Tierrettung während der Buschbrände - Australien
Seit über 30 Jahren helfen wir den Tieren während Buschbränden auf dem 5. Kontinent.Australien aktuell: Wildtiere zwischen Bränden und Überschwemmungen
Australien aktuell: Wildtiere zwischen Bränden und Überschwemmungen
Anhaltende Hilfe für Wildtiere, während sich die Extremwetterlage beruhigt
Unsere Partner von Southern Koala and Echidna Rescue behandeln weiterhin mehrere Koalas, die aufgrund der extremen Hitzewelle in South Australia unter Hitzestress leiden. Zeitweise befanden sich mehr als 20 Koalas in der tierärztlichen Klinik und der angeschlossenen Rehabilitationsstation. Der IFAW hat dem Team wichtige tiermedizinische Ausrüstung zur Verfügung gestellt, um die Vielzahl an verletzten und geschwächten Tieren versorgen zu können.
Auch die Save Our Wildlife Foundation Inc. (SOWFI) in South Australia kämpft unter einem großen Andrang. Insgesamt 177 Tiere mit Hitzestress befinden sich dort aktuell in Pflege. Der IFAW hat finanzielle Nothilfe bereitgestellt, um die Rettungs- und Rehabilitationsmaßnahmen des Teams zu unterstützen.

In New South Wales geht es zwei der von Rettungkräften in Cowra geretteten jungen Flughunden unter der Obhut von ACT Wildlife gut. Einer der beiden Jungen wurde nach IFAWs Robert Leach „Robbie“ benannt. Der andere nach der vor Ort arbeitenden Tierärztin „Jana“. Beide Flughunde nehmen an Gewicht zu und erholen sich gut. Sie werden noch eine Weile in Pflege bleiben, bis sie alt genug sind, um wieder ausgewildert zu werden.
Der IFAW unterstützt zudem die Bouddi Wildlife Flying Fox Station, die 17 der geretteten jungen Flughunde betreut. Alle Tiere kamen in einem stark geschwächten Zustand mit Dehydrierung an. Dank der schnellen Rettung und der Übergabe an Fachkräfte erholen sie sich gut.
In einem Update an den IFAW teilte die Bouddi Wildlife Flying Fox Station mit:
„Die Kosten für die Versorgung eines jungen Flughundes von der Aufnahme bis zur Freilassung und erfolgreichen Reintegration in das Leben in der Kolonie sind beträchtlich. Dazu gehören intensive Pflege und Betreuung, die tägliche Versorgung mit Obst und spezielle Proteinergänzungsmittel für Flughunde, bis das Tier selbstständig ist. Wir möchten dem IFAW unsere aufrichtige Anerkennung und unseren Dank dafür aussprechen, dass Ihre Organisation eine entscheidende Rolle bei der Bewältigung dieses Ereignisses gespielt und die Rettung und Triage der betroffenen Tiere unter außergewöhnlich schwierigen Bedingungen unterstützt hat.“
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30. Januar 2026
Entwarnung für bedrohte Flughunde
Die Flughundkolonie in Cowra (New South Wales) hat die extreme Hitzewelle besser überstanden als erwartet, berichtet Robert Leach vom IFAW.
„Wir haben uns auf das Katastrophalste eingestellt, aber wir wissen: Es ist immer besser übervorbereitet zu sein.“, sagte er. Glücklicherweise musste heute nur ein weiterer Flughund gerettet werden. Insgesamt wurden in dieser Woche fast 40 Flughunde gerettet und an erfahrene Fachkräfte im ganzen Bundesstaat übergeben. Da die Temperaturen am Wochenende sinken sollen, wird Robert mit seinem Team die Rückreise antreten.
Währenddessen behandelt unser Partner Southern Koala and Echidna Rescue in Soutch Australia weiterhin Tiere mit Hitzestress, insbesondere Koalas. Der IFAW stellt zusätzliche Unterstützung bereit, darunter wichtige Materialien wie Sprinkleranlagen zur Brandprävention und weitere tiermedizinische Ausrüstung.
Wildtierpflegekräfte im ganzen Land blicken nun auf das Wochenende in der Hoffnung auf Erleichterung, wenn die Temperaturen endlich sinken.
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29. Januar 2026
Rekordbrechende Hitzewelle macht Wildtieren zu schaffen
Extreme Hitze zieht über Australien hinweg, und viele Regionen verzeichnen historische Temperaturrekorde.
Im Bundesstaat Victoria erreichten die Städte Hopetoun und Walpeup jeweils 48,9 °C, ein neuer Höchstwert für den Bundesstaat Victoria in Australien seit dem Beginn von Temperaturmessungen vor Ort. Der IFAW unterstützt unseren Partner Tiny but Wild mit wichtigen Hilfsgütern. Die Organisation eilte einer Graukopf-Flughunden-Kolonie in der Nähe von Melbourne zu Hilfe.

In Cowra, New South Wales, hilft auch IFAWs Robert Leach bei der Koordination von Hilfsmaßnahmen für Flughunde. Dabei arbeitet er eng mit einem Team lokaler Fachleute zusammen und erhält logistische Unterstützung von der Landcare-Gruppe.
Flughunde sind extrem hitzeempfindlich, anhaltende Hitze kann für sie tödlich sein. Am 28. Januar rettete das Team vor Ort weitere sieben Tiere, sodass sich die Gesamtzahl der Rettungen in dieser Woche auf fast 40 erhöht hat. Alle werden nun von erfahrenen Wildtierpflegerinnen und -pflegern im gesamten Bundesstaat versorgt.
In South Australia reagiert die Partnerorganisation Southern Koala and Echidna Rescue weiterhin auf die Hitzekrise. Derzeit befinden sich 20 Koalas aufgrund von Hitzestress in Pflege.
Die Temperaturen werden voraussichtlich bis zum Wochenende hoch bleiben, bevor mit etwas Abkühlung gerechnet wird.
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27. Januar 2026
Aktive Unterstützung während extremer Hitze
IFAWs Robert Leach verbrachte zwei Tage in Südaustralien, um gemeinsam mit den Partnern Southern Koala and Echidna Rescue (SKER) und der Wildlife Welfare Organisation SA nach überlebenden Wildtieren zu suchen. Tragischerweise hatten viele der gefundenen Tiere schwerste Verbrennungen erlitten und konnten nicht gerettet werden.


Robert besuchte außerdem die tierärztliche Klinik von SKER, in der das Team alle Koalas bereits vor dem angekündigten extremen Hitze‑Wochenende ins Gebäude gebracht hatte. Dadurch konnten Sprinkleranlagen eingerichtet werden, um die Koalas kühl zu halten. Solche Vorbereitungen können entscheidend sein, sowohl für die Tiere als auch für das SKER‑Team.
Da in weiteren Teilen des Landes extreme Temperaturen vorhergesagt sind, wird sich Robert nun nach New South Wales aufmachen. Dort bestehen erhebliche Sorgen um das Überleben einer Flughund‑Kolonie. Flughunde sind besonders anfällig für Hitzestress und fallen bei extremen Temperaturen oft vor Erschöpfung von den Bäumen. Der IFAW schließt sich einem Team von Fachkräften vor Ort an, um so viele Tiere wie möglich zu retten.
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21. Januar 2026
Suche nach Überlebenden inmitten der Zerstörung
Der IFAW unterstützt aktiv vor Ort unsere Partnerorganisation Southern Koala and Echidna Rescue (SKER) in South Australia, nachdem jüngste Brände ein Gebiet verwüstet haben, indem viele Wildtiere beheimatet sind. IFAWs Robert Leach wird die Wildtierrettung unterstützen. Das Team führt einen sogenannten Blackwalk durch, um nach überlebenden Wildtieren zu suchen, die Hilfe benötigen. Das Team hat dafür die Genehmigung der Landesregierung und der örtlichen Feuerbehörden erhalten.
In dem verbrannten Gebiet leben Koalas, Kängurus, Opossums und verschiedene Vogelarten. Die ausgebildeten Rettungsteams sowie Veterinärs von SKER haben heute (21. Januar) mit der Untersuchung des Brandgebiets begonnen und bereits erste hilfsbedürftige Tiere entdeckt.
Der IFAW arbeitet seit vielen Jahren eng mit SKER zusammen und unterstützt das Team kontinuierlich mit wichtigen Materialien, Ausrüstung sowie Schulungen hinsichtlich der Wildtierrettung. Anfang Januar stellte der IFAW zudem dringend benötigte Hilfsgüter bereit, um Tiere zu retten und zu versorgen, die unter der extremen Hitze litten.

SKER‑Direktorin Mish Simpson sagt, dass ihr Team durch die jüngste IFAW‑Schulung nun das nötige Vertrauen hat, diesen Blackwalk durchzuführen. Da die Temperaturen am Samstag voraussichtlich erneut steigen werden, bleibt dem Team nur ein kleines Zeitfenster, um betroffene Tiere zu retten.
„Wenn bei diesem Brand Tiere verletzt wurden, werden sie der erneuten Hitze kaum standhalten können. Wir hoffen, Leben zu finden“, sagt Mish. „Die Unterstützung durch den IFAW war und ist enorm hilfreich, sodass wir unsere Einsätze bei Bedarf ausweiten können.“
In South Australia, New South Wales und Victoria sollen die Temperaturen in der kommenden Woche erneut stark ansteigen. Der IFAW steht bereit, um weitere Hilfe zu leisten.
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14. Januar 2026
Zwischen Hitze, Bränden und Überschwemmungen
Australien steht derzeit zwischen zwei Seiten der sich verschärfenden Klimakrise. Während der Norden von rekordverdächtigen Überschwemmungen heimgesucht wird, wüten im Süden verheerende Brände. Die Folgen sind weitreichend: nicht nur für die Menschen vor Ort, sondern auch für Tiere. Vor allem diejenigen, die auf das empfindliche Gleichgewicht ihrer Lebensräume angewiesen sind.
Wildtierpflegekräfte in ganz Australien berichten uns, dass dieser Sommer „chaotisch“ war. Es gab kaum eine Atempause zwischen aufeinanderfolgenden extremen Wetterereignissen und einer Flut von Wildtieren, die dringend Hilfe benötigen.
Extreme Hitze fordert ihren Tribut
Teile Australiens erleben derzeit die längste Phase extremer Hitze seit den verheerenden Bränden des „Black Summer“ 2019–20. Temperaturen von über 40 °C ziehen über South Australia, Victoria, New South Wales und Western Australia hinweg, erhöhen die Brandgefahr und fordern einen hohen Tribut von der Tierwelt.
Flughunde fallen massenhaft erschöpft aus den Bäumen und erliegen dem Hitzestress. Da die Flughunde bereits unter einer Hungersnot leiden, verschärft die anhaltende Hitze ihre ohnehin kritische Lage. Der IFAW unterstützt die Fly By Night Bat Clinic, die derzeit mehr als 330 bedrohte Flughunde in ihrem landesweiten Netzwerk versorgt. Viele dieser Tiere, insbesondere Jungtiere, benötigen Wochen oder sogar Monate der Rehabilitation, bevor sie sicher ausgewildert werden können.
In South Australia unterstützt der IFAW unseren langjährigen Partner Southern Koala and Echidna Rescue mit Treibstoff für Rettungseinsätze und wichtiger tierärztlicher Ausrüstung zur Behandlung von Hitzestress, darunter für die Sauerstoffversorgung und Flüssigkeiten. Außerdem helfen wir der Wildlife Welfare Organisation bei der Versorgung von Wasservögeln, die von hitzebedingten Krankheitsausbrüchen betroffen sind.
In Victoria unterstützt der IFAW neben der Versorgung von Flughunden auch das Dutch Thunder Wildlife Shelter mit Treibstoff und Futter für Tiere, die von extremer Hitze und nahegelegenen Bränden betroffen sind.
In New South Wales unterstützt der IFAW unseren langjährigen Partner Hunter Wildlife Rescue, der sich um von Bränden betroffene Tiere und mehr als 50 Flughunde kümmert, die unter der extremen Hitze leiden. Der IFAW stellte zudem wichtige Materialien für Sydney Wildlife Rescue bereit, um deren lebensrettende Maßnahmen bei dem Hitzestress-Ereignis der Flughunde zu unterstützen.
Katastrophale Hitze und Brände verwüsteten auch Teile von Western Australia. Dort unterstützte der IFAW die Partner Darling Range Wildlife Shelter bei ihren Such- und Rettungsaktionen und ermöglichte FAWNA Inc die Rettung mehrerer bedrohter Westlicher Ringelschwanzbeutler.
Da Hitze und Brandgefahr weiterhin Teile Südaustraliens betreffen, geraten immer mehr Tiere in Gefahr und der Bedarf an Hilfe ist noch lange nicht gedeckt.
Überschwemmungen im Norden
Gleichzeitig gibt es im Norden Australiens keine Anzeichen für eine Wetterberuhigung. Große Gebiete wurden letzte Woche durch ein tropisches Tief überflutet, und nun haben starke Winde und noch mehr Regen die umliegenden Regionen getroffen. Während die Behörden Menschen per Hubschrauber und Boot evakuieren, konzentrieren sich Tierrettungsorganisationen auf die von den Überschwemmungen betroffenen Tiere.
Der IFAW unterstützt The Agile Project mit Ausrüstung, um die Versorgung von Kängurus und Vögeln, die von Stürmen und Überschwemmungen betroffen sind, auszuweiten.
Außerdem helfen wir unabhängige Wildtierrettungskräfte, die Dutzende von den Fluten betroffenen Tieren in abgelegenen Gebieten versorgen.
In einigen Gebieten sind Bäume umgestürzt und haben Koala-Gehege, die für die Wildtierrehabilitation benutzt wurden, beschädigt. Der IFAW unterstützt Wildlife Rehabilitation Queensland mit Mitteln für den Wiederaufbau.
Gemeinsam für Tiere im Einsatz
Während sich die Lage weiter zuspitzt, reagieren der IFAW und Partner auf Anfragen von Wildtierrettern vor Ort.
Die Lage ist kritisch, und die Sorge um das, was noch bevorsteht, ist groß. Gemeinsam mit unseren Partnern setzen wir alles daran, Tiere zu retten und zu versorgen, damit sie eine zweite Chance erhalten.

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