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WeiterlesenPangoline zählen zu den am häufigsten illegal gehandelten Tierarten der Welt. Dennoch ist ihre Art vielen Menschen noch völlig unbekannt. Daher ist es an der Zeit, mehr über diese einzigartigen Säugetiere zu lernen.

Pangoline - auch Schuppentiere genannt - sind insektenfressender Tiere, die sich hauptsächlich von Termiten und Ameisen ernähren. Sie sehen ein wenig wie Reptilien aus, da ihr Körper mit überlappenden Schuppen bedeckt ist, aber sie sind tatsächlich Säugetiere. Pangoline sind etwa so groß wie eine Hauskatze, haben kleine Köpfe, lange Schnauzen und dicke Schwänze. Diese prähistorischen Säugetiere, die es schon seit 80 Millionen Jahren gibt, sind heutzutage bedroht.
Wussten Sie das schon? Pangoline sind die einzigen Säugetiere, die mit Schuppen bedeckt sind. Ihre Schuppen bestehen aus Keratin - dem gleichen Material, aus dem Fingernägel und Haare bestehen. Die sandfarbenen Schuppen des Pangolins schützen es vor Raubtieren. Fühlen sich Pangoline bedroht, rollen sie sich zu einer festen Kugel zusammen, um den eigenen weichen Unterkörper zu schützen.
Pangoline sind Einzelgänger, leben daher in der Regel alleine und jagen meist nachts. Nur zur Paarungszeit suchen Pangoline andere Artgenossen auf. Nach einer Tragzeit von 70 bis 140 Tagen tragen die Pangolin-Mütter ihre Jungen auf ihrem Schwanz herum, bis diese entwöhnt sind. Es ist dabei nicht ungewöhnlich, dass die Väter bei der Familie bleiben, bis die Nachkommen eigenständig leben.
Es gibt insgesamt acht Pangolin-Arten, wovon jeweils vier in Afrika und in Asien beheimatet sind.
Jede Pangolin-Art hat eine etwas andere Größe, die von rund 114 Zentimetern bis 137 Zentimetern Länge reicht. Auch die Schwänze der verschiedenen Arten sind unterschiedlich lang, wobei die kletterfreudigen Pangolinarten deutlich längere Schwänze aufweisen. Der längste Schwanz gehört dem Langschwanzschuppentier. Sein Schwanz kann doppelt so lang wie sein Körper werden.
Die verschiedenen Pangolin-Arten unterscheiden sich in ihrem Gewicht. So wiegt das kleinste Pangolin, das Langschwanzschuppentier, rund 1,6 Kilogramm, während das größte, das Riesenschuppentier, bis zu 33 Kilogramm erreichen kann.
Pangoline sind in Afrika und Asien heimisch. Man findet sie in Wäldern und Savannen. Die baumkletternden Arten richten sich in hohlen Bäumen ein, während die bodenbewohnenden Arten tiefe Höhlen graben, um darin zu nisten.
Pangoline werden oft als schuppige Ameisenbären bezeichnet, und das aus gutem Grund - sie verwenden ihre langen, klebrigen Zungen, die über 40 cm lang sein kann, um Ameisen zu schlürfen. Auf ihrem Speiseplan stehen auch Termiten, Larven und andere kleine Insekten. Pangoline finden Nester in der Regel mithilfe ihres Geruchssinns, da sie nachts jagen und schlecht sehen können. Mit ihren langen, scharfen Krallen graben sie sich in die Nester ein und erreichen so ihre Beute. Wenn die Insekten sich wehren, verschließen Pangoline mit speziellen Muskeln ihre Nasenlöcher und Ohren.
Wissenswertes: Ein einziges Pangolin kann 70 Millionen Insekten pro Jahr verzehren.
Es gibt acht lebende Arten von Pangoline. Vier dieser Arten sind in Afrika beheimatet: Das Langschwanzschuppentier (Phataginus tetradactyla), Weißbauchschuppentier(Phataginus tricuspis), Riesenschuppentier (Smutsia gigantea) und Steppenschuppentier (Smutsia temminckii). Die anderen vier Schuppentierarten leben in Asien: Vorderindisches Schuppentier (Manis crassicaudata), Palawan-Schuppentier (Manis culionensis), Malaiische Schuppentier (Manis javanica) und das Chinesische Schuppentier (Manis pentadactyla).
Pangoline legen keine Eier. Männchen und Weibchen paaren sich einmal im Jahr, und die Weibchen bringen jeweils ein bis drei Jungtiere zur Welt. Pangolinjunge kommen mit weichen, weißen Schuppen zur Welt, die sich nach ein paar Tagen verhärten. Der Nachwuchs „reitet“ auf dem Rücken seiner Mutter, indem es sich an ihren Schuppen festhält.
Pangoline und Gürteltiere sind wie wir Säugetiere, aber sie werden nicht als nahe Verwandte betrachtet. Pangoline und Gürteltiere sehen zwar ähnlich aus, aber Pangoline sind eigentlich enger mit Hunden, Katzen und Bären verwandt als mit Gürteltieren.
Pangoline haben mehr Angst vor uns als wir vor ihnen. Die scheuen Kreaturen gehen nicht auf Menschen los. Wenn sie bedroht werden, rollen sie sich zur Selbstverteidigung zu einer engen Kugel zusammen und verlassen sich auf ihre scharfen Schuppen, um Raubtiere abzuschrecken.
Nein! Pangoline sind schreckliche Haustiere und es ist illegal, sie zu halten. Sie sind nicht für ein Leben außerhalb ihres natürlichen Lebensraumes geeignet. Viele Zoos, die versucht haben, Schuppentiere zu halten, haben festgestellt, dass die meisten von ihnen innerhalb des ersten Jahres nach ihrer Auswilderung aufgrund von Stress oder Ernährungsproblemen sterben. Darüber hinaus ist es wichtig, sich daran zu erinnern, dass die Haltung von Wildtieren generell für Menschen und z.B. auch domestizierte Tiere gefährlich ist, nicht zuletzt aufgrund der potenziellen Verbreitung von Zoonosen. Zudem ist der Handel mit exotischen Haustieren unethisch. Mehr darüber in unserem Blog.
Wilderei und der illegale Handel führen dazu, dass die Pangolin-Populationen weltweit sinken. Beim IFAW setzen wir uns intensiv für den Schutz der Pangoline ein und gemeinsam mit anderen NGOs ist es uns gelungen, Pangoline von Anhang II des CITES-Übereinkommens in Anhang I zu übertragen. Damit ist der kommerzielle Handel mit Pangolinen und ihren Körperteilen verboten.
Pangoline sind die am meisten illegal gehandelten Säugetiere der Welt. In einigen Gebieten auf der Welt herrscht noch immer der Glaube, dass Pangolinschuppen ein Heilmittel für eine Vielzahl von Krankheiten sind. Ihr Fleisch gilt in einigen asiatischen Ländern als Delikatesse und wird in einigen afrikanischen Ländern als Buschfleisch verzehrt. Alle acht Arten gelten inzwischen als bedroht, und drei Arten - das Chinesische Schuppentier, das Palawan Schuppentier und das Malaiische Schuppentier - sind auf der Roten Liste der IUCN sogar ganz konkret als „vom Aussterben bedroht“ eingestuft.
Trotz der inzwischen eingeführten internationalen Handelsverbote zum Schutz der Pangoline, bleibt der illegale Handel mit diesen einzigartigen Tieren und deren Körperteilen weiterhin ein Problem. Das liegt vor allem an der anhaltenden Nachfrage, die den illegalen Handel weiter antreibt.
Es ist wichtig zu beachten, dass die meisten Pangoline zwar für Lebensmittel oder Medizin gewildert werden, doch weder ihr Fleisch noch die Schuppen stellen lebensnotwendige Güter dar. Das Fleisch wird in der Regel als unnötiges Luxusgut in weit entfernte Länder verschickt, und die medizinische Wissenschaft erkennt keinerlei medizinische Vorteile in den Schuppen von Pangolinen.
Erfahren Sie, was der IFAW zum Schutz der Pangoline unternimmt >>

In einigen Gebieten auf der Welt herrscht noch immer der Glaube, dass Pangolinschuppen die Durchblutung verbessern, Entzündungen lindern, die Milchbildung anregen und Hautkrankheiten lindern, auch wenn es keine wissenschaftlichen Beweise für ihre gesundheitlichen Vorteile gibt.
Die Schuppen von Pangolinen bestehen aus dem gleichen Material wie menschliches Haar und Fingernägel, dem Protein Keratin. Je nach Art können die Schuppen sandfarben, hellbraun, olivfarben oder fast schwarz sein. Sie wachsen über die gesamte Oberseite und überlappen sich, um zu verhindern, dass die Haut beim Bewegen freigelegt wird. Der Bauch und die Unterseite eines Pangolins sind nicht mit Schuppen bedeckt, weshalb sie sich bei Gefahr zu einer Kugel zusammenrollen.
Pangoline sind bekanntermaßen schwer zu beobachten, da sie scheu und nachtaktiv sind, so dass genaue Schätzungen ihrer Populationsgröße schwer zu ermitteln sind. Natur- und Tierschützer und -schützerinnen sind jedoch überzeugt, dass die Populationszahlen aller acht Arten schrumpfen. Daten, wie die Anzahl an Pangoline die beschlagnahmt werden und die Funde beschlagnahmter Schuppen, verdeutlichen, wie sich die unnatürlich hohe Nachfrage auf die Bestände auswirkt.
Hier sind die neuesten Informationen der Weltnaturschutzunion (IUCN) zum Zustand der einzelnen Arten:
Aufgrund ihres nachtaktiven und zurückgezogenen Lebens sowie ihrer zunehmenden Seltenheit können keine offiziellen Schätzungen zur genauen Anzahl der noch lebenden Pangoline abgegeben werden. Es ist auch wichtig zu beachten, dass alle Pangolin-Arten zuletzt in den Jahren 2018 oder 2019 von der IUCN bewertet wurden, sodass uns keine Informationen aus den letzten fünf Jahren zur Verfügung stehen.
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