IFAW Tierarztpraxis Berlin: Hundedame Pepsi erfolgreich operiert

Frau Larya mit Hündin Pepsi

Kurz vor Weihnachten kam noch ein besonders heikler Fall in die IFAW Tierarztpraxis, die in den Räumen der Berliner Tiertafel e.V. untergebracht ist. Der Verein kümmert sich um Haustiere von Menschen, die nur geringe finanzielle Mittel zur Verfügung haben und versorgt sie mit Futter für ihre Vierbeiner. Der IFAW leistet veterinärmedizinische Hilfe.

Frau Larya kam regelmäßig mit ihrer kranken Hundedame Pepsi in die Sprechstunde der IFAW Tierärztin Janine Bräuer. Die Rentnerin machte sich große Sorgen, denn Pepsis Zustand war kritisch. Ein Tumor auf dem Rücken machte der fast dreizehnjährigen Hündin schwer zu schaffen. Monatelang beobachtete die Veterinärin die Geschwulst, deren Größe sich innerhalb von vier Wochen fast verdoppelt hatte. Der Juckreiz, der durch die extrem gespannte Haut auftrat, war für Pepsi kaum zu ertragen. Wäre es zu einem Riss des Tumors kommen, wäre dies lebensbedrohlich für die Hündin gewesen. Zudem litt sie unter Durchblutungsstörungen im Bewegungsapparat, weswegen sie zeitweise schon Schmerzmittel einnehmen musste.

Das Leiden ihres Tieres war schwer auszuhalten für Frau Larya. Sie musste entscheiden, ob der Tumor entfernt werden soll, wobei die Gefahr bestand, dass ihre betagte Wegbegleiterin die Narkose nicht überlebt. Doch in ihrem Zustand fristete Pepsi ein trauriges Hundeleben. Und so entschloss sich die Rentnerin nach eingehender Beratung mit der Tierärztin letztlich doch für die riskante Operation, die Janine Bräuer selbst durchführte.

In einem komplizierten Eingriff entfernte die IFAW Ärztin den 550 Gramm schweren Tumor. Janine entschied sich für eine sehr aufwändige Methode, um die Wunde möglichst klein zu halten und somit die Heilung zu erleichtern. Zum Glück ging alles gut. Die Erleichterung war riesengroß, als Pepsi wieder zu sich kam und alles bestens überstanden hatte. Nur eine 15 cm lange Narbe erinnert noch an die gefährliche Operation. Janine Bräuer freut sich mit dem überglücklichen Frauchen, das nun alles tun wird, damit Pepsi sich erholt und weiterhin mit ihr zur Nachsorge in die IFAW Praxis kommen wird.

Pepsis Geschichte zeigt einmal mehr, wie wichtig das Tierarztprojekt des IFAW ist. Frau Larya hätte sich diese lebensrettende OP aufgrund ihrer knappen Rente niemals leisten können. So brauchte sie nur einen kleinen Eigenanteil zahlen, den Rest übernahm der IFAW. Jetzt kann Frau Larya auch dieses Jahr Weihnachten mit ihrer geliebten Pepsi verbringen. Und vielleicht ist sogar noch ein bisschen Geld für ein paar extra Leckerlis übrig!

Dörte von der Reith

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Experten

Cynthia Milburn, Senior-Beraterin Strategieentwicklung
Senior-Beraterin Strategieentwicklung
Janice Hannah, Leiterin des IFAW Northern-Dogs-Projekts
Leiterin des Northern-Dogs-Projekts
Kate Nattrass Atema, Programmdirektorin Haustiere
Programmdirektorin Haustiere
Veterinarian, DVM, PhD - IFAW Beijing
Tierärztin, DVM, PhD
Shannon Walajtys, Leiterin IFAW Katastrophenhilfe
Leiterin des Bereichs Katastrophenhilfe