Helfen Sie uns, die Elefanten im kenianischen Amboseli-Nationalpark zu schützen

Wenn eine Gruppe von fünfzig erwachsenen Elefanten, jeder bis zu fünf Tonnen schwer, in vier Hektar reife Maisfelder eindringt, ist der Schaden meist fatal.

Die Elefanten im Amboseli-Nationalpark sind mehr und mehr von Umweltverschmutzung und schrumpfendem Lebensraum bedroht, da der Mensch immer weiter in die Migrationskorridore und Gebiete der Elefanten vorstößt. Das Vordringen des Menschen stellt zurzeit die größte Bedrohung für die grauen Riesen dar, denn es geschieht langsam und ganz im Stillen – und ist doch so tödlich und irreversibel wie die Kugel eines Wilderers.

Am 18. April 2014 starb ein 12 bis 15 Jahre alter Elefant an den ihm zugefügten Verletzungen durch Speere in Oltiani im Amboseli-Park. Er wurde Opfer eines Mensch-Elefanten-Konflikts. Vermutlich wurde der Elefant getötet, weil er in eine Farm eingedrungen war.

Es ist bekannt, dass die Mensch-Wildtier-Problematik in der Zeit von April bis Juli eskaliert, da dies die Reifezeit der Ackerfrüchte auf den Farmen ist. Die Elefanten streifen arglos auf den Farmen herum und suchen nachts nach Futter. Dies führt einerseits zu Ernteausfällen und möglichen Verletzungen der Farmer und auf der anderen Seite zu toten oder verletzten Elefanten. 

Wenn eine Gruppe von fünfzig erwachsenen Elefanten, jeder bis zu fünf Tonnen schwer, in vier Hektar reife Maisfelder eindringt, ist der Schaden meist fatal.

Die Elefanten müssen daher vor der Gefahr durch den Menschen geschützt werden. Und die Ernte der Farmer muss vor den grauen Riesen sicher sein.

Der IFAW versucht, einen Weg zu finden, um ein friedliches Nebeneinander der Elefanten und Farmer zu ermöglichen. Aus diesem Grund haben wir den Kitenden-Korridor gepachtet, einen Migrationsweg für die Elefanten von knapp sieben Hektar. Dadurch können die Dickhäuter weiterhin in ihrem natürlichen Lebensraum bleiben und die Landbesitzer erhalten eine Kompensation für ihren finanziellen Verlust durch die zerstörte Ernte.

Langfristig sollen sich die angrenzenden Gemeinden dem Tourismus öffnen, da die Gegend zum Schutzgebiet erklärt werden soll. Momentan unterstützt der IFAW vor Ort den Kenia Wildlife Service mit einem Fahrzeug und Treibstoff, damit die Ranger Patrouille fahren und die Farmen vor den Elefanten schützen können, die meist nachts auf Futtersuche gehen.

Darüber hinaus haben wir zusammen mit den lokalen Vollzugsbehörden die Ausbildung von 20 örtlichen Rangern unterstützt, um die Elefanten zu schützen. Und wir haben eine Zufahrtsstraße zum Kitenden-Korridor finanziert, um ein schnelles Eingreifen des Wildlife Service und der Ranger bei Hilferufen von Farmern zu gewährleisten.

Künftig wollen wir noch enger mit dem Kenia Wildlife Service und den örtlichen Wildhütern zusammenarbeiten. Gemeinden müssen die Möglichkeiten und das Know-How haben, um ihre Farmen zu schützen, außerdem muss es humane Lösungen geben, die Elefanten von Übergriffen auf die Farmen abzuhalten.

Wir arbeiten darauf hin, keine Elefanten mehr aufgrund von Mensch-Tier-Konflikten zu verlieren und zugleich die Ernten zu schützen.

Der Amboseli-Nationalpark ist ein UNESCO Biosphären-Reservat, in dem Mensch und Natur einträchtig zusammen leben sollen. Hier bieten sich Herausforderungen und Möglichkeiten, die Zukunft des Wildtierschutzes im Angesicht wachsender Einwohnerzahlen und damit verbundenen Raumproblemen für die Natur international und mit den Betroffenen vor Ort zu diskutieren.

Wir danken den Massai im Amboseli-Park, dass sie die Elefanten beschützen, obwohl diese ihre Ernten bedrohen. Trotz aller Schwierigkeiten ist der Amboseli-Nationalpark ein Zufluchtsort für den Afrikanischen Elefanten und muss mit aller Kraft geschützt werden. Helfen Sie uns dabei!

Evan Mkala

Unterstützen Sie unsere Arbeit zum Schutz der Elefanten und anderen bedrohten Tieren weltweit.

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Experten

Céline Sissler-Bienvenu,Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
Faye Cuevas, Esq., Vizepräsidentin
Vizepräsidentin
Grace Ge Gabriel, Regionaldirektorin Asien
Regionaldirektorin Asien
James Isiche, Regionaldirektor Ostafrika
Regionaldirektor Ostafrika
Jason Bell, IFAW Vizepräsident Natur- und Tierschutz
Vizepräsident Natur- und Tierschutz
Vivek Menon, IFAW Senior-Berater Strategische Partnerschaften
Senior-Berater für Strategische Partnerschaften und Philanthropie