Tote Wale in Alaska geben Anlass zur Sorge

Meeressäugetiere sind Indikatoren für die Gesundheit unserer Meere. Massensterben wie dieses können darauf hindeuten, dass dort etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist.Über 30 Wale – darunter Grauwale, Buckelwale und Finnwale – wurden diesen Sommer an Alaskas Küste tot aufgefunden. Aus diesem Grund hat die US-Wetter- und Ozeanografiebehörde (NOAA), die für den Schutz von Meeressäugern zuständig ist und Rettungseinsätze nach Strandungen durchführt, diese Todesfälle als „ungewöhnlich“ eingestuft.

Derartige ungewöhnliche Todesfälle können ganz unterschiedliche Ursachen haben wie Krankheiten, Nahrungsmangel, schädliche Algenblüten usw. Oft ist es schwierig, die genaue Ursache zu bestimmen. Doch wir tun unser Bestes, um das Geschehene zu verstehen.

Das Gute an einer Einstufung als „ungewöhnlicher Todesfall“ ist, dass Wissenschaftler und Einsatzkräfte dadurch mehr finanzielle Mittel bekommen, um herauszufinden, was die genaue Todesursache der Tiere war.

Offiziell autorisierte Organisationen wie der IFAW führen täglich Einsätze nach Strandungen von Meeressäugetieren an den US-Küsten durch. Die Arbeit der Organisationen liefert wichtige Basisdaten für Untersuchungen nach ungewöhnlichen oder besorgniserregenden Ereignissen.

Und solche Vorfälle zeigen immer wieder, dass Langzeit-Untersuchungen von Strandungen notwendig sind.

Einige Strandungen und Todesfälle von Meeressäugern sowie Massenstrandungen sind durch Menschen verursacht. Manchmal ist die Ursache offensichtlich, so etwa wenn sich Tiere in Fischernetzen verfangen oder in dem im Meer abgeladenen Abfall stecken bleiben. In anderen Fällen ist die Ursache nicht eindeutig, wie etwa bei Wasserverschmutzung durch Giftstoffe.

Meeressäugetiere sind gute Indikatoren für die Gesundheit unserer Meere. Massensterben wie dieses können darauf hindeuten, dass dort etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist. In den vergangenen Jahren gab es in verschiedenen Teilen der USA ungewöhnliche Vorfälle, bei denen Meeressäuger starben. So starben in diesem Jahr in Kalifornien Seelöwen aus bislang ungeklärtem Grund. Und immer wieder sterben im Mittelatlantik Große Tümmler.

Solche Vorfälle ereignen sich immer wieder und könnten zunehmen. Sie zeigen, dass dringend Untersuchungen durchgeführt werden müssen, um die Todesursachen zu bestimmen und sie künftig verhindern zu können. Damit unsere Meeressäuger besser geschützt werden können.

Misty Niemeyer

Erfahren Sie mehr über die Arbeit des IFAW zur Rettung und Erforschung von Meeressäugern.

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Experten

Dr. Maria (Masha) N. Vorontsova, Regionaldirektorin Russland und GUS
Regionaldirektorin Russland und GUS
Patrick Ramage, Programmdirektor Meeresschutz
Programmdirektor Meeresschutz