USA: Neue Bestimmungen zur Regulierung des Elfenbeinhandels sind ein wichtiger Schritt für Elefanten

Die neuen Bestimmungen zur Regulierung des Elfenbeinhandels schließen Gesetzeslücken, die den illegalen Handel mit Elfenbeinprodukten bislang begünstigt haben.Was kann die US-Innenpolitik für afrikanische Elefanten am anderen Ende der Welt tun?

Wie es aussieht, kann sie viel tun.

Die Nachfrage nach Elfenbeinprodukten in den USA heizt die Wilderei von Elefanten wegen ihres Elfenbeins an. Strengere Bestimmungen für den Verkauf dieser Produkte in den USA haben also weltweite Auswirkungen.

Das beste Beispiel dafür: der Antrag auf neue Bestimmungen für die Regulierung des Elfenbeinhandels, den Präsident Obama bereits in Kenia angekündigt hatte und der heute morgen von der US-Naturschutzbehörde Fishery and Wildlife Service ganz offiziell gestellt wurde.

Die neuen Bestimmungen sind strenger als die, die in den letzten Jahren galten. Sie schränken den Export von bearbeitetem Elfenbein ein und verbieten den Verkauf von Elfenbein über die Grenzen von Bundesstaaten hinweg, mit einigen wenigen Ausnahmen.

Die neuen Bestimmungen der Naturschutzbehörde schränken außerdem die Quote für die Einfuhr von Elefantentrophäen aus der Sportjagd erheblich ein, auch wenn eigentlich jedes für den Sport getötete Tier eins zu viel ist.

Auch wenn der IFAW ein absolutes Handelsverbot für Elfenbein in den USA fordert, glauben wir, dass die Bestimmungen ein richtiger Schritt sind, um Gesetzeslücken zu schließen, die den illegalen Handel mit Elfenbeinprodukten bislang begünstigt haben.

Die wichtigste Neuerung dabei ist, dass von nun an der Verkäufer verpflichtet ist, die Legalität seines Produktes nachzuweisen.

Die Behörden können Gesetze so effektiver durchsetzen und sicherstellen, dass kein Elfenbein von kürzlich gewilderten Elefanten verkauft wird. In den Bestimmungen gibt es ein paar Ausnahmen für den legalen Verkauf von Antiquitäten (Gegenstände, die älter als 100 Jahre sind) und für andere Objekte, an denen nur ein kleiner Teil aus Elfenbein ist und die eine Reihe weiterer Kriterien erfüllen.

Es besteht nun 60 Tage lang die Möglichkeit, öffentliche Stellungnahmen zu dem Antrag abzugeben. Grundsätzlich wird sich der IFAW für noch strengere Beschränkungen aussprechen. Nichtsdestotrotz sind wir erfreut, dass die Regierung die Position vertritt, dass der Elfenbeinhandel strenger reguliert werden muss. Wir danken der Naturschutzbehörde dafür, dass sie gegen den grausamen Handel härter durchgreifen will. Die Mehrheit der Amerikaner lehnt Elfenbeinhandel ohnehin ab.

Es gibt in den USA mächtige Interessengruppen, die jegliche Regulierung des Elfenbeinhandels bekämpfen und die alles dafür tun werden, um die Durchsetzung des Antrags auf Regulierung zu verhindern. Die Naturschutzbehörde braucht also dringend unsere und Ihre Stellungnahmen, die die strengst mögliche Regulierung des Elfenbeinhandels in den USA fordern, damit Elefanten vor Wilderei geschützt werden.

Die Stellung des Antrags erfolgt nicht lange nach der großen Elfenbeinzerstörung auf dem New Yorker Times Square, die die Naturschutzbehörde mit Unterstützung einer Koalition aus Tierschutzorganisationen kürzlich durchgeführt hat. Seither stellen Bundesstaaten im ganzen Land Gesetzesanträge, um den Verkauf von Elfenbein innerhalb ihrer Staatengrenzen zu verbieten.

Dass sich so viel tut, gibt Anlass zur Zuversicht.

Trotzdem sind die Elefanten immer noch in einer Krise. Alle 15 Minuten wird ein Elefant für sein Elfenbein getötet. Wenn wir das sinnlose Töten nicht beenden, verschwinden sie irgendwann ganz von der Erde.

Was ist mehr wert? Eine geschnitzte Statue für Ihren Kaminsims oder das Leben dieser prächtigen Geschöpfe?

Glücklicherweise haben sich die USA für Letzteres entschieden.

Beth Allgood

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Robert Kless, Leiter IFAW Deutschland
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Staci McLennan, Regionaldirektorin Europäische Union
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Leiterin der Kampagne gegen illegalen Online-Wildtierhandel, IFAW Großbritannien
Vivek Menon, IFAW Senior-Berater Strategische Partnerschaften
Senior-Berater für Strategische Partnerschaften und Philanthropie