Britische Regierung verbietet Handel mit Elfenbein

Dienstag, 3 April, 2018
Hamburg

Schnitzereien wie diese dürfen in UK bald nicht mehr gehandelt werden

Die britische Regierung hat heute angekündigt, den Handel mit Elfenbein in Zukunft zu verbieten, das gilt auch für antikes Elfenbein. Da das neue Gesetz nur sehr wenige Ausnahmen zulässt, soll es das bisher strengste Handelsverbot für Elfenbein in Europa werden und eines der striktesten weltweit.

„Die heutige Ankündigung zeigt, dass die britische Regierung die Wilderei-Krise ernst nimmt“, so Robert Kless, Leiter des IFAW (International Fund for Animal Welfare) in Deutschland. „Dieses Handelsverbot ist ein wichtiger und positiver Schritt für die Elefanten. Nun ist es wichtig, das Gesetz zügig umzusetzen, um den Handel mit Elfenbein wirksam einzudämmen.“

Jedes Jahr werden mehr als 20.000 Elefanten wegen ihres Elfenbeins getötet. Viele Populationen sind vom Aussterben bedroht.

Der IFAW hat sich für ein Verbot des Elfenbeinhandels im Vereinigten Königreich sowie für ein europaweites Handelsverbot eingesetzt. Ein IFAW-Bericht über den illegalen Elfenbeinhandel in Europa stellte fest, dass die Europäische Union immer noch ein Ziel für illegales Elfenbein ist, eine wichtige Transitroute und ein Schlüsselexporteur von antikem Elfenbein nach südostasiatischen Märkten.

Eine vom IFAW im vergangenen Jahr veröffentlichte Umfrage hatte ergeben, dass die große Mehrheit der britischen Öffentlichkeit für ein Handelsverbot ist und nicht selbst Elfenbein kaufen möchte. Eine überwältigende Mehrheit von 95 Prozent der Befragten erklärte, dass sie kein Interesse hätte, antikes Elfenbein zu kaufen.

„Es ist nun wichtig, dass die Bundesregierung und die EU dem britischen Beispiel folgen und ebenfalls die Märkte für Elfenbein konsequent schließen,“ so Kless weiter. „Es ist bekannt, dass der legale Markt immer die Möglichkeit bietet, illegales Elfenbein einzuschleusen. Deshalb müssen unsere legalen Märkte geschlossen werden, wenn auch wir es ernst meinen mit der Rettung der Elefanten.“

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