USA schränken Handel mit Elfenbein ein

In den USA beschlagnahmtes Elfenbein.
Freitag, 3 Juni, 2016
Hamburg

Die US-Regierung hat neue Vorschriften beschlossen, die die Ein- und Ausfuhr von Elfenbein weitgehend verbieten. Der nationale Handel wird auf Antiquitäten und wenige andere Produkte mit geringem Elfenbeinanteil beschränkt.   

„Eine absolut wichtige Entscheidung in einem kritischen Moment“, so Robert Kless, Kampagnenleiter des IFAW (International Fund for Animal Welfare) in Deutschland. „Die USA stellen einen der größten und dazu noch weitgehend unregulierten Elfenbeinmärkte dar. Den nun nahezu zu schließen, ist ein entscheidender Schritt, um die Wildereikrise in den Griff zu bekommen. Wir hätten uns allerdings schärfere Bedingungen gewünscht, es gibt noch zu viele Schlupflöcher.“

So erlauben die neuen Regeln weiterhin die Ein- und Ausfuhr von antikem und solchem Elfenbein, das aus der Zeit vor dem internationalen Handelsverbot von 1989 stammt, sowie die Einfuhr von zwei Elefantentrophäen pro Jäger jährlich. Der IFAW hatte seit Jahren versucht, bei der US-Regierung schärfere Restriktionen des Elfenbeinhandels zu erreichen.

„Auch wenn uns die neuen Bestimmungen nicht weit genug gehen, werden sie den illegalen Elfenbeinhändlern das Geschäft in den USA deutlich erschweren. Denn der deutlich reduzierte Umfang des legalen Handels wird es sehr viel schwieriger machen illegale Ware darunter zu mischen“, so Kless weiter. „Außerdem senden die USA damit ein starkes Signal an die Weltgemeinschaft, dass sie den Kampf gegen die Wilderei ernst nehmen. Das ist besonders wichtig, da ein Wirtschaftsgipfel zwischen den USA und China, dem Hauptabnehmerland für Elfenbein, bevorsteht und im September auf der Artenschutzkonferenz (CITES) weitere Entscheidungen für oder gegen Elefantenschutz gefällt werden.“  

Maßgeblich für die Wirksamkeit der neuen Regularien wird ihre konsequente Umsetzung und Anwendung sein sowie der politische Wille der US-Regierung, ähnliche Gesetze auch von anderen Ländern, wie beispielsweise China, zu fordern und sich mit aller Entschlossenheit auf der Artenschutzkonferenz für einen konsequenten Wildtierschutz einzusetzen.

Post a comment

Pressekontakt

Andreas Dinkelmeyer
Telefon:
+49 (0)40 866 500 15
Mobiltelefon:
+49 (0)173 622 75 39
E-Mail:

Experten

Céline Sissler-Bienvenu,Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
Dr. Joseph Okori, Regionaldirektor Südliches Afrika und Programmdirektor Natursc
Regionaldirektor Südliches Afrika und Programmdirektor Naturschutz
Faye Cuevas, Esq., Vizepräsidentin
Vizepräsidentin
Grace Ge Gabriel, Regionaldirektorin Asien
Regionaldirektorin Asien
James Isiche, Regionaldirektor Ostafrika
Regionaldirektor Ostafrika
Jason Bell, IFAW Vizepräsident Natur- und Tierschutz
Vizepräsident Natur- und Tierschutz
Vivek Menon, IFAW Senior-Berater Strategische Partnerschaften
Senior-Berater Strategische Partnerschaften