IFAW Rettungszentrum für Bärenwaisen wildert sechs russische Junge aus

Bear Release

Der Herbstbeginn ist in Russland traditionell die Zeit, in der rehabilitierte Bärenwaisen ausgewildert werden. Im Durchschnitt sind die Bärenjungen jetzt neun Monate alt. Die meiste Zeit ihres Lebens haben sie im IFAW Rettungszentrum für Bärenwaisen verbracht. Dort haben sie gelernt, eigenständig Futter zu suchen, und eine gesunde Angst vor Menschen entwickelt. Jetzt sind sie bereit für den Winter in Freiheit. Dabei sorgen wir dafür, dass die Bären dort wieder ausgewildert werden, wo sie ursprünglich gefunden wurden.

Das männliche Junge Mike war der erste Bär, der in dieser Saison in die Freiheit zurückkehrte. Er wurde im Bezirk Adreanaposkly in der Oblast Twer ausgewildert. Als er am 17. Januar ins Rettungszentrum gebracht wurde, war er noch winzig. Am 23. August wog er bereits 28 Kilo.

Eine Woche später, am 30. August, konnten wir das männliche Bärenjunge Umka im Bezirk Syktyvdvinsky in der Republik Komi auswildern. Der kleine Bär war am 25. Mai in der Stadt Uchta aufgefunden und in unser Zentrum gebracht worden. Zu dem Zeitpunkt war er viereinhalb Monate alt.

Fas alle Medien in Uchta berichteten über Umkas tragische Geschichte: Junge Leute entdeckten ihn während eines Waldspaziergangs, als er in einem Baum hing. Zuerst dachten sie, er sei tot, da er sich lange Zeit nicht bewegte. Gerade als sie weitergehen wollten, bemerkten sie, dass er sich doch bewegte. Jedoch war kein Bärenweibchen in der Nähe. Vermutlich war seine Mutter von Jägern getötet worden. Zudem war Umka sehr schwach, bewegte sich kaum und konnte nicht einmal Laute von sich geben.

Die Passanten holten ihn vom Baum und nahmen ihn mit. Sie brachten ihn vorübergehend in einem Schuppen unter, wo sie ihn fütterten und sich um ihn kümmerten. Eine Gruppe von Tierschützern konnte schließlich den Transport des kleinen Bären zum IFAW Rettungszentrum organisieren.

Anfangs hielt sich Umka von den anderen Bären fern. Glücklicherweise hatte er schon eine ausgeprägte Angst vor Menschen entwickelt, da er nach dem Verlassen der Höhle etwa zwei Monate mit seiner Mutter verbracht hatte. Als Ort für Umkas Auswilderung wählten wir den Bezirk Syktyvdvinsky: eine weitab von menschlichen Siedlungen gelegene Gegend, die viel Nahrung wie Äpfel, Blaubeeren und Preiselbeeren bietet.

Am 5. September wilderten wir auch Zoya und Zosya an der Grenze der Bezirke Strugokrasensky und Plyussky in der Region Pskow aus. Sie waren am 29. Februar ins Zentrum gekommen. Zum Zeitpunkt der Auswilderung wogen sie jeweils 33 Kilo. Auch für ihre Auswilderung wurde eine weitab von menschlichen Siedlungen gelegene Gegend gewählt, die ausreichend Nahrung wie Äpfel und Vogelbeeren bietet. Und auch die Weibchen Zlata und Zeoma konnten im letzten Monat in einer fern von menschlichen Siedlungen gelegenen Gegend, die viel natürliche Nahrung bietet, in die Freiheit zurückkehren.

Maria (Masha) N. Vorontsova

Erfahren Sie mehr über die weltweite Tierrettungsarbeit des IFAW.

Post a comment

Experten

Azzedine Downes, Präsident und CEO
Präsident und CEO
Beth Allgood, IFAW Länderdirektorin USA
Länderdirektorin USA
Céline Sissler-Bienvenu,Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
Cynthia Milburn, Senior-Beraterin Strategieentwicklung
Senior-Beraterin Strategieentwicklung
Faye Cuevas, Esq., Vizepräsidentin
Vizepräsidentin
Grace Ge Gabriel, Regionaldirektorin Asien
Regionaldirektorin Asien
Kelvin Alie, IFAW Vizepräsident Natur- und Tierschutz
Vizepräsident
Patrick Ramage, Programmdirektor Meeresschutz
Programmdirektor Meeresschutz
Rikkert Reijnen, Programmdirektor Wildtierkriminalität
Programmdirektor Wildtierkriminalität