Zwei Westliche Weißbrauengibbons in Indien ausgewildert

Gibbons

Zwei Westliche Weißbrauengibbons aus dem gemeinsam vom IFAW, dem Wildlife Trust of India (WTI) und der Forstbehörde Assam betriebenen Rettungszentrum für Wildtiere wurden gestern am frühen Morgen in der Nordindischen Region Kaziranga-Karbi Anglong ausgewildert.

Die Gibbons haben eine mehrere Jahre lange Rehabilitation hinter sich. Das Weibchen Makumi war im August 2009 als Jungtier in Makum im Bezirk Tinsukia in Assam gerettet worden. Das Männchen Karbi war bereits erwachsen, als ihn die Forstbehörde ihn in Diphu, Karbi Anglong im Dezember 2013 gerettet hat.

Am 25. Februar dieses Jahres zog das Paar in ein Akklimatisierungsgehege im Panbari-Waldreservat um, das direkt an die Hügel von Karbi Anglong angrenzt und ein für Gibbons sehr gut geeigneter Lebensraum ist. Beide Tiere wurden mit Ohrmarken versehen, damit sie später in der Wildnis identifiziert werden können. Sie lebten in zwei getrennten, direkt nebeneinander liegenden Gehegen in der Baumkrone. So konnten sie sich gegenseitig beobachten und interagieren. Sie wurden rund um die Uhr von Tierärzten, Tierpflegern und einem Primatenforscher der Universität Tezpur, überwacht.

Innerhalb weniger Wochen nach dem Umzug ins Akklimatisierungsgehege begannen die beiden Affen zu singen und auf Rufe von wilden Gibbons zu antworten. Anfang Mai hatten sie ihren ersten wilden Besucher: Ein männlicher Gibbon, der mit dem Paar kommuniziert hatte, besuchte sie an ihrem Käfig. Besonderes Interesse bekundete er an Makumi.

Ein vor einigen Tagen analysiertes Blutbild bestätigt, dass sowohl Karbi wie auch Makumi frei von Krankheiten sind. Das, im Zusammenspiel mit der positiven Verhaltensentwicklung, die das Team bei den Gibbons seit ihrer Ankunft im Panbari-Waldreservat vor mehr als 100 Tagen verzeichnet hat, war Hinweis genug darauf, dass es Zeit war, sie freizulassen.

Mukut Das, Mitarbeiter des Kaziranga-Nationalparks war dabei, als das IFAW-WTI Team gestern am frühen Morgen die Türen der beiden Gehege öffnete. Karbi kam nach einer halben Minute heraus. Makumi war etwas zögerlicher, aber auch sie verließ das Gehege nach ein paar Minuten. Die Gibbons blieben eine Weile in der Nähe der Gehege, betrieben Fellpflege und erlebten ihren ersten starken Regenschauer als freie Affen. Dann schwangen sie sich in den Wald.

"Beide bewegen sich im Wald und suchen Nahrung und Unterschlupf", berichtet Bidyut Sarania, der das Paar im Verlauf des Tages beobachtet hat. "Makumi war bei der Erkundung ihrer Umgebung aktiver."

"In den nächsten paar Tagen wird Nahrung aus dem Wald in der Nähe des Auswilderungsortes platziert werden, falls sie sich zunächst in der näheren Umgebung niederlassen", erklärt Panjit Basumatary, der leitende Tierarzt. "Es ist immer erhebend, wenn es gelingt, ein Wildtier in seinem natürlichen Lebensraum auszuwildern. Wir werden die Gibbons in den kommenden Monaten weiterhin intensiv überwachen und hoffen, dass sie sich erfolgreich an ein Leben in der Wildnis anpassen."

Rupa Gandhi Chaudhary

Erfahren Sie mehr über die Arbeit des IFAW zur Rettung und Rehabilitation schutzbedürftiger Wildtiere.

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Kampagnenberater
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Brian Sharp, Leiter Rettungseinsätze, Einsatzkoordinator für Strandungen
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Céline Sissler-Bienvenu,Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
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Gail A'Brunzo, Leiterin IFAW Wildtierschutz
Leiterin Wildtierschutz, IFAW
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