Warum Frankreichs Handelsverbot für Elfenbein so wichtig ist

Mit einem fast vollständigen Verbot des Binnenhandels mit Elfenbein setzt Frankreich ein wichtiges Zeichen.

Das erste Maiwochenende 2016 wird als bedeutender Moment für die Rettung der letzten noch lebenden Elefanten in die Geschichte eingehen.

Auf Anordnung des kenianischen Präsidenten Uhuru Kenyatta fand die größte jemals durchgeführte Elfenbeinverbrennung statt, In Anwesenheit von Kamerateams aus aller Welt gingen in Kenia insgesamt 105 Tonnen Elfenbein - für die mindestens 10 500 Elefanten qualvoll hatten sterben mussten - und 1,36 Tonnen Nashorn-Horn in Flammen auf.

Während Kenia der Welt mit dieser Vernichtungsaktion demonstrierte, dass das Land Elfenbein keinen ökonomischen Wert beimisst, fand zeitgleich in einem Auktionshaus in Südfrankreich eine Versteigerung von über 100 Kilo Elfenbein statt.

Dieser Nachricht, der man unter anderen Umständen kaum Beachtung geschenkt hätte, war so interessant, weil die französische Ministerin für Umwelt und Energie Ségolène Royal dem Ereignis in Kenia beiwohnte und die Gelegenheit ergriff, aller Welt ihre Entscheidung zu verkünden, in Frankreich ein fast vollständiges Handelsverbot mit Elfenbein zu verhängen.

Dieser Schritt, für den sich der IFAW seit Jahren unermüdlich eingesetzt hat, ist von großer Tragweite, denn er bedeutet das Aus sowohl für Versteigerungen von Elfenbein als auch für den Elfenbeinhandel übers Internet. Vor einem Jahr hat der IFAW aufgezeigt, dass auf französischem Staatsgebiet jeden Monat fast eine Tonne Elfenbein in Auktionshäusern versteigert wird, um die weltweite, vor allem aus Asien kommende, Nachfrage zu befriedigen.

Frankreich geht mit gutem Beispiel voran und könnte dadurch in Europa eine Vorreiterrolle im Kampf gegen Wilderei und den Handel mit Elfenbein übernehmen. Die Ministerin versprach außerdem, andere EU-Mitgliedsstaaten aufzufordern, ihrem Beispiel zu folgen, um einer Ankurbelung der Nachfrage nach Elfenbein entgegenzuwirken.

Der IFAW begrüßt diese Entscheidung sehr und wird sich dafür einsetzen, dass diese auch konsequent umgesetzt wird. Es ist höchste Zeit, dass wir diesem blutigen Geschäft Einhalt gebieten.

Mia Crnojevic

Erfahren Sie mehr über die Arbeit des IFAW zum Schutz der Elefanten.

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