10 Jahre Elfenbeinhandelsverbot bei eBay

Afrikanische Elefanten - Opfer der Gier nach Elfenbein
Mittwoch, 23 Januar, 2019
Hamburg

 

Vor zehn Jahren begann die Wilderei auf Elefanten erneut zu eskalieren und das Internet wurde zunehmend als Vertriebsweg für illegales Elfenbein genutzt. Nach intensiven Gesprächen mit dem IFAW (International Fund for Animal Welfare) führte eBay 2009 als eine der ersten Online-Plattformen ein weltweites Handelsverbot für Elfenbein ein, um damit zum Schutz der Elefanten beizutragen.

Dank des eBay-Verbots und seinen Richtlinien zu Tier- und Wildtierprodukten, der Unterstützung durch den IFAW und andere NGOs, konnten allein in den Jahren 2017 und 2018 über 100.000 verbotene Angebote zu Wildtieren gelöscht oder gesperrt werden.

„Wir gratulieren eBay dazu, über 100.000 Inserate mit verbotenen Wildtierprodukten aufgedeckt zu haben“, so Tania McCrea-Steele, Leiterin der IFAW-Kampagne gegen Wildtierkriminalität. „Wie die Zusammenarbeit mit eBay zeigt, können wir in Kooperation mit Handelsplattformen sehr effizient gegen illegale Wildtierhändler vorgehen. Wir erreichen die – teils auch unwissenden – Händler dort, wo die Geschäfte stattfinden und können ihnen klarmachen, dass Strafen drohen, wenn sie illegale Geschäfte mit geschützten Tieren betreiben.“

Nach wie vor nimmt eBay, einer der größten Online-Marktplätze der Welt, beim Kampf gegen den illegalen Handel mit Wildtieren eine führende Rolle ein. Seit seinem Handelsverbot für Elfenbein arbeitet das Unternehmen mit Regierungen zusammen und ruft sie dazu auf, ebenfalls Elfenbeinhandelsverbote zu erlassen.

Das zehnjährige Jubiläum des eBay-Elfenbeinverbots fällt in eine Zeit, in der die Forderung nach einem weltweiten Verbot des Elfenbeinhandels immer mehr Unterstützung bekommt. So wurde vor wenigen Wochen in Großbritannien ein Handelsverbot für Elfenbein erlassen, und die niederländische Regierung kündigte an, den Handel mit Rohelfenbein zu verbieten. Noch dringender als je zuvor müssen nun die Bundesregierung, die Europäische Union und weitere Staaten auf der ganzen Welt zum Schutz der Elefanten ihrem Beispiel folgen.

„Bereits seit Langem setzt sich eBay für den Schutz der weltweit am stärksten gefährdeten und bedrohten Arten ein“, so Wolfgang Weber, der bei eBay den Bereich Global Regulation leitet. „Unser vor 10 Jahren erlassenes Elfenbeinhandelsverbot war ein bedeutender Meilenstein in der Unternehmensgeschichte. Wir sind stolz auf die Schritte, die wir seitdem gemeinsam mit dem IFAW und weiteren Organisationen unternommen haben, um illegalen Wildtierhandel auf unserem Marktplatz zu verbieten.“

Im März 2018 traten eBay sowie über 20 andere Online-, E-Commerce- und Social-Media-Unternehmen der von WWF, TRAFFIC und IFAW ins Leben gerufenen Coalition to End Wildlife Trafficking Online bei. Deren Mitglieder sichern zu, den illegalen Handel mit Wildtieren auf ihren Plattformen gemeinsam bis 2020 um 80 Prozent zu verringern.

Die Anzahl der Inserate mit Wildtierprodukten, die auf eBay in ausgewählten Ländern erfasst wurden, ist (abgesehen von wenigen Ausnahmen) seit dem Bericht des IFAW zur Wildtier-Cyberkriminalität von 2014 und den nachfolgenden Recherchen im Jahr 2018 stark zurückgegangen – obwohl die Gesamtanzahl der Inserate auf eBay im selben Zeitraum erheblich angestiegen ist. Bei den Recherchen zum Bericht Disrupt: Wildlife Cybercrime des IFAW von 2018 wurden auf eBay in Frankreich nur sehr wenige Artikel aus Elfenbein und mutmaßlichem Elfenbein gefunden. In Großbritannien gingen seit dem vier Jahre zuvor veröffentlichten IFAW-Bericht Wanted – Dead or Alive die Elfenbeinverkäufe auf der Website von eBay offenbar erheblich zurück.

Dagegen deuteten die in Deutschland durchgeführten Recherchen des IFAW zu seinem Bericht Disrupt: Wildlife Cybercrime auf eine scheinbare  Zunahme der Verkaufsanzeigen für Elfenbein und mutmaßliches Elfenbein seit 2014 hin. Offenbar verwendeten Händler verstärkt Umschreibungen für das Wort Elfenbein, um unerkannt zu bleiben. Wir haben eBay über die Ergebnisse unserer Recherchen informiert, und das Unternehmen intensiviert nun in Deutschland seine Bemühungen. So hat eBay die Nutzung eines verstärkt genutzten Codewortes gestoppt, damit die Nutzer der deutschen eBay-Website das Elfenbeinverbot nicht umgehen können.

Regierungen, Online-Marktplätze und Social-Media-Plattformen können wichtige Schritte zur Bekämpfung der Wildtier-Cyberkriminalität unternehmen, aber auch die Verbraucher spielen eine entscheidende Rolle. eBay-Kunden sollten die Bemühungen des Unternehmens zum Schutz von Elefanten und anderen bedrohten Wildtieren unterstützen, indem sie keine illegalen oder verdächtigen Wildtierprodukte kaufen und entsprechende Anzeigen und Posts bei eBay melden.

Anmerkungen für die Redaktionen

  • In Zusammenarbeit mit NGOs wie IFAW, WWF und TRAFFIC entwickelt eBay seine Richtlinien weiter, passt sie an und verstärkt seine Bemühungen, den Onlinehandel mit Wildtieren zu verhindern. Als Gründungsmitglied der von WWF, TRAFFIC und IFAW ins Leben gerufenen Coalition to End Wildlife Trafficking Online arbeitet eBay gemeinsam mit den anderen Mitgliedern der Koalition darauf hin, den illegalen Handel mit Wildtieren auf den Plattformen gemeinsam bis 2020 um 80 Prozent zu verringern.
  • Am Welt-Elefanten-Tag 2016 einigten sich sieben Unternehmen, darunter auch eBay, auf ein umfassendes standardisiertes Regelwerk zum Wildtierhandel, das TRAFFIC, WWF und IFAW erstellt hatten. Mit ihm werden die Einkaufs-Richtlinien für Verbraucher vereinfacht, verbotene Produkte benannt und die Schlupflöcher geschlossen, die es Kriminellen leichtmachen, Online-Handel mit Wildtieren zu betreiben.
  • eBay gehörte zu den ersten Unternehmen, die der Wildlife Trafficking Alliance (WTA) beitraten. Die WTA ist ein freiwilliger Zusammenschluss von gemeinnützigen Organisationen, Stiftungen und Medien, die sich in enger Zusammenarbeit mit der US-amerikanischen Regierung gegen Kauf und Verkauf illegaler Wildtierprodukte in den USA einsetzen.
  • Die Untersuchungen zum Bericht Wanted – Dead or Alive des IFAW von 2014 ergaben, dass das Elfenbeinverbot von eBay auf den Websites des Unternehmens in Kanada, Deutschland, Frankreich, Belgien und den Niederlanden gut funktionierte.

 

 

 

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