Welthundetag: So halten Sie Ihren Hund körperlich und geistig fit

Dienstag, 7 Oktober, 2014
Hamburg

Der 10. Oktober ist Welthundetag, eine Gelegenheit die besondere Beziehung zwischen Menschen und Hunden zu würdigen. Hunde leben seit tausenden von Jahren mit dem Menschen zusammen, als unsere Gefährten, Beschützer unseres Heims und Hilfen bei der Arbeit oder in unserem täglichen Leben. Was für viele Hundebesitzer schon lange offensichtlich ist, bestätigt zunehmend auch die Wissenschaft: Gesundheit und Zufriedenheit des Menschen ist untrennbar mit der Gesundheit und dem Wohlbefinden des Hundes verbunden. Grund genug, sich einmal genau anzusehen, warum unsere treuen Begleiter manchmal ein auffälliges Verhalten zeigen, das bestenfalls ein Ärgernis, schlimmstenfalls gefährlich ist.

„Viele Verhaltensauffälligkeiten und einige Krankheiten sind das Ergebnis von zu großen Beschränkungen der Bewegungsfreiheit von Hunden, die dann ihre natürlichen Verhaltensweisen nicht ausleben können.“ erklärt Dr. Kati Loeffler, Tierärztin des IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds). „Das beobachten wir weltweit, von Amerika bis Asien, Afrika bis Europa.“

Hunde müssen erforschen, spielen, und mit anderen Tieren und Menschen interagieren können. Tägliche Bewegung, Bewegungs-, Denk- und Suchspiele und Laufen sind essentiell für einen Hund, damit er gefordert wird aber auch entspannen und somit seine normalen Verhaltensweisen ausleben kann. „Werden diese Bedürfnisse nach Bewegung und kognitiver wie sozialer Aktivität zu stark beschnitten, werden die Hunde frustriert.“ so Dr. Loeffler weiter.

Frustrierte Hunde entwickeln Verhaltensauffälligkeiten. Sie werden lernen schlechter, folgen Befehlen oder Regeln nicht; fangen an zu bellen, zu beißen und andere destruktive Verhaltensweisen zu entwickeln. Solche Probleme entstehen meist, wenn Hunde angekettet oder in einem Zwinger gehalten werden oder in einer Wohnung auf dem Sofa eines Hundeliebhabers ohne ausreichend Bewegung leben.

„Psychologische Frustrationen resultieren in gängige stress-bedingte physiologische und medizinische Probleme wie Anorexie (nicht-Essen) oder Hautkrankheiten.“ erklärt Dr. Loeffler weiter. „Als ich kürzlich in Südafrika arbeitete, traf ich einen Patienten, der diesen Fall auf klassische Weise repräsentierte. Der Hund hatte eine fürchterliche Hautkrankheit und sah sehr schlecht aus. Er zog an seiner Kette, wand sich, bellte alles und jeden an und hatte angefangen zu beißen. Es zeigte sich, dass der Besitzer ihn erst kürzlich adoptiert hatte und sein Vorbesitzer den Hund angekettet hatte.“

„Wir halfen dem neuen Besitzer, seinen Hof sicher einzuzäunen, sodass der Hund nicht mehr angekettet werden musste und stellten sicher, dass er täglich zum Spielen und Rennen mit anderen Hunden ausgeführt wurde. Dieser problematische Hund wurde bald gesund und glücklich. Seine Hautkrankheit verschwand. Er hörte auf zu beißen und fing, an sich normal wie ein junger, energischer Hund zu verhalten. Sein neuer Besitzer ist jetzt stolz auf ihn und war erstaunt über die Wandlung, die der Hund vollzogen hat.“

Post a comment

Pressekontakt