieder verpflichten sich gemeinsam daran zu arbeiten, dass der illegale Handel mit Wildtieren und aus ihnen gefertigten Produkten über alle beteiligten Plattformen bis 2020 um 80 Prozent reduziert wird. In Kooperation mit dem WWF, TRAFFIC und dem IFAW (International Fund for Animal Welfare) wird jedes Unternehmen Richtlinien und Lösungen entwickeln und umsetzen, um den illegalen Artenhandel zu stoppen.

„Die Zusammenführung dieser Branchengiganten ist der beste Weg, um das offene Internet für Wildtierhändler systematisch zu schließen“, sagte Crawford Allan, Senior Director Wildlife Crime & TRAFFIC beim WWF. „Kriminelle machen Riesengewinne durch den Verkauf seltener Arten und aus ihnen gefertigten Produkten. Uneinheitliche Richtlinien und Durchsetzung im gesamten Internet erzeugen einen Maulwurf-Effekt: Anzeigen, die von einer Website entfernt werden, tauchen auf einer anderen wieder auf. Diese Unternehmen erkennen das Problem und schließen sich zusammen, um ein Internet zu gewährleisten, das keine Türen offen lässt für illegale Händler.“

Man braucht nur wenige Minuten, um zweifelhafte Angebote mit Wildtieren im Netz zu finden, angefangen von Elfenbein-Schmuck bis hin zu lebenden Tieren wie Tigerjungen. Diese Verkäufe sind im Allgemeinen illegal und verstoßen gegen die Richtlinien der jeweiligen Webseite. Die globale Vernetzung und relative Anonymität von Verkäufern im Internet, in Kombination mit schnellem Versand, ermöglicht es den Wildtierhändlern, Tiere und Tierprodukte mit einer raschen Online-Transaktion zu kaufen, verkaufen und zu verschicken. Da immer mehr Verkäufer und Verbraucher ihre Aktivitäten ins Internet verlegen, statt auf traditionellen physischen Märkten zu handeln, ist jetzt der Zeitpunkt, um sicherzustellen, dass soziale Medien und E-Commerce-Plattformen den Wildtierhändlern keine Schlupflöcher bieten.

Nach Angaben des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (CITES) beläuft sich der Wert der Wildtierkriminalität auf bis zu 20 Milliarden US-Dollar jährlich. Mehr als 20.000 afrikanische Elefanten werden jedes Jahr illegal wegen ihrer Stoßzähne getötet und fast drei Nashörner werden jeden Tag allein in Südafrika wegen ihrer Hörner gewildert. Unzählige Arten sind durch den illegalen Handel bedroht, die leichte Verfügbarkeit im Internet beschleunigt diese Entwicklung.  Die meisten Verbraucher wissen nicht, dass das Produkt, das sie kaufen, verheerende Auswirkungen auf Wildtierbestände haben könnte und möglicherweise kriminelle Banden finanziert. Das Problem gemeinsam mit diesen Unternehmen anzugehen, ist ein entscheidender Schritt, um sicherzustellen, dass eine Welt ohne Nashörner, Elefanten und Tausende anderer Kreaturen nicht Wirklichkeit wird.

„Google ist stolz darauf, mit dem WWF und dem IFAW zusammen diese Koalition zu gründen und mit anderen Unternehmen daran zu arbeiten, bedrohte Arten vor dem Online-Handel zu bewahren,“ so David Graff, Senior Director, Trust & Safety Global Product Policy, Google.

Die Gründungsmitglieder der Globalen Koalition zur Beendigung des Wildtierhandels im Internet sind Alibaba, Baidu, Baixing, eBay, Etsy, Facebook, Google, Huaxia Collection, Instagram, Kuaishou, Mall für Afrika, Microsoft, Pinterest, Qyer, Ruby Lane, Shengshi Collection, Tencent, Wen Wan Tian Xia, Zhongyikupai, Zhuanzhuan und 58 Group, zusammengeführt von WWF, TRAFFIC und IFAW.

 

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Staci McLennan, Regionaldirektorin Europäische Union
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Leiterin der Kampagne gegen illegalen Online-Wildtierhandel, IFAW Großbritannien
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Senior-Berater Strategische Partnerschaften