China verbietet Einfuhr von Elfenbein-Trophäen

Mittwoch, 21 Oktober, 2015
Hamburg

Begehrt: Die Stoßzähne alter Elefantenbullen

Die chinesische Regierung verbietet ab sofort den Import von Elefanten-Elfenbein, das aus der Trophäenjagd stammt. Das Embargo gilt zunächst für ein Jahr. Dies ist die neueste einer Reihe von Entscheidungen, mit denen der illegale Elfenbeinhandel bekämpft werden soll. 

Erst vor drei Wochen hatten China und die USA überraschend angekündigt, „nahezu vollständige Im- und Exportverbote für Elfenbein“ einführen zu wollen – darunter auch die Einfuhr von Elfenbein-Jagdtrophäen. Die Präsidenten Xi Jinping und Barack Obama versprachen, „wichtige und schnelle Schritte zu unternehmen, um den nationalen kommerziellen Handel mit Elfenbein zu beenden“. 

„Dies ist ein weiterer, konkreter Schritt in die richtige Richtung“, so Robert Kless vom IFAW (International Fund for Animal Welfare). „Allerdings sollten solche Verbote nicht auf ein Jahr befristet sein. Nur uneingeschränkte, dauerhafte Handelsverbote in Verbindung mit konsequenter Umsetzung und harten Strafen können den Elfenbeinhandel gesellschaftlich stigmatisieren und die Nachfrage dauerhaft verringern.“

Im Februar dieses Jahres hatte China für ein Jahr die Einfuhr von afrikanischen Elfenbein-Schnitzereien verboten, die nach 1975 erworben worden waren – das Jahr, in dem das Washingtoner Artenschutzübereinkommen CITES gegründet wurde.

Eine Umfrage des asiatischen Marktforschungsinstituts Rapid Asia zeigte kürzlich, dass chinesische Konsumenten am ehesten auf den Kauf von Elfenbein verzichten würden, wenn der Handel illegal wäre (60 Prozent) und führende Politiker sich dagegen aussprächen (39 Prozent).

Schätzungen zufolge werden jedes Jahr 35.000 Elefanten wegen ihres Elfenbeins getötet – einer alle 15 Minuten.

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