Schutz der bedrohten Tierwelt Indonesiens
Schutz der bedrohten Tierwelt Indonesiens
Indonesien ist bekannt für seine hohe Artenvielfalt, doch die Bedrohungen für Wildtiere vor Ort sind groß.
Das Problem
Indonesien ist eines der Länder mit der größten Artenvielfalt weltweit und beheimatet viele Tiere, die nirgendwo sonst auf der Welt zu finden sind. Dazu gehören Javahaubenadler, Tiefland-Anoas, Komodowarane, Java-Nashörner sowie Sumatra-Orang-Utans. Gleichzeitig zählt Indonesien aber auch zu den Regionen auf der Welt, die regelmäßig von Naturkatastrophen (wie Vulkanausbrüchen, Tsunamis, Erdbeben und Erdrutschen) betroffen sind, und ist zudem ein Hotspot des illegalen Wildtierhandels.
In Indonesien lebt weltweit die höchste Zahl endemischer Säugetierarten, zugleich weist das Land jedoch auch die höchste Anzahl bedrohter Säugetiere auf. Diese Säugetiere und andere Tierarten sind besonders anfällig für zusätzliche Bedrohungen wie die Ausbeutung durch den illegalen Wildtierhandel und die Zerstörung ihrer Lebensräume.
Die Lösung
Seit mehr als 10 Jahren arbeiten wir mit dem Jakarta Animal Aid Network (JAAN) zusammen, um die Wildtiere Indonesiens vor illegalem Wildtierhandel, Lebensraumverlust und Naturkatastrophen zu schützen. Wir arbeiten gemeinsam daran, Wildtierkriminalität zu bekämpfen und unterstützen Vollzugsbehörden bei der Zerschlagung von Online-Handelsnetzwerken und der Beschlagnahmung von illegal gehandelten Tieren. Wir koordinieren diese Bemühungen mit unserem Partner Wildlife Trust of India (WTI) und konzentrieren uns dabei auf die Aufdeckung von Cyberkriminalität im Zusammenhang mit Wildtieren auf Online-Marktplätzen.
Der IFAW unterstützt JAAN bei der Rettung und Versorgung von geretteten Tieren mit dem Ziel, die Tiere, wenn möglich, wieder auszuwildern. Bei der Rehabilitation geht es nicht nur darum, körperliche Wunden zu heilen oder psychische Traumata zu überwinden, sondern auch darum, dass diese Tiere die Fähigkeiten erlernen, die sie benötigen, um in der Wildnis zu überleben. Zum Beispiel müssen junge Malaienbären lernen, zu klettern, Nester in hohe Bäume zu bauen und Beeren, Nüsse und Termiten zu finden. Unsere Unterstützung hat auch dazu beigetragen, dass JAAN mit den für diese Rettungsaktionen und die laufende Pflege erforderlichen Hilfsmitteln und der notwendigen Infrastruktur ausgestattet ist.
Um die Strafverfolgung zu stärken, schulen wir Fachkräfte aus den Strafverfolgungsbehörden in der Identifizierung und im sicheren Umgang mit Wildtieren. Gemeinsam statten wir die Behörden mit Ausrüstung und Fachwissen aus, die benötigt werden, um beschlagnahmte Wildtiere adäquat versorgen zu können, bis diese in eine entsprechende Pflegeeinrichtung transportiert werden können. Dies ist uns dank der Finanzierung durch die Behörde für internationalen Drogenhandel und Strafverfolgung des US-Außenministeriums (INL) möglich.
Wir unterstützen die Ausbildung von Hunden, um Wilderer schnell aufspüren zu können und so unter anderem das vom Aussterben bedrohte Java-Nashorn im Ujung Kulon Nationalpark zu schützen.
Parallel dazu leisten der IFAW und JAAN dringende tierärztliche Versorgung und Hilfe für Tiere, die von Naturkatastrophen betroffen sind, z.B. von Erdbeben, Tsunamis oder Vulkanausbrüchen. JAAN hat Notfallteams auf der gesamten Inselgruppe eingesetzt und gemeinsam bauen wir ein nationales Netzwerk von geschulten Tierrettungsorganisationen auf, um die Katastrophenhilfe Indonesiens zu stärken.
Was wir schon erreicht haben
Durch unsere jahrzehntelange Partnerschaft mit JAAN haben wir dazu beigetragen, Hunderte von Wildtieren aus dem illegalen Wildtierhandel zu retten, darunter auch vom Aussterben bedrohte Arten, z.B. Java-Plumplori, Malaiische Schuppentiere, Borneo-Orang-Utans und Malaienbären. Jede Rettung schützt nicht nur das Leben einzelner Tiere und bietet ihnen eine zweite Chance auf ein Leben in Freiheit, sondern leistet auch einen Beitrag zur Zerschlagung von Netzwerken des illegalen Wildtierhandels.
Diese Arbeit verändert Leben, Ökosysteme und die Zukunft des Artenschutzes in Indonesien.
Mit großer Unterstützung können wir Großes leisten. Bitte spenden Sie, um Tieren zu helfen.