Südafrika leidet noch immer unter der Dürre: Doch wenigstens unsere Tierklinik hat wieder Strom

 

 

Regenfälle brachten dem von einer anhaltenden Dürre geplagten Südafrika im Januar endlich etwas Erleichterung. Im Netz wurden zahlreiche Bilder gepostet, auf denen Landwirte wahre Freudentänze aufführten, als dicke Tropfen vom Himmel fielen.

Doch es war viel zu wenig Regen, und er kam viel zu spät. In Gauteng liegen die Temperaturen bereits wieder bei über 30 Grad. In den Nachrichten ist die Dürre Thema Nummer eins: Seit Januar vergangenen Jahres sind beispielsweise die Kartoffelpreise um 120 Prozent gestiegen. Man rechnet damit, dass die Maisernte, in diesem Jahr besonders schlecht ausfällt Und Mais ist für arme Menschen in der Region ein Hauptnahrungsmittel.

Auch Wasser ist immer noch sehr knapp. Im ländlichen Südafrika stehen die Menschen täglich für eine Zehnliterration Schlange. Hilfsorganisationen transportieren mehrmals pro Woche in LKW-Konvois Flaschen mit abgefülltem Wasser aufs Land.

Auch die Menschen und Tiere, für die das kommunale Tierschutzprojekt Community Led Animal Welfare (CLAW) des IFAW arbeitet, sind von der Hitze erschöpft. Und Dehydrierung ist eine ständige Gefahr für Menschen und Tiere. Es wird zudem immer schwieriger, für genügend Nahrung zu sorgen.

Hilfe trifft nur langsam und sporadisch ein. Hinzu kommt, dass die CLAW Tierklinik bereits seit einigen Jahren unter äußerst schwierigen Bedingungen arbeiten muss. Denn im Johannesburger Vorort Durban Deep, wo sich die Klinik befindet, führten soziale Unruhen zu einem völligen Zusammenbruch der Strom- und Wasserversorgung.

Die Tierärzte und Tierarzthelfer mussten deshalb in ein 13 Kilometer von der Tierklinik entferntes Gebäude umziehen. Sie teilen sich die Räumlichkeiten derzeit mit der Organisation FORA (Friends of Rescued Animals). Aber auf diese Weise haben sie zumindest Strom und fließendes Wasser, um notwendige Operationen durchzuführen.

Die übrigen CLAW Mitarbeiter setzen ihre Arbeit in der Klinik in Durban Deep unter den erschwerten Umständen fort, damit dort zumindest die nötigste tierärztliche Hilfe geleistet werden kann.

Jeden Tag kommen viele neue Tiere an: Sie brauchen Impfungen, Zecken- und Flohbehandlungen, sofortige Babesiose-Behandlungen sowie Wundversorgung, Hilfe bei Dehydrierung und vieles mehr.

Seit kurzem kann das CLAW Team sich freuen, wahrscheinlich bald wieder ganz zurück nach Durban Deep ziehen zu können – dank einer großartigen und äußerst hilfreichen Spende: Die Firma Solar Power hat auf dem Dach der Klinik Solarpanels installiert. Diese sind an Reservebatterien angeschlossen, die der Klinik jetzt wieder Strom liefern. Die Solarpanels sind eine Spende der Firma Trina Solar. Seitdem geht das Licht wieder und die Steckdosen funktionieren.

Zusätzlich hilft eine Pumpe, Wasser in die Leitungen zu pumpen, solange die Klinik noch darauf warten muss, wieder an die Wasserversorgung angeschlossen zu werden. Dank dieser Spende der Firma Eezi Pumps gibt es jetzt auch wieder fließendes Wasser.

Mandi Smallhorne

Helfen Sie den von der Hitze betroffenen Tieren in Johannesburg und notleidenden Tieren auf der ganzen Welt.

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Kampagnenberater
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Brian Sharp, Leiter Rettungseinsätze, Einsatzkoordinator für Strandungen
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Céline Sissler-Bienvenu,Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
Katie Moore, Leiterin Marine Mammal Rescue and Research
Programmdirektorin Tierrettung
Shannon Walajtys, Leiterin IFAW Katastrophenhilfe
Leiterin des Bereichs Katastrophenhilfe
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Senior-Berater für Strategische Partnerschaften und Philanthropie