Zum Weltkatzentag am 8. August: Keine Angst vor Toxoplasmose!

Die kleine Piccola wurde in Playa del Carmen von unseren Kollegen gerettet
Dienstag, 5 August, 2014
Hamburg

Am 8. August ist Weltkatzentag - eine gute Gelegenheit, die besondere Verbindung zwischen Mensch und Katze zu feiern. Obwohl Katzen exzellente Hausgenossen sind, werden sie häufig aus ihrem Heim verstoßen, wenn dort eine Frau schwanger wird. Diese oft für beide Seiten traumatische Trennung geschieht meist aus Angst, durch die Katze mit der Krankheit Toxoplasmose angesteckt zu werden.

„Wegen einer Schwangerschaft und der damit zusammenhängenden Angst vor Toxoplasmose eine Katze auszustoßen, ist unangebracht“, sagt Kate Atema, IFAW Programmdirektorin Haustiere. „Man kann sich gut vor Toxoplasmose schützen und so die Trauer einer erzwungenen Trennung von der geliebten Katze vermeiden.“

Toxoplasmose ist eine Infektion durch den weltweit verbreiteten Parasiten Toxoplasma gondii, mit dem wir alltäglich leben. Die meisten Menschen werden einmal in ihrem Leben mit diesem Parasiten angesteckt, ohne es zu merken und sind dann Zeit ihres Lebens dagegen immun.

Der häufigste Infektionsweg für Menschen mit Toxoplasmose hat gar nichts mit Katzen zu tun: der Verzehr von nicht durchgegartem Fleisch ist nämlich die Hauptursache. Andere Infektionsgründe sind: ungewaschene Hände nach dem Säubern des Katzenklos, Arbeiten in der Erde, Gartenarbeit oder der Umgang mit rohem Fleisch.

Katzen scheiden den Parasiten nur einmal in ihrem Leben über einen Zeitraum von zwei Wochen über den Kot aus. Die Wahrscheinlichkeit, sich über Ihre Katze anzustecken, ist also recht gering. Halten sich Schwangere an einige sinnvolle Hygieneregeln oder lassen jemand anderen im Haushalt das Katzenklo säubern, können die Stubentiger glückliche Mitglieder der Familie bleiben.

Hatten Frauen vor ihrer Schwangerschaft schon mehrere Jahre Kontakt mit Katzen, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sie schon gegen den Toxoplasmoseerreger immun sind. Um ganz sicher zu gehen, hier einige Tipps zum richtigen Verhalten während der Schwangerschaft:

  • Vermeiden Sie es, das Katzenklo zu säubern. Geht das nicht, ziehen Sie Handschuhe an und waschen Ihre Hände hinterher gründlich mit Wasser und Seife.
  • Säubern Sie das Katzenklo täglich. Der Parasit im Kot wird erst nach etwa 24 Stunden infektiös. Eine tägliche Reinigung verhindert den Kontakt mit dem aktiven Parasiten.
  • Lassen Sie Ihre Katze nicht raus, wenn sie dort Mäuse und andere Nagetiere jagt. Füttern Sie ihre Katze mit ausgewogenem kommerziellem Futter.
  • Helfen Sie Ihrer Katze, gesund zu bleiben. Gehen Sie sicher, dass Impfungen und Entwurmungen auf dem neuesten Stand sind. Ernähren Sie sie gesund und geben Sie ihr viel Liebe.
  • Kochen Sie alles Fleisch gut durch, bevor Sie es essen.
  • Waschen Sie Ihre Hände und Küchengeräte gründlich mit Wasser und Seife nach Kontakt mit rohem Fleisch.
  • Waschen Sie Gemüse sehr gründlich oder kochen Sie es vor dem Essen.
  • Waschen Sie ihre Hände gründlich mit Wasser und Seife nach Gartenarbeit oder Kontakt mit Erde.

„Wenn wir uns alle an diese einfachen Regeln halten, kann eine Schwangere die Gegenwart der schnurrenden Mitbewohner auch durch ihre Schwangerschaft hindurch genießen. So kann die Katze ein geschätztes Mitglied der wachsenden Familie bleiben“, so Atema weiter.

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Pressekontakt

Andreas Dinkelmeyer
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