Tierrettung während der Buschbrände - Australien
Seit über 30 Jahren helfen wir den Tieren während Buschbränden auf dem 5. Kontinent.Australien aktuell: Wildtiere zwischen Bränden und Überschwemmungen
Australien aktuell: Wildtiere zwischen Bränden und Überschwemmungen
Australien steht derzeit zwischen zwei Seiten der sich verschärfenden Klimakrise. Während der Norden von rekordverdächtigen Überschwemmungen heimgesucht wird, wüten im Süden verheerende Brände. Die Folgen sind weitreichend: nicht nur für die Menschen vor Ort, sondern auch für Tiere. Vor allem diejenigen, die auf das empfindliche Gleichgewicht ihrer Lebensräume angewiesen sind.

Der Süden erlebt derzeit die schwerste Brandsaison seit den verheerenden „Black Summer“-Bränden 2019–2020. Damals waren schätzungsweise drei Milliarden Tiere betroffen. Auch jetzt ist der Schaden enorm: Allein in den letzten Wochen sind mehr als 350.000 Hektar Land verbrannt. Das entspricht etwa 490 Fußballfeldern. Verletzte Tiere, darunter Koalas mit schweren Verbrennungen, werden am Rand der Brandgebiete gefunden und benötigen dringend Hilfe.
Extreme Hitze fordert ihren Tribut
Feuer ist nicht die einzige Bedrohung. Extreme Hitzeperioden in den südlichen Bundesstaaten führen dazu, dass viele Tiere unter den hohen Temperaturen leiden. Flughunde fallen massenhaft erschöpft aus den Bäumen und erliegen dem Hitzestress. Da die Flughunde bereits unter einer Hungersnot leiden, verschärft die anhaltende Hitze ihre ohnehin kritische Lage. Der IFAW unterstützt die Fly By Night Bat Clinic, die derzeit mehr als 330 bedrohte Flughunde in ihrem landesweiten Netzwerk versorgt. Viele dieser Tiere, insbesondere Jungtiere, benötigen Wochen oder sogar Monate der Rehabilitation, bevor sie sicher ausgewildert werden können.
In South Australia unterstützt der IFAW unseren langjährigen Partner Southern Koala and Echidna Rescue mit Treibstoff für Rettungseinsätze und wichtiger tierärztlicher Ausrüstung zur Behandlung von Hitzestress, darunter für die Sauerstoffversorgung und Flüssigkeiten. Außerdem helfen wir der Wildlife Welfare Organisation bei der Versorgung von Wasservögeln, die von hitzebedingten Krankheitsausbrüchen betroffen sind.
In Victoria unterstützt der IFAW neben der Versorgung von Flughunden auch das Dutch Thunder Wildlife Shelter mit Treibstoff und Futter für Tiere, die von extremer Hitze und nahegelegenen Bränden betroffen sind.
Da Hitze und Brandgefahr weiterhin Teile Südaustraliens betreffen, geraten immer mehr Tiere in Gefahr und der Bedarf an Hilfe ist noch lange nicht gedeckt.
Überschwemmungen im Norden
Gleichzeitig gibt es im Norden Australiens keine Anzeichen für eine Wetterberuhigung. Große Gebiete wurden letzte Woche durch ein tropisches Tief überflutet, und nun haben starke Winde und noch mehr Regen die umliegenden Regionen getroffen. Während die Behörden Menschen per Hubschrauber und Boot evakuieren, konzentrieren sich Tierrettungsorganisationen auf die von den Überschwemmungen betroffenen Tiere.
Der IFAW unterstützt The Agile Project mit Ausrüstung, um die Versorgung von Kängurus und Vögeln, die von Stürmen und Überschwemmungen betroffen sind, auszuweiten.
Außerdem helfen wir unabhängige Wildtierrettungskräfte, die Dutzende von den Fluten betroffenen Tieren in abgelegenen Gebieten versorgen.
In einigen Gebieten sind Bäume umgestürzt und haben Gehege, die für die Wildtierrehabilitation benutzt wurden, beschädigt. Der IFAW unterstützt den Wiederaufbau.
Gemeinsam für Tiere im Einsatz
Während sich die Lage weiter zuspitzt, reagieren der IFAW und Partner auf Anfragen von Wildtierrettern vor Ort.
Die Lage ist kritisch, und die Sorge um das, was noch bevorsteht, ist groß. Gemeinsam mit unseren Partnern setzen wir alles daran, Tiere zu retten und zu versorgen, damit sie eine zweite Chance erhalten.
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