Sieg für den Tierschutz: Vereinigte Arabische Emirate verbieten privaten Besitz von Wildtieren

Vergangene Woche verabschiedete die Regierung der Vereinigten Arabischen Emirate ein Gesetz, das den Besitz gefährlicher Wildtiere einschränkt.

Das Gesetz, dessen Entwurf im Juni vergangenen Jahres eingereicht worden war, verbietet den Privatbesitz vieler gefährlicher Wildtiere - darunter Großkatzen, Hyänen, Primaten, Bären, Fledermäuse, Wölfe, Zebras, Giraffen, Nilpferde, Strauße, Geier, Krokodile, Schlangen, Spinnen, Skorpione und viele andere. Bei Verstoß gegen das Gesetz droht eine Gefängnisstrafe, eine Geldstrafe zwischen 2.500 und 180.000 Euro oder beides.

Des Weiteren drohen auch Strafen für folgende Gesetzesverstöße: öffentliche Zurschaustellung von Wildtieren (zwischen einem und sechs Monaten Gefängnis, eine Geldstrafe zwischen 2.500 und 130.000 Euro oder beides), der Handel mit gefährlichen Tieren (Gefängnisstrafe, eine Geldstrafe zwischen 13.000 und 130.000 Euro oder beides) und der Einsatz von Tieren als Waffe gegen Menschen (bis zu einem Jahr Gefängnis, eine Geldstrafe zwischen 2.500 und 100.000 Euro, falls das Opfer Verletzungen davon trägt; drei bis sieben Jahre Gefängnis, falls der Angriff zu körperlicher Behinderung führt; eine lebenslängliche Gefängnisstrafe, falls es zum Tod des Opfers kommt).

Dies ist gleich zu Beginn des Jahres eine fantastische Neuigkeit für Tiere, Menschen und unsere Natur. Wir beglückwünschen die Regierung der Vereinigten Arabischen Emirate zu diesem wichtigen Beschluss.

Und wir rufen auch andere Regierungen (nicht nur jene der Arabischen Halbinsel) dringend auf, vergleichbare Gesetze zu verabschieden, um das Leiden von Wildtieren in Gefangenschaft zu beenden und Menschen vor gefährlichen Begegnungen mit Wildtieren zu schützen.

Seit Eröffnung des IFAW Büros in den Vereinigten Arabischen Emiraten im Jahr 2007 haben wir uns mit der Haltung exotischer Raubtiere als Haustiere auf der Arabischen Halbinsel beschäftigt, da dies ein enormes Problem ist. Gefährliche Tiere als Haustiere zu halten, ist ziemlich verbreitet - entweder weil die Menschen sie als Statussymbol ansehen oder sie dem Irrglauben unterliegen, damit etwas für den Artenschutz zu tun.

Der IFAW setzt sich schon lange gegen den privaten Besitz von Wildtieren ein. Wir klären an Schulen über die Gefahren der Haltung von Wildtieren als Haustiere auf, sprechen über artgerechte Tierhaltung und erklären den Schülern, dass Wildtiere am besten in Freiheit aufgehoben sind. Außerdem sprechen wir über Gefahren für die menschliche Gesundheit, das nicht vorhersagbare Verhalten der Tiere und die generellen Gefahren, die durch die Einführung invasiver Arten in unseren Lebensraum entstehen.

Wir arbeiten mit Mitarbeitern von Zoll- und Veterinärbehörden zusammen und schulen sie, damit sie den Schmuggel von Wildtieren als exotische Haustiere aufdecken und verhindern können.

Den Beschluss der Regierung der Vereinigten Arabischen Emirate begrüßen wir sehr. Und wir werden alles für die wirksame Implementierung und Durchsetzung dieses Gesetzes und aller künftigen Gesetze tun, die dazu beitragen, die Haltung exotischer Haustiere zu unterbinden.

Dr. Elsayed Ahmed Mohamed

Erfahren Sie mehr über die politische Arbeit des IFAW zum Schutz bedrohter Arten.

Post a comment

Experten

Azzedine Downes, Präsident und CEO
Präsident und CEO
Beth Allgood, IFAW Länderdirektorin USA
Länderdirektorin USA
Céline Sissler-Bienvenu,Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
Cynthia Milburn, Senior-Beraterin Strategieentwicklung
Senior-Beraterin Strategieentwicklung
Dr. Joseph Okori, Regionaldirektor Südliches Afrika und Programmdirektor Natursc
Regionaldirektor Südliches Afrika und Programmdirektor Naturschutz
Faye Cuevas, Esq., Vizepräsidentin
Vizepräsidentin
Grace Ge Gabriel, Regionaldirektorin Asien
Regionaldirektorin Asien
Kelvin Alie, IFAW Vizepräsident Natur- und Tierschutz
Vizepräsident
Patrick Ramage, Programmdirektor Meeresschutz
Programmdirektor Meeresschutz
Rikkert Reijnen, Programmdirektor Wildtierkriminalität
Programmdirektor Wildtierkriminalität