EU-Umweltausschuss bricht Lanze für den Schutz der Meere

Unter Beteiligung von Kollegen aus verschiedenen Mitgliedstaaten verfasste der IFAW Textpassagen, in denen explizit auf die sich zunehmend verschlechternde Situation der Meere hingewiesen wurde.Der Internationale Tierschutz-Fonds wirkte kürzlich an einem vom Europaparlamentarier Gaston Franco verfassten Bericht zum allgemeinen EU-Umweltaktionsprogramm bis 2020 mit dem Titel "Gut leben innerhalb der Belastbarkeitsgrenzen unseres Planeten" mit.

Unter Beteiligung von Kollegen aus verschiedenen Mitgliedstaaten verfasste der IFAW Textpassagen, in denen explizit auf die sich zunehmend verschlechternde Situation der Meere hingewiesen wurde. Darin beschrieb der IFAW die durch Menschen verursachten, ernsthaften Gefahren für Meeressäuger, wie etwa die Unterwasser-Lärmverschmutzung, und in Kombination damit die Auswirkungen des Klimawandels, z.B. die Versauerung der Meere. Der IFAW betonte außerdem die dringende Notwendigkeit, den Umweltschutzaspekt auch in die Richtlinien für andere Bereiche, wie etwa internationalen Handel, Entwicklung, Außenpolitik und Sicherheit aufzunehmen. Schließlich sollen die EU und ihre Mitgliedstaaten ihren durch multilaterale Umweltabkommen auferlegten Verpflichtungen sowohl kraft nationaler Gesetze als auch weltweit durch Beiträge auf internationaler Ebene nachkommen.

Mit anderen Worten: Die EU sollte sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene wahrmachen, was sie immerzu predigt, wenn es um internationale Abkommen wie das CITES (Übereinkommen über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten) oder das ICRW (Internationales Übereinkommen zur Regelung des Walfangs) geht. Rückzieher in letzter Minute, nur weil die EU es versäumt hat, sich bei wichtigen Themen auf eine gemeinsame Position zu einigen, wären dann nicht mehr möglich. Stattdessen müsste sich die EU an den (konsistenten) Richtlinien der Europäischen Kommission orientieren.

Mittwoch Nachmittag war ich bei der Abstimmung im Umweltausschuss dabei, deren Ausgang sehr erfreulich war! Drei Fraktionen beantragten die Abstimmung über die vom IFAW unterbreiteten Textvorschläge zu den Meeresthemen. Der Umweltausschuss verabschiedete entscheidende Textänderungen im Hinblick auf die Bedrohung der Meere. Ein klares Zugeständnis, dass die Zerstörung der Meeresumwelt, u.a. durch Meeresverschmutzung und Unterwasserlärm, eine erhebliche Bedrohung für EU-Gewässer darstellt. Nun ist es an der Zeit, gegen diese Bedrohung vorzugehen und die Lücken in der Gesetzgebung zu schließen.

Fortsetzung folgt.

--Barbara Slee

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Experten

Azzedine Downes, Präsident und CEO
Präsident und CEO
Beth Allgood, IFAW Länderdirektorin USA
Länderdirektorin USA
Cynthia Milburn, Senior-Beraterin Strategieentwicklung
Senior-Beraterin Strategieentwicklung
Dr. Maria (Masha) N. Vorontsova, Regionaldirektorin Russland und GUS
Regionaldirektorin Russland und GUS
Faye Cuevas, Esq., Vizepräsidentin
Vizepräsidentin
Grace Ge Gabriel, Regionaldirektorin Asien
Regionaldirektorin Asien
Jason Bell, IFAW Vizepräsident Natur- und Tierschutz
Vizepräsident Natur- und Tierschutz
Jeffrey Flocken, Regionaldirektor Nordamerika
Regionaldirektor Nordamerika
Patrick Ramage, Programmdirektor Meeresschutz
Programmdirektor Meeresschutz
Sonja Van Tichelen, Vizepräsident für internationale Koordination
Vizepräsident für internationale Koordination
Tania McCrea-Steele, Leiterin der Kampagne gegen illegalen Online-Wildtierhandel
Leiterin der Kampagne gegen illegalen Online-Wildtierhandel, IFAW Großbritannien