Weitere russische Bärenjunge kehren in die Freiheit zurück

Der Leiter des Naturschutzgebiets Kologriv und die wissenschaftlichen Mitarbeiter werden die beiden Bären Misha und Tisha per Satellitenhalsband beobachten. [Text]

Bislang konnten elf von insgesamt sechzehn russischen Bärenjungen, die gerettet und ins IFAW Rettungszentrum für Bärenwaisen gebracht worden waren, wieder in die Freiheit entlassen werden.

In den kommenden Wochen werden wir drei weitere Bärenjunge auswildern. Zwei bleiben noch über den Winter in der Rettungsstation: Das eine, weil es noch keine Angst vor Menschen entwickelt hat, und das zweite, weil es im Frühjahr mit einem Satellitensender ausgestattet freigelassen werden soll, um es weiter beobachten zu können. 

Die beiden Bären Misha und Tisha wurden im Naturschutzgebiet Kologriv freigelassen.

Die zwei Bärenjungen Misha und Tisha wurden im Naturschutzgebiet Kologriv in der Region Kostroma freigelassen. Die beiden Brüder waren im Februar in der Region Kostroma gefunden und ins Rettungszentrum gebracht worden. Bei der Auswilderung wog Misha 35 Kilo und Tisha 11 Kilo. Der Leiter des Naturschutzgebiets und die wissenschaftlichen Mitarbeiter werden die beiden per Satellitenhalsband überwachen. Zudem steht das IFAW Rettungszentrum in ständigem Kontakt mit den Mitarbeitern des Naturschutzgebiets.

Außerdem wurde ein Bärenjunges mit dem Namen Pueschel ausgewildert.

Der Bär Pueschel wurde jetzt ausgewildert, nachdem man ihn von einem Tierheim ins IFAW Rettungszentrum gebracht hatte. Obwohl er eine ganze Weile im Tierheim verbracht hat, ist er noch nicht an Menschen gewöhnt.

Pueschel kam im April 2015 in unser Rettungszentrum. Tierschutzaktivisten aus Perm, einer großen Industriestadt im Ural, hatten uns um Hilfe für das Bärenjunge gebeten. Er war in ein Tierheim in Perm gebracht worden und die Betreiberin tat ihr Bestes, um das kleine Geschöpf gut zu versorgen. Sie fütterte ihn mit Haferbrei, Milch, Karotten und Äpfeln, obwohl er sich von seinen Mitbewohnern ziemlich stark unterschied. Das Bärenjunge zerkratzte jedoch mit seinen scharfen Krallen Boden und Wände. Auch war es schwierig, bei ihm sauberzumachen, da er nach Menschen schnappte und kratzte.

Wenig später wurde er in unser Rettungszentrum für Bärenwaisen gebracht. Wir hatten Sorge, dass er sich zu sehr an Menschen gewöhnt haben könnte, weil er einige Zeit in einer nicht artgerechten Umgebung verbracht hatte. Zu unserer Überraschung ist er jedoch noch immer recht wild und dadurch ein vielversprechender Kandidat für eine erfolgreiche Rehabilitation.

In Gedenken an unseren Kollegen Peter Pueschel, den IFAW Direktor für Internationale Abkommen, der im Sommer unerwartet verstarb, gaben wir dem Bär den Namen Pueschel.

Nach der notwendigen Quarantäne brachten wir Pueschel mit den anderen Bärenjungen zusammen. Sie alle hatten etwa das gleiche Alter und lebten in einem großen Freiluftgehege.

Pueschel wurde mit einem anderen Bärenjungen namens Masha in der Nähe des Dorfes Lugovo in der Region Penovskyi in Twer ausgewildert. In der Nähe des Auswilderungsorts befinden sich einige Haferfelder. Für Braunbären ein Paradies.

Ein Bär namens Masha wurde mit Pueschel in der Nähe des Dorfes Lugovo in der Region Penovskyi in Twer ausgewildert.

Pueschel hat also allerbeste Voraussetzungen, sich für den Winterschlaf ein ordentliches Fettpolster zuzulegen. Für die ersten Tage nach der Auswilderung haben unsere IFAW Kollegen etwa 100 Kilo Äpfel für die Bären dagelassen – damit sie etwas zu fressen haben, während sie sich in ihrer neuen Umgebung orientieren.

Masha Vorontsova

Erfahren Sie mehr über das IFAW Rettungszentrum für Bärenwaisen in Russland.

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Experten

Kampagnenberater
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Brian Sharp, Leiter Rettungseinsätze, Einsatzkoordinator für Strandungen
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Céline Sissler-Bienvenu,Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
Gail A'Brunzo, Leiterin IFAW Wildtierschutz
Leiterin Wildtierschutz, IFAW
Veterinarian, DVM, PhD - IFAW Beijing
Tierärztin, DVM, PhD
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Senior-Berater Strategische Partnerschaften