Indonesien Nothilfe: Hilfe für Brandbekämpfung und Orang-Utans auf Borneo
Indonesien Nothilfe: Hilfe für Brandbekämpfung und Orang-Utans auf Borneo
Die Brände auf Borneo haben große Auswirkungen auf den Lebensraum Borneo-Orang-Utans. 60 % des Lebensraums der Borneo-Orang-Utans soll von den Bränden betroffen sein. Noch mehr Druck für eine laut Roter Liste der IUCN vom Aussterben bedrohten Art.
Der IFAW unterstützt drei Partner in Indonesien: „Gunung Palung Orangutan Conservation Program“ (GPOCP), „Yayasan Inisiasi Alam Rehabilitasi Indonesia“ (YIARI) und „Conservation Action Network Indonesia“ (CAN). Die Organisationen helfen, Wälder zu schützen, Brände zu bekämpfen und betroffene Tiere wie Orang-Utans zu retten.

Lebensraum der Orang-Utans steht unter Druck
Neue Informationen von GPOCP zeigen, wie gefährlich die Lage in West-Kalimantan weiterhin ist.
In Pemangkat zerstörte ein Brand innerhalb von nur zehn Tagen mehr als 20 Hektar geschützten Lebensraum von Orang-Utans.
Weitere Brände bedrohten Wälder und Dörfer in der gesamten Region.
Die Wälder sind von besonderer Bedeutung für die Orang-Utans, da die Art bereits stark von Lebensraumverlust bedroht ist und die Tiere immer enger auf verbleibendem Lebensraum zusammenrücken. In Sungai Paduan, einem wichtigen Korridor für Orang-Utans innerhalb der Landschaft von Mendawak, haben die Aufzeichnungen von GPOCP gezeigt, dass sich die Zahl der Orang-Utans innerhalb von nur drei Jahren mehr als verdoppelt hat, während umliegende Lebensräume verloren gingen. Für einige Tiere sind die jetzt von Bränden bedrohten Wälder bereits zu einem Zufluchtsort geworden.
Die Bevölkerung vor Ort als Schützer der Wälder
Lokale Gemeinden spielen eine zentrale Rolle beim Schutz dieser Wälder, doch ihre Arbeit wird zunehmend gefährlicher.
Ein Mitglied eines Wald-Managementteams wurde bei Löscharbeiten gegen Torffeuer verletzt und musste im Krankenhaus behandelt werden. An anderer Stelle zwangen sich verschlechternde Wind- und Brandbedingungen Teams dazu, zwischenzeitlich Schutz zu suchen. Einige Familien, die in unmittelbarer Nähe der Brände leben, brachten kleine Kinder und ältere Angehörige vor den Flammen und dem gefährlichen Rauch in Sicherheit.
Torfbrände sind besonders schwer unter Kontrolle zu bringen. Sobald Feuer trockene Torfschichten unter der Oberfläche erreicht, kann es unterirdisch weiterbrennen und später erneut aufflammen. Deshalb sind eine kontinuierliche Überwachung und ausreichender Zugang zu Wasser entscheidend. Gemeinsam arbeiten die Teams vor Ort daran, Brände frühzeitig zu erkennen und einzudämmen, bevor sie sich weiter ausbreiten.

Hilfsmaßnahmen zum Schutz von Wäldern und Wildtieren stärken
IFAWs Unterstützung hilft dabei, dass die Einsatzkräfte von GPOCP Zugang zu Wasser, Schläuchen, Feuerwehrausrüstung, Schutzkleidung und weiteren wichtigen Bedarfsmittel, die zum Schutz der bedrohten Wälder benötigt werden, erhalten. YIARI und lokale Partner arbeiten daran, den mehr als 7.000 Hektar großen Wald Pematang Gadung zu schützen, in dem schätzungsweise 200 Borneo-Orang-Utans leben. Die Teams von CAN bekämpfen Brände und retten Wildtiere. Sie haben bereits 13 Orang-Utans betroffen von der Krise gerettet.
Die Arbeit schützt auch die Menschen, die für ihren Lebensunterhalt, ihre Wasserversorgung und weitere wichtige Ressourcen auf diese Wälder angewiesen sind. Indem der IFAW lokale Organisationen und Einsatzkräfte unterstützt, stärken wir diejenigen, die sich bereits für den Schutz dieser Landschaften einsetzen.

Wichtigen Lebensraum schützen, während die Brände andauern
Die Auswirkungen dieser Brandsaison sind weitreichend. Brände können Nahrungsquellen und Nistbäume zerstören und Lebensräume weiter fragmentieren.
Für einen Orang-Utan, der bereits einmal seinen Lebensraum verloren hat, kann der Schutz des Waldes, in dem er Zuflucht gefunden hat, eine weitere Krise verhindern. Für die Menschen vor Ort bedeutet das Eindämmen eines Brandes den Schutz ihrer Häuser, ihrer Lebensgrundlagen, ihrer Wasserquellen und der Wälder, die sie seit Jahren schützen.
Während die Brände weiter wüten, unterstützt der IFAW Partner weiter dabei, weiteren Verlust von Lebensraum zu verhindern und gleichzeitig betroffenen Tieren zu helfen. Der Erhalt dieser Wälder gibt Orang-Utans mehr Raum, um sicher in freier Wildbahn zu leben, und stärkt die Widerstandsfähigkeit der Gemeinschaften angesichts einer zunehmend herausfordernden Brandsaison.
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11. September 2026
Der IFAW schickt weitere Soforthilfen zur Unterstützung von Partnern
Brände bedrohen weiterhin Wälder und Gemeinden auf Borneo. Der IFAW schickt eine dritte Soforthilfe an Partner in Indonesien zur Unterstützung von Wildtierrettung, Rehabilitation und Brandbekämpfung.
Anhaltende Dürre und weitere El Niño Bedingungen haben das Brandrisiko verschärft. Bereits degradierte Wälder sind besonders anfällig. Wenn sich Brände ausbreiten, können Wildtiere gezwungen sein, auszuweichen und näher an von Menschen bewohnte Gebiete heranzurücken. Dadurch steigen die Risiken sowohl für Tiere als auch für die Menschen vor Ort.
Seit Juli hat das Conservation Action Network (CAN) in Indonesien 13 Orang-Utans aus Situationen gerettet, die mit der anhaltenden Krise in Zusammenhang stehen. Zehn Tiere konnten erfolgreich in sicherere Waldgebiete umgesiedelt werden. Drei weitere benötigten zusätzliche Betreuung und wurden zur medizinischen Behandlung in das Long Sam Wildlife Rehabilitation Centre gebracht.
Der IFAW schickt finanzielle Soforthilfe, damit CAN weiterhin die Überwachung und Bekämpfung von Bränden fortsetzen sowie verletzte oder vertriebene Wildtiere retten und versorgen kann.

Tiere und Menschen schützen
Die Maßnahmen von CAN gehen über einzelne Tierrettungen hinaus. Die Teams arbeiten daran, Brände zu löschen. Sie schützen dadurch nicht nur die Wälder, sondern auch die Lebensgrundlagen und wichtige Wasserquellen von den Menschen vor Ort.
Orang-Utans, die ihrem ursprünglichen Gebiet vertrieben werden, können auf der Suche nach Sicherheit und Nahrung auf landwirtschaftliche Flächen, Dörfer und den Menschen generell stoßen, was zu Mensch-Wildtier-Konflikten führen kann.
Die zehn bereits wieder freigelassenen Orang-Utans zeigen, wie effektiv schnelles Handeln sein kann. Die drei Tiere, die sich noch in medizinischer Behandlung befinden, verdeutlichen zugleich, warum ausreichende Kapazitäten für Rehabilitation ein unverzichtbarer Bestandteil der Katastrophenhilfe für Wildtiere sind.
Großflächige Brände in Indonesien
Der IFAW unterstützt aktuell drei lokal geführte Projekte zur Bekämpfung von Bränden in Indonesien.
Die beiden vorherigen Soforthilfen für die Yayasan Inisiasi Alam Rehabilitasi Indonesia (YIARI) und das Gunung Palung Orangutan Conservation Program (GPOCP) helfen dabei, wichtige Lebensräume von Orang-Utans in Westkalimantan zu schützen. Davon finanziert wird unter anderem Materialien zur Brandbekämpfung, Schutzausrüstung, Treibstoff, Transportmöglichkeiten, Personalkosten sowie Zugang zu dringend benötigtem Wasser.
Die Unterstützung für CAN hilft den Teams sowohl bei der Bekämpfung von Bränden als auch bei der aktiven Nothilfe für Wildtiere.


Lebensräume auch in Zukunft schützen
Rettungsmaßnahmen in einer Notsituation sind unverzichtbar. CAN arbeitet gleichzeitig daran Lebensräume langfristig zu schützen. Sie helfen, fragmentierte Lebensräume wiederherzustellen und ökologische Korridore zu sichern.
Gesunde, miteinander verbundene Wälder bieten Orang-Utans und anderen Wildtieren mehr Raum, sich sicher zu bewegen, Nahrung und Schutz zu finden und Konflikte mit Menschen zu vermeiden. Für die Menschen vor Ort bedeutet der Schutz von Wäldern zugleich den Schutz ihrer Lebensgrundlagen und wichtiger Wasserquellen.
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22. August 2026
Der IFAW schickt finanzielle Soforthilfe an langjährige Partner, die hinsichtlich gleich mehrerer Katastrophen helfen
In Westkalimantan auf dem indonesischen Teil der Insel Borneo wüten Brände in Wäldern und kohlenstoffreichen Torfmooren. Sie bedrohen Gemeinden sowie den Lebensraum der laut Roter Liste der IUCN vom Aussterben bedrohten Borneo-Orang-Utans und anderer Wildtiere. Unter gefährlichen Bedingungen arbeiten Feuerwehrleute aus den Gemeinden daran, die Flammen einzudämmen. Einige Teams haben dabei Schwierigkeiten, an genügend Wasser zu kommen, um das Feuer unter Kontrolle zu halten.
Darüber hinaus hat ein starkes Erdbeben der Stärke 7,7 den Osten Indonesiens erschüttert und weitreichende Zerstörungen mit zahlreichen Todesopfern verursacht. Das Erdbeben ereignete sich, während sich der IFAW bereits in Indonesien aufhielt, um gemeinsam mit unserem langjährigen Partner, dem Center for Orangutan Protection (COP), Schulungen zur Katastrophenvorsorge durchzuführen. Mehrere COP-Teammitglieder, die sowohl als Ausbildende als auch als Teilnehmende an der Schulung teilnahmen, verließen daraufhin die Schulung, um im Zuge der sich entwickelnden Notlage die Erdbebenhilfe zu unterstützen.
Dieses zeitliche und geografische Aufeinandertreffen von Schulungen zur Katastrophenvorsorge und tatsächlicher Katastrophe führt eindrücklich vor Augen, warum Vorsorge und der Aufbau lokaler Hilfskapazitäten so wichtig sind. Wenn es zu einer Katastrophe kommt, gehören lokale Organisationen und geschulte Einsatzkräfte oft zu denjenigen, die schnell zugunsten von Tieren und Menschen handeln können.
Unterdessen ist die Lage hinsichtlich der Brände in Westkalimantan weiterhin kritisch. In Sungai Paduan brennen drei der vier von den Gemeinden vor Ort überwachten Wälder, und das Feuer hat bereits die Grenze des vierten Waldes erreicht. An mehreren Stellen breiten sich die Brände immer weiter in Richtung von Wohnhäusern aus. Die dortigen Wälder sind zu einem wichtigen Rückzugsgebiet für Orang-Utans geworden, die durch den Verlust ihres Lebensraums andernorts vertrieben wurden. Beobachtungen zeigen, dass sich ihre Zahl in Sungai Paduan innerhalb von nur drei Jahren mehr als verdoppelt hat.
Der IFAW unterstützt mit Soforthilfe Westkalimantan
Der IFAW stellt finanzielle Soforthilfe bereit, um lokale Partner und kommunale Feuerwehrteams dabei zu unterstützen, wichtige Lebensräume für Wildtiere in Westkalimantan zu schützen. Ein Teil des Geldes geht an „Yayasan Inisiasi Alam Rehabilitasi Indonesia“ (YIARI) für die Branderkennung und -bekämpfung in Pematang Gadung. In diesem mehr als 70 Quadratkilometer großen, von der Gemeinde verwalteten Torfgebiet, leben schätzungsweise 200 Borneo-Orang-Utans. IFAWs Soforthilfe unterstützt zudem das Gunung-Palung-Orang-Utan-Schutzprogramm (GPOCP), um den Teams, die Brände in dessen gesamtem Schutzgebiet einschließlich der betroffenen Waldgebiete von Sungai Paduan bekämpfen, zu helfen.
Die durch den IFAW bereitgestellte finanzielle Unterstützt trägt dazu bei, den Feuerwehrleuten vor Ort wichtige Ressourcen zur Verfügung zu stellen, darunter Pumpen und Schläuche, Schutzausrüstung, Kraftstoff und Transportmittel sowie personelle Unterstützung, Kommunikationsmittel und sonstige Ausrüstung für den Einsatz. In Sungai Paduan, wo der Mangel an zugänglichem Wasser die Löscharbeiten erheblich einschränkt, werden die Geldmittel zudem dazu beitragen, zuverlässige Wasserstellen einzurichten, damit die Teams vor Ort die Brände unter Kontrolle halten können.
Ein lebenswichtiger Rückzugsort für bedrohte Orang-Utans
Einige der schwersten Brände betreffen das Waldgebiet der Gemeinde Sungai Paduan, das Teil eines wichtigen Orang-Utan-Korridors innerhalb der Mendawak-Landschaft nördlich des Gunung-Palung-Nationalparks ist.
Mit der zunehmenden Rodung ihres umliegenden Lebensraumes haben sich diese Wälder für Orang-Utans zu einem immer wichtigeren Rückzugsort entwickelt. Beobachtungen des GPOCP zeigen, dass sich die Zahl der Orang-Utans in Sungai Paduan in nur drei Jahren mehr als verdoppelt hat, da Tiere, die durch den Verlust ihres Lebensraums vertrieben wurden, in die verbliebenen Gebiete gezogen sind.
Schutz der Wildtiere in Pematang Gadung
Weiter südlich in Westkalimantan wird im Wald von Pematang Gadung eine weitere von der Gemeinde initiierte Maßnahme umgesetzt.
Mehr als 70 Quadratkilometer gemeinschaftlich gemanagtes Küsten-Torfland bieten Lebensraum für schätzungsweise 200 Borneo-Orang-Utans. Der Wald beherbergt zudem bedrohte Wildtiere wie Nasenaffen, Silberne Haubenlanguren, Weißbartgibbons, Sunda-Nebelparder sowie zahlreiche Vogel- und Süßwasserarten.
Es handelt sich um eine Landschaft, für deren Schutz und Wiederherstellung sich die lokalen Gemeinden seit Jahren einsetzen. Seit 2016 wurden im Rahmen von Renaturierungsinitiativen mehr als drei Quadratkilometer mit über 150.000 Bäumen neu bepflanzt, während gemeinsame Schutzmaßnahmen dazu beigetragen haben, rund sieben Quadratkilometer Wald mit hohem Wert für den Natur- und Artenschutz intakt zu halten.
Torfbrände stellen eine besondere Bedrohung für diese Fortschritte dar. In degradiertem oder austrocknendem Torf kann sich das Feuer unterirdisch ausbreiten und erneut aufflammen, selbst wenn es scheinbar bereits gelöscht wurde. Eine frühzeitige Erkennung und schnelle Bekämpfung sind daher ebenso von entscheidender Bedeutung, wie die Rückkehr in die betroffenen Gebiete, um diese auf ein erneutes Aufflammen zu überwachen.
Der IFAW unterstützt YIARI (kurz für „Yayasan Inisiasi Alam Rehabilitasi Indonesia“) und ihre Partner vor Ort dabei, die Brandbekämpfungskapazitäten in Pematang Gadung während dieser entscheidenden Monate der Trockenzeit zu stärken.
Gemeinden, die ihre Wälder schützen
Zu denjenigen, die sich für den Schutz von Pematang Gadung einsetzen, gehören auch die Frauen von „The Power of Mama“, einer von der Gemeinde getragenen Initiative für Brandbekämpfung und Waldschutz, die von YIARI unterstützt wird.
Die Gruppe arbeitet mit anderen lokalen Einsatzkräften zusammen, um brandgefährdete Gebiete zu überwachen, Gefahren zu erkennen und Brände vor der Ausbreitung zu löschen. Ihre Erfahrung zeigt, welche Wirkung lokal organisierte Vorsorge haben kann. Allein im Jahr 2025 löschten Mitglieder von „The Power of Mama“ sechs Großbrände und trugen dazu bei, die Ausbreitung von mehr als 150 weiteren Brandereignissen zu verhindern.
Einige Brände wüten in Gebieten ohne nahegelegene Flüsse oder Kanäle. Dort müssen sich Mitglieder der Gemeinde ihren Weg zum Wasser graben, während die Einsatzteams versuchen, die Brände unter Kontrolle zu bringen.
Der IFAW unterstützt das GPOCP dabei, die dringenden Bedürfnisse zu decken. Die bereitgestellten Mittel werden dazu beitragen, zuverlässigere Wasserstellen durch Bohrungen bis zum Grundwasserspiegel einzurichten, zusätzliche Schläuche und Feuerwehrausrüstung bereitzustellen, das Personal vor Ort zu unterstützen und Schutzausrüstung für die Einsatzkräfte bereitzustellen. Längere Schläuche ermöglichen es, Wasserstellen an sichereren Orten einzurichten und dennoch Brände in einer Entfernung von Hunderten von Metern zu erreichen.
Vorbereitung ist entscheidend, wenn eine Katastrophe eintritt
Die Ereignisse, die sich derzeit gleichzeitig in ganz Indonesien abspielen, zeigen, dass Katastrophenhilfe viele Formen annehmen kann. Während die kurzfristige finanzielle Soforthilfe des IFAW derzeit für die Bekämpfung der Brände in Westkalimantan eingesetzt werden, trägt unsere langfristige Arbeit zur Katastrophenvorsorge gemeinsam mit COP dazu bei, die Fähigkeiten und Kapazitäten der lokalen Einsatzkräfte zu stärken, die im Notfall mobilisiert werden können.
Zu sehen, wie Teilnehmende der Schulung sich auf den Weg machten, um die Erdbebenhilfe zu unterstützen, machte unmittelbar deutlich, dass Vorsorge keine abstrakte Übung ist. Lokale Einsatzkräfte leben und arbeiten in gefährdeten Gemeinden und ihre Fähigkeit, schnell zu handeln, kann im Katastrophenfall den entscheidenden Unterschied ausmachen.

Tiere schützen, bevor deren Rettung nötig wird
Katastropheneinsätze für Wildtiere werden oft mit der Rettung und Versorgung von verletzten Tieren in Verbindung gebracht. In Westkalimantan besteht die Möglichkeit, früher einzugreifen, indem man den Gemeinden dabei hilft, zu verhindern, dass Brände den Lebensraum zerstören, auf den Wildtiere angewiesen sind.
Für einen Orang-Utan, der in einem dieser Wälder lebt, bedeutet der Schutz seines Lebensraums, die Bäume zu erhalten, die ihm Nahrung, Schutz, Wege durch den Wald und Orte zur Aufzucht seiner Jungen bieten. Dieselben Wälder bieten Lebensraum für viele andere Arten und sichern den Lebensunterhalt der Gemeinden, die sich aktiv für deren Management und Schutz einsetzen.
Sie sind zudem wichtig für das Klima. Schätzungen zufolge speichern der Pematang-Gadung-Wald und die angrenzenden Wälder rund 40 Millionen Tonnen Kohlenstoff. Der Schutz kohlenstoffreicher Torfmoore vor Bränden kommt daher sowohl der Tierwelt als auch den Gemeinden zugute und trägt gleichzeitig dazu bei, zu verhindern, dass große Mengen an Kohlenstoff in die Atmosphäre freigesetzt werden.
Die Menschen, die sich für den Schutz dieser Wälder einsetzen, spielen dabei eine zentrale Rolle. Die Feuerwehrleute aus den Gemeinden bringen lokales Wissen und Erfahrung mit, die es ihnen ermöglichen, Gefahren zu erkennen und schnell zu reagieren, während Organisationen aus dem Natur- und Artenschutz die Koordination, das Fachwissen und die langfristigen Beziehungen bereitstellen, die zur Unterstützung ihrer Arbeit erforderlich sind.
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