Wie ein IFAW Projekt die Probleme in einer Gemeinde in Malawi löste

Elefanten im Liwonde-Nationalpark - © IFAW/N. Greenwood

Bei meinem Besuch 2011 in Malawi beschäftigte mich vor allem ein Gedanke: Wie kann ich die Gemeinden in der Umgebung des Liwonde-Nationalparks überzeugen, dass es gut für sie ist, Elefanten und andere Tiere im Nationalpark und seiner Umgebung zu schützen?

Als ich während meines Fluges nach Liwonde das Ausmaß der Abholzung sah, war ich zutiefst erschüttert. Der Nationalpark erschien wie eine grüne Insel inmitten einer riesigen gerodeten Fläche.

Mir war bewusst, dass den Menschen in den Gemeinden nahe dem Nationalpark nicht ausreichend vermittelt worden war, welch wertvolle Ressource der Park und die darin lebenden Wildtiere darstellten. Deshalb wollte ich einen Weg finden, damit die Gemeinden in der Umgebung des Liwonde-Nationalparks nachhaltig von den wilden Tieren profitieren.

Im Dorf Chikolongo war es - genau wie in vielen anderen Gemeinden außerhalb des Nationalparks - bei Konflikten zwischen Mensch und Tier zu zahlreichen Todesfällen und Verletzungen gekommen. Ich versprach den Dorfvorstehern, dass der IFAW die Menschen in den Dörfern schützen und gleichzeitig die Sicherheit für die im Park lebenden Elefanten verbessern werde.

Im Rahmen des IFAW Projekts halfen wir, den Park mittels eines speziellen Überwachungssystems zu schützen, das die Unversehrtheit des Grenzzaunes sicherstellt.  Der IFAW unterstützte die Gemeinde Chikolongo außerdem dabei, die Wasserversorgung außerhalb des Parks zu gewährleisten und mit Hilfe kommerzieller Landwirtschaftskooperativen regelmäßige Einnahmequellen zu schaffen. Dies verhindert, dass die Bewohner im Park fischen und wildern, um ihre Existenz zu sichern. In Zusammenarbeit mit unserem örtlichen Partner HELP Malawi entwickelten wir zudem einen Lehrplan für die Schulen in der Umgebung, der die Sicherung der Lebensgrundlagen in der Region und Bewusstseinsbildung für das Wohl der Tiere beinhaltet.

Die Veränderungen im Dorf sind gravierend: Während eines kürzlichen Besuchs in Malawi konnten wir auf unserem Weg ins Dorf beobachten, wie die Elefanten in Ruhe tranken und sich am Fluss mit ihren Artgenossen vergnügten. Niemand wurde mehr durch Elefanten getötet oder verletzt. Und auch die Elefantenwilderei hat aufgehört.

Es fällt mir schwer, meine Gefühle angesichts dieser Erfolge für Menschen und Tiere in Worte zu fassen.

Wir hoffen, die Erfahrungen aus dem Erfolg im Liwonde-Nationalpark auch bei unserem neuen Projekt im Kasungu-Nationalpark nutzen zu können.

Ich danke all unseren Unterstützern, die es uns ermöglichen, Projekte wie dieses zum Schutz der Tiere und Menschen zu realisieren.

Azzedine Downes

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Experten

Azzedine Downes, Präsident und CEO
Präsident und CEO
Beth Allgood, IFAW Länderdirektorin USA
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Céline Sissler-Bienvenu,Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
Cynthia Milburn, Senior-Beraterin Strategieentwicklung
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Dr. Joseph Okori, Regionaldirektor Südliches Afrika und Programmdirektor Natursc
Regionaldirektor Südliches Afrika und Programmdirektor Naturschutz
Faye Cuevas, Esq., Vizepräsidentin
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Grace Ge Gabriel, Regionaldirektorin Asien
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Kelvin Alie, IFAW Vizepräsident Natur- und Tierschutz
Vizepräsident
Patrick Ramage, Programmdirektor Meeresschutz
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Rikkert Reijnen, Programmdirektor Wildtierkriminalität
Programmdirektor Wildtierkriminalität