Islands größte Petition ist gegen Walfang

Donnerstag, 1 September, 2016
Hamburg

Mit inzwischen über 100.000 Unterschriften von Isländern und Touristen ist es die größte jemals in Island gestartete Petition. Unterstützer wenden sich damit gegen den Verzehr von Walfleisch und rufen die isländische Regierung dazu auf, den grausamen Walfang zu beenden,

Die Petition hatte der IFAW (International Fund for Animal Welfare) gestartet. Er arbeitet daran, den kommerziellen Walfang in Island, Norwegen und Japan zu beenden.

Bisher hatte die größte Petition in Island 86.761 Unterschriften gewonnen, damals ging es um die Finanzierung der öffentlichen Gesundheitsvorsorge.

„Die jetzt erreichten 100.000 Unterstützer sind ein sehr starkes Signal an die Regierung von Island, sowohl von Besuchern als auch von Isländern selber, dass sie Wale lebend sehen wollen, nicht auf einem Teller“, sagt Andreas Dinkelmeyer, IFAW Wal-Campaigner. „Die Regierung muss diese Petition beachten und endlich den veralteten, unnötigen und grausame Walfang beenden. Stattdessen lohnt es sich, das Whalewatching zu unterstützen.“

Vor fünf Jahren hatte der IFAW die Kampagne „Meet us don’t eat us“ in Island gestartet. Mit ihr werden Touristen darüber informiert, dass sie mit dazu beitragen, den Walfang am Leben zu erhalten, sollten sie während ihres Besuchs Walfleisch essen.

Whalewatching ist inzwischen die größte Touristenattraktion in Island. Dieses Jahr wird erwartet, dass über 350.000 Menschen auf eine Whalewatching-Tour gehen. Das entspricht in etwa der gesamten Bevölkerung dieser nordatlantischen Insel.

Isländische Walfänger harpunierten 2016 bisher 46 Zwergwale. Der IFAW lehnt den kommerziellen Walfang ab, er hält ihn für grausam und unnötig.

Interessierte können die Petition unter www.ifaw.is unterstützen.

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