VIDEO: IFAW organisiert spektakuläre Umsiedlung für Waldelefanten in Elfenbeinküste

Dieses Video zeigt, welche gewaltigen Herausforderungen das IFAW Team bei der Umsiedlung der Elefanten in Elfenbeinküste erwartet.
 

Nach einer Vorbereitungsphase von achtzehn Monaten steht die Umsiedlung der Elefanten endlich vor der Tür. In wenigen Tagen mache ich mich gemeinsam mit meinen Kollegen aus Deutschland, Frankreich, Südafrika und den USA auf zu den Waldelefanten in Elfenbeinküste. Genauer gesagt nach Daloa. Ich war zuletzt im Juli 2012 dort.

Meine Mission wird diesmal allerdings nicht sein, die Elefanten zu orten, zu zählen und Augenzeugenberichte von Bauern zu sammeln, deren Felder verwüstet wurden. Auch besteht mein Aufgabe nicht darin, Berichte von Kindern zu hören, die von Dickhäutern auf dem Schulweg erschreckt wurden, oder mit Dorfvorstehern zu sprechen, die nur ein Ziel haben: dass es wieder so ruhig und friedvoll werden möge wie in der Zeit, bevor die Elefanten auftauchten.

Diesmal ist unser Ziel, die Elefanten aus Daloa fortzubringen an einen sicheren Ort. Es handelt sich dabei um eine Gruppe von zehn Elefanten und ihre Geschichte ist leider keine seltene. Zwei Jahre lang gerieten die Elefanten zunehmend mit der Bevölkerung in Konflikt, da ihr natürlicher Lebensraum durch das Eindringen der Menschen zunehmend kleiner wurde. Es blieb ihnen nichts anderes übrig, als sich einen neuen Ort zum Leben zu suchen und so zogen sie in die Umgebung von Daloa, der drittgrößten Stadt des Landes, wo sie auf den Feldern der Bauern großen Schaden anrichteten. Zwischen Anwohnern und Elefanten kam es wiederholte Male zu Zusammenstößen.

In der Regel enden solche Mensch-Elefanten-Konflikte damit, dass die Tiere getötet werden. Doch zum allerersten Mal entschied sich die Regierung für eine ethische und pragmatische Lösung des Problems und bat den IFAW, die Elefanten in ein geschütztes Gebiet zu bringen.

Bis jetzt haben die Dorfbewohner sehr viel Geduld an den Tag gelegt. Der Elefant ist für Elfenbeinküste ein Symbol nationaler Identität und Zusammengehörigkeit. Deshalb hat auch A'Salfo, Frontmann der aus Elfenbeinküste stammenden Band Magic System, beschlossen, den IFAW zu unterstützen.

Die Vorbereitung der groß angelegten Umsiedlung war sehr langwierig. Wir mussten viele Hürden überwinden. Und auch jetzt, kurz bevor es losgeht, gibt es noch immer unendlich viel zu tun, aber der Countdown läuft!

Céline Sissler-Bienvenu

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Experten

Azzedine Downes, Präsident und CEO
Präsident und CEO
Céline Sissler-Bienvenu,Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
Direktorin Frankreich und frankophones Afrika
Dr. Elsayed Ahmed Mohamed, Regionaldirektor Mittlerer Osten
Regionaldirektor Mittlerer Osten
Dr. Joseph Okori, Regionaldirektor Südliches Afrika und Programmdirektor Natursc
Regionaldirektor Südliches Afrika und Programmdirektor Naturschutz
Dr. Maria (Masha) N. Vorontsova, Regionaldirektorin Russland und GUS
Regionaldirektorin Russland und GUS
Faye Cuevas, Esq., Vizepräsidentin
Vizepräsidentin
Grace Ge Gabriel, Regionaldirektorin Asien
Regionaldirektorin Asien
Kelvin Alie, IFAW Vizepräsident Natur- und Tierschutz
Vizepräsident
Rikkert Reijnen, Programmdirektor Wildtierkriminalität
Programmdirektor Wildtierkriminalität
Robert Kless, Leiter IFAW Deutschland
Leiter IFAW Deutschland
Staci McLennan, Regionaldirektorin Europäische Union
Staci McLennan, Regionaldirektorin Europäische Union
Tania McCrea-Steele, Leiterin der Kampagne gegen illegalen Online-Wildtierhandel
Leiterin der Kampagne gegen illegalen Online-Wildtierhandel, IFAW Großbritannien
Vivek Menon, IFAW Senior-Berater Strategische Partnerschaften
Senior-Berater für Strategische Partnerschaften und Philanthropie