Anti-Wilderer-Einheit konnte in Malawi trotz schwerer Überschwemmungen deutlich mehr Wilderer festnehmen

Der Autor und zwei Beamte neben dem Elfenbein, das Weihnachten und Neujahr letzten Jahres beschlagnahmt wurde. Die Wilderer hatten darauf spekuliert, dass während der Feiertage weniger stark kontrolliert wird.

Die Regenzeit in Malawi hat viele Straßen und Brücken im Kasungu-Nationalpark schwer beschädigt. Wichtige Gebiete im Park, die besonders von Wilderei und Schmuggel betroffen sind, erweisen sich somit derzeit als schwer zugänglich.

"Pannen und im Matsch feststeckende Fahrzeuge sind momentan an der Tagesordnung, was bei Patrouillen und Einsätzen oft für starke Verzögerungen sorgt", berichtet Matt Destremau, IFAW Polizeiberater. "Während der Regenzeit erfordern einfachste alltägliche Aufgaben einen großen Vorbereitungsaufwand und Flexibilität. Pannen und im Matsch feststeckende Fahrzeuge kommen derzeit täglich vor und sorgen für starke Verzögerungen bei Patrouillen und Einsätzen."

Trotz eingeschränkter Mobilität setzt die vom IFAW ausgebildete und finanzierte Kasungu-Anti-Wilderer-Einheit ihre Arbeit unbeirrt fort. Allein im Februar 2017 führten die vom IFAW finanzierten Einsätze zu 12 Festnahmen.

Zwischen Dezember 2015 und Februar 2017 erzielte die IFAW Kasungu-Anti-Wilderer-Einheit insgesamt 148 Festnahmen. Und im Kasungu-Nationalpark wurde in den letzten 15 Monaten nur ein Elefant gemeldet, der Wilderern zum Opfer gefallen war. Die Täter wurden zudem schnell aufgespürt und vor Gericht gestellt. Dies ist ein großer Fortschritt im Vergleich zu vier bis fünf gewilderten Elefanten pro Monat vor Etablierung der Anti-Wilderer-Einheit.

Zudem konnte zwischen März 2016 und Februar 2017 eine weitere ebenfalls vom IFAW ausgebildete und finanzierte Anti-Wilderer-Einheit 152 Personen festnehmen. Weitere 27 Wilderer wurden von ihr bei grenzübergreifenden Einsätzen gestellt und verurteilt, während sieben derzeit vor Gericht stehen.

Außerdem ist es uns gelungen, tiefer in das Wilderernetzwerk vorzudringen. Wir nahmen die Betreiber sogenannter Chops Shops fest, in denen Elfenbein für den Export verarbeitet wird.

Die schwersten Überschwemmungen seit langem verwandelten sonst gut befahrbare Straßen in Bäche aus Morast.

Das Einsatzteam entwickelt sich schnell zu einer unverzichtbaren Instanz im Kampf gegen den illegalen Wildtierhandel an der Grenze zwischen Malawi und Sambia und setzt landesweit Standards in der Wildereibekämpfung.

Die IFAW Anti-Wilderer-Einheit und Ranger aus Malawi arbeiten Hand in Hand, um das Fahrzeug auf den Weg in die stark von Wilderei bedrohten Parkgebiete zu bringen.

Mike Labuschagne

Erfahren Sie mehr über die Arbeit des IFAW im Kampf gegen die Wilderei.

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Experten

Azzedine Downes, Präsident und CEO
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Beth Allgood, IFAW Länderdirektorin USA
Länderdirektorin USA
Céline Sissler-Bienvenu,Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
Cynthia Milburn, Senior-Beraterin Strategieentwicklung
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Dr. Joseph Okori, Regionaldirektor Südliches Afrika und Programmdirektor Natursc
Regionaldirektor Südliches Afrika und Programmdirektor Naturschutz
Faye Cuevas, Esq., Vizepräsidentin
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Grace Ge Gabriel, Regionaldirektorin Asien
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Kelvin Alie, IFAW Vizepräsident Natur- und Tierschutz
Vizepräsident
Patrick Ramage, Programmdirektor Meeresschutz
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Rikkert Reijnen, Programmdirektor Wildtierkriminalität
Programmdirektor Wildtierkriminalität