Forderung nach besserem Schutz für Graupapageien unter dem Artenschutzabkommen CITES

Der Handel mit Graupapageien als Haustier und die Zerstückelung ihres Lebensraums haben dazu geführt, dass wilde Populationen in allen afrikanischen Verbreitungsgebieten stark geschrumpft sind. Foto: © Pond 5/Panu RuangjanAuf den ersten Blick scheint der Graupapagei als Haustier prädestiniert zu sein. Er ist ein sehr gesprächiger Vogel. Gut zu erkennen ist er an der weißen Umrandung seiner Augen und seinem mattgrauen Gefieder. Leider leiden die wilden Populationen des Graupapageis stark unter kommerzieller Ausbeutung. Unter den Vogelarten, die am häufigsten in freier Wildbahn gefangen und international gehandelt werden, belegt er den dritten Platz.

Und das, obwohl die Washingtoner Artenschutzkonvention (CITES) den Graupapagei bereits 1981 aufgrund potenzieller Gefahren für die damalige Population durch den kommerziellen Handel in Anhang II aufnahm. Mehrere Untersuchungen, die letzte davon 2014, haben gezeigt, dass der Handel mit Graupapageien in besorgniserregendem, nicht nachhaltigem Ausmaß betrieben wird.

Die Populationen des Graupapageis sind in einigen Verbreitungsgebieten um 50 bis 90 Prozent geschrumpft. Besonders wenige Exemplare verzeichnete man in Angola, Benin, Burundi, Elfenbeinküste, Ghana, Guinea-Bissau, Liberia, Nigeria, Kenia, Ruanda, Tansania und Togo.

Aufgrund ihrer niedrigen Reproduktionsrate ist die Art besonders gefährdet. Sie legt normalerweise drei bis fünf Eier pro Jahr in Baumhöhlen. Erfolgreich ausgebrütet werden davon jedoch durchschnittlich nur ein bis zwei Eier. Aufgrund ihres Brut- und auch ihres Sozialverhaltens, das sie als Haustier so beliebt macht, sind Graupapageiküken leichte Beute für Wildtierhändler.

Es ist höchste Zeit, dass CITES den Graupapagei auf Anhang I heraufstuft. Er muss dringend vor der kommerziellen und unnachhaltigen Ausbeutung geschützt werden, der er die letzten Jahrzehnte ausgesetzt war.

Sieben afrikanische Staaten haben den Antrag gestellt: Angola, Tschad, Gabun, Guinea, Nigeria, Senegal und Togo. Außerdem gehören zu den Antragstellern die EU und die USA. Dazu kommt die Unterstützung des Antrags durch neun weitere afrikanische Staaten: Burundi, Elfenbeinküste, Ghana, Guinea-Bissau, Liberia, Niger, Zentralafrikanische Republik, Republik Kongo und Ruanda.

Der IFAW fordert alle Vertragsstaaten dazu auf, sich für einen höheren Schutzstatus für den Graupapagei starkzumachen, und UNTERSTÜTZT deshalb den Antrag Gabuns und anderer Staaten, den Graupapagei von Anhang II auf Anhang I heraufzustufen.

Kelvin Alie

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