Ein warmer Zufluchtsort für kanadische Hunde während des eisigen Winters

Im Rahmen des IFAW Northern-Dogs-Projekts wurden wir in diesem Jahr von mehreren kanadischen Gemeinden gebeten, den Menschen dort beim Schutz ihrer Hunde vor der Kälte zu helfen.In Nordkanada ist bereits Winter. Das Thermometer zeigt Minusgrade und eine weiße Schneedecke liegt über Stadt und Land. Wir Menschen können bei diesem Wetter Mützen, Handschuhe und Schneehosen anziehen. Für die Hunde hier kann man in diesen Tagen nur hoffen, dass sie nordische Vorfahren haben und dadurch mit dickem Unterfell, langem Deckhaar und kurzen, gut durchbluteten Ohren gegen die Kälte gewappnet sind.

Allerdings haben inzwischen sehr viele unterschiedliche Hunderassen den Weg in den hohen Norden gefunden und sind hier zuhause.

Kurzhaarige Hunderassen wie Labradore, Rottweiler, Jagdhunde, Dobermänner und Boxer sind mittlerweile in den Stammbäumen der Hunde dort zu finden. Diese Rassen, die ursprünglichen nicht im Norden Kanadas beheimatet waren, brauchen im Winter besondere Versorgung.

Menschen gehen sehr unterschiedlich mit ihren Hunden um, abhängig davon, wo sie leben. Denn es gibt in unterschiedlichen Kulturen weit auseinander gehende Auffassungen über artgerechte Tierhaltung. Der IFAW berücksichtigt diese kulturellen Unterschiede in seinen Projekten. Sicher findet jeder etwas, was er beim Umgang eines anderen Hundehalters mit seinem Tier bemängelt. Entscheidend ist jedoch, dass die Hunde zu jeder Jahreszeit bekommen, was sie dringend brauchen – egal wie alt sie sind und zu welcher Rasse sie gehören.

Hunde sind Haustiere, die vom Menschen abhängig sind. Im Winter brauchen sie vor allem einen warmen Zufluchtsort, um sich vor Kälte, Wind, Regen und Schnee zu schützen. Manche Hundebesitzer lassen ihre Vierbeiner auf dem Sofa schlafen. Andere legen eine Decke auf die Terrasse. Und manche haben eine wärmende Hütte mit Türklappe im Garten, die die Kälte abhält.

Die meisten von uns fangen bei frostigen Temperaturen an, mehr und Reichhaltigeres zu essen. Auch für Hunde ist es wichtig, im Winter für eine erhöhte Kalorienzufuhr zu sorgen. Denn auch sie benötigen in dieser Jahreszeit mehr Energie, um sich warm zu halten.

Ältere Hunde und Welpen sind im Winter besonders gefährdet. Auf den ersten Blick scheint es ja ein Leichtes, dieses Problem zu lösen, indem man dem Hund im Winter mehr Wasser und Futter gibt. Leider sieht die Realität jedoch anders aus: Viele Menschen haben nie gelernt, wie man sich richtig um einen Hund kümmert oder ihnen fehlen die finanziellen Mittel.

Im Rahmen unseres Northern-Dogs-Projektes, das wir im Norden Kanadas durchführen, sind wir in diesem Jahr von mehreren Gemeinden gebeten worden, den Menschen dort beim Schutz ihrer Hunde vor der Kälte zu helfen.

Wir helfen Ihnen gerne, indem wir Hundehütten bauen, Proteinnahrung für Welpen und ältere Hunde zur Verfügung stellen und frisch geborene Welpen in unsere Obhut nehmen.

Auch wenn es von Kultur zu Kultur sehr unterschiedliche Meinungen über artgerechte Hundehaltung gibt, sind wir fest überzeugt, dass es immer sinnvoll ist, Menschen zu helfen, die ihre Hunde schützen wollen.

Helfen Sie uns, die Hunde während des harten kanadischen Winters vor der Kälte zu schützen.

Janice Hannah

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Experten

Cynthia Milburn, Senior-Beraterin Strategieentwicklung
Senior-Beraterin Strategieentwicklung
Janice Hannah, Leiterin des IFAW Northern-Dogs-Projekts
Leiterin des Northern-Dogs-Projekts
Kate Nattrass Atema, Programmdirektorin Haustiere
Programmdirektorin Haustiere
Shannon Walajtys, Leiterin IFAW Katastrophenhilfe
Leiterin des Bereichs Katastrophenhilfe