Rettung und Versorgung von 279 Brillenpinguinküken

Dieser Beitrag wurde von Francois Louw von der Southern African Foundation for the Conservation of Coastal Birds gesendet.

Seit dem 20. Oktober hat das gemeinnützige südafrikanische Seevogelzentrum der Southern African Foundation for the Conservation of Coastal Birds gemeinsam mit dem IFAW insgesamt 279 verlassene Brillenpinguinküken gerettet.

Die kleinen flauschigen Küken wurden im Seevogelzentrum in Kapstadt eingeliefert, weil ihre Eltern nicht in der Lage waren, sich um sie zu kümmern. Allein hätten die Küken nicht überlebt. Die Mitarbeiter und ehrenamtlichen Helfer des Zentrums geben den kleinen Pinguinen jetzt die beste Pflege der Welt, damit sie später gesund, wohlgenährt und für das Leben im Meer gewappnet wieder ausgewildert werden können.

Pinguineltern verlassen ihre Küken nicht mit Absicht. Einmal jährlich kommen erwachsene Pinguine in die Mauser - das heißt, sie wechseln ihre Federn. In dieser Phase, die drei bis vier Wochen dauert, ersetzen die Eltern ihren "Smoking" durch ein nagelneues wasserabweisendes Federkleid. Während des Federwechsels können sie jedoch nicht ins Meer schwimmen, um Fische zu fangen. Sie legen daher vorher für sich selbst genug Fettreserven an, um diese drei bis vier Wochen zu überstehen. Haben sie während dieser Zeit Nachwuchs, der noch nicht flügge ist, können sie allerdings kein Futter für die Küken besorgen. Daher würden die Küken verhungern, wir uns nicht um sie kümmern. 

Pablo the penguins

In diesem Jahr gibt es besonders viel zu tun. Rehabilitationsprozess und Aufzucht der hilflosen Küken im Seevogelzentrum können zwischen sechs Wochen und drei Monaten dauern. Nicky Stander, die für die Rehabilitation der Pinguine verantwortlich ist, erklärt: "Die meisten der in diesem Jahr eingelieferten Küken sind kleiner und jünger als in den vergangenen Jahren. Das bedeutet, dass sie länger in unserem Zentrum bleiben müssen, was natürlich auch mehr kostet."

Die Pfleger überprüfen regelmäßig das Gewicht der Küken und ihren Gesundheitszustand. Und sie achten darauf, dass die Pinguine ein dichtes, wasserabweisendes Federkleid bilden. Wenn die Küken flügge sind, werden sie in einer Kolonie wie Boulders Beach oder Stony Point ausgewildert.

Seit der Gründung im Jahr 2006 hat die Southern African Foundation for the Conservation of Coastal Birds fast 4.000 Küken erfolgreich aufgezogen und ausgewildert. Sie alle hätten allein nicht überlebt.

Die Southern African Foundation for the Conservation of Coastal Birds setzt sich gemeinsam mit dem IFAW für die Erhaltung der Brillenpinguinpopulation ein. Die Mitarbeiter retten verlassene Eier und Küken und wildern sie aus, nachdem sie in einem der Seevogelzentren großgezogen wurden. Wissenschaftliche Studien belegen, dass die Überlebensrate rehabilitierter Küken sich nicht von in freier Wildbahn aufgewachsenen Küken unterscheidet.

Die in Südafrika lebenden Brillenpinguine wurden im Jahr 2010 als bedroht eingestuft. Schätzungen zufolge gibt es derzeit gerade noch 20.000 Paare. Das sind nur etwa zwei Prozent gemessen an der Populationsgröße Anfang des 20. Jahrhunderts. Da die Pinguinpopulation so rapide schrumpft, ist das Überleben jedes einzelnen Tiers von großer Bedeutung, wenn wir sie vor dem Aussterben bewahren wollen.

Damit die Seevogelzentren die Pinguine mit Fisch, Medikamenten und Arzneimitteln versorgen können, sind sie auf unsere Hilfe angewiesen. Mit nur 12 Euro können die Pfleger drei Kisten Fisch für die Küken kaufen. Und 32 Euro reichen aus, um ein Küken einen Monat lang zu versorgen.

Francois Louw

Helfen Sie, die Brillenpinguinküken zu retten und großzuziehen und diese einmalige Art so vor dem Aussterben zu bewahren.

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Experten

Kampagnenberater
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Brian Sharp, Leiter Rettungseinsätze, Einsatzkoordinator für Strandungen
Leiter Rettungseinsätze, Einsatzkoordinator für Strandungen
Céline Sissler-Bienvenu,Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
Gail A'Brunzo, Leiterin IFAW Wildtierschutz
Leiterin Wildtierschutz, IFAW
Veterinarian, DVM, PhD - IFAW Beijing
Tierärztin, DVM, PhD
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Programmdirektorin Tierrettung
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Leiterin des Bereichs Katastrophenhilfe
Vivek Menon, IFAW Senior-Berater Strategische Partnerschaften
Senior-Berater Strategische Partnerschaften