Chinesischer IT-Gigant sagt illegalem Wildtierhandel den Kampf an

Freitag, 22 Mai, 2015
Beijing

Tencent, ein führender Internetservice-Anbieter in China und die Naturschutzorganisationen „The Nature Conservancy (TNC) sowie der IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds) starten heute in China die gemeinsame Kampagne „Tencent für den Planeten“, um den illegalen Onlinehandel in den sozialen Netzwerken Weixin, QQ und verschiedenen Mikroblog Plattformen der Firma zu bekämpfen. Das ist ein großer Schritt zum heutigen weltweiten Tag der Biodiversität und zeigt die gesellschaftliche Verantwortung von Tencent.

Tencent unternimmt nun zusätzliche Anstrengungen, illegale Online-Aktivitäten zu unterbinden, um Wildtiere und die Öffentlichkeit zu schützen. Die Firma hat den zunehmenden illegalen Wildtierhandel in seinen Netzwerken auch durch eine wachsende Anzahl von Beschwerden seiner Nutzer beobachtet. Als Konsequenz hat Tencent schon im März mehrere Accounts und Gruppen auf seinen sozialen Netzwerken geschlossen, die erwiesenermaßen im illegalen Wildtierhandel verwickelt waren.

 „Die außerordentliche Reichweite und der Einfluss von Tencent sind enorm wichtig, um die Herausforderungen des Kampfes gegen den Wildtier-Schmuggel zu meistern.“, erklärt Mark Tercek, Geschäftsführer von TNC. „Mehr als 25.000 Elefanten werden jedes Jahr gewildert. Wir benötigen dringend mehr Kooperationen wie diese, wenn wir diese Art retten wollen.“

„Obwohl das Internet Plattform für den illegalen Wildtierhandel ist, bietet es auch große Hoffnungen, die gefährdeten Arten zu retten. Wir als IFAW sind ermutigt, dass Tencent nun in seinen sozialen Onlineplattformen aktiv wird, um den illegalen Wildtierhandel zu stoppen.“, sagt Grace Ge Gabriel, IFAW Regionalleiterin in Asien.

„Das ist eine Win-Win Partnetschaft für Tencent. Wir haben die in China am meisten genutzten Sozialen Online-Netzwerke und TNC und IFAW haben ein profundes Wissen über den Naturschutz und internationale Koalitionen.“, ergänzt Kaitian Guo, Vorsitzender des Tencent Wohltätigkeits Fonds. „Diese Verbindung signalisiert eine vielversprechende Kollaboration von Tencents Ressourcen und TNC und IFAWs Naturschutzexpertise. Tencent will führend im Wandel der heutigen Internet-Ära hin zu einer ökologischeren und harmonischeren Ausrichtung sein.“

Eine anhaltend hohe Nachfrage nach illegalen Wildtierprodukten hat viele Arten wie Elefanten, Nashörner und Tiger schon beinahe zum Aussterben gebracht. Gegenwärtig erlebt die Welt ein nie dagewesenes Ausmaß der Wilderei, das sogar die Wildereikrise der 1980er Jahre zu übertreffen scheint. Damals wurden jährlich etwa 800 Tonnen Elfenbein aus Afrika geschmuggelt. Die Elefantenpopulation sank von 1,3 Million auf geschätzte 600.000 Tiere. Wissenschaftler schätzen, dass heute nur noch etwa 430.000 bis 500.000 Elefanten in Afrika leben.

Der Wert des weltweiten illegalen Wildtierhandels wird auf jährlich 19 Milliarden Euro geschätzt. Er nimmt damit den fünften Platz nach dem Schmuggel mit Drogen, Menschen, Öl und Fälschungen ein.

Die schnelle Entwicklung der Onlinewelt ermöglicht Kriminellen, sie für unentdeckte, schnelle und nahezu überall mögliche Kommunikation zu nutzen. Dadurch gefährdet die Onlinewelt viele Arten und ihre Ökosysteme zusätzlich.

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Staci McLennan, Regionaldirektorin Europäische Union
Staci McLennan, Regionaldirektorin Europäische Union
Tania McCrea-Steele, Leiterin der Kampagne gegen illegalen Online-Wildtierhandel
Leiterin der Kampagne gegen illegalen Online-Wildtierhandel, IFAW Großbritannien
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Senior-Berater für Strategische Partnerschaften und Philanthropie