Erstmals seit zehn Jahren wieder Afrikanische Wildhunde im Kasungu-Nationalpark
Erstmals seit zehn Jahren wieder Afrikanische Wildhunde im Kasungu-Nationalpark
Hamburg, 5. August 2026 – Vier Afrikanische Wildhunde sind erstmals seit einem Jahrzehnt wieder im Kasungu-Nationalpark in Malawi nachgewiesen worden. Anhand von Fotoaufnahmen konnten Forschende die Tiere als jene Afrikanischen Wildhunde identifizieren, die zuvor im rund 140 Kilometer entfernten South Luangwa Valley in Sambia dokumentiert worden waren. Die Beobachtung unterstreicht die Bedeutung grenzüberschreitender Schutzgebiete und funktionierender Wildtierkorridore für den Erhalt bedrohter Arten. Afrikanische Wildhunde werden von der IUCN als stark gefährdet eingestuft und gelten nach Angaben der Weltnaturschutzunion in Malawi als ausgestorben.

Gervaz Thamala, Field Manager des IFAW (International Fund for Animal Welfare) in Malawi, entdeckte die vier Afrikanischen Wildhunde während einer morgendlichen Patrouille im Kasungu-Nationalpark. Forschende des Zambian Carnivore Programme (ZCP) konnten die Tiere anschließend anhand von Fotos als dieselben Wildhunde identifizieren, die bereits im Mai dieses Jahres im rund 140 Kilometer entfernten South Luangwa Valley in Sambia dokumentiert worden waren.
„Die Sichtung von Afrikanischen Wildhunde im Kasungu-Nationalpark nach zehn Jahren macht Mut“, erklärt Bruce Sosola, IFAW-Länderdirektor Malawi. „Sie zeigt uns, wie wichtig Naturschutz über Ländergrenzen hinweg ist. Mit gemeinsamen Anstrengungen können wir Lebensräume wieder miteinander verbinden und Tierarten wie Afrikanischen Wildhunden und Elefanten die Rückkehr auf ihre natürlichen Wanderrouten ermöglichen.“
Ob sich die Tiere dauerhaft im Kasungu-Nationalpark niederlassen, ist noch unklar. Ihre Wanderung unterstreicht jedoch die Bedeutung vernetzter Lebensräume für das Überleben einer der am stärksten gefährdeten Raubtierarten Afrikas. Nun gilt es, die Tiere weiter zu überwachen, wirksam zu schützen und die ökologische Vernetzung zwischen den Schutzgebieten auszubauen.
„Das ist eine spannende Entwicklung und unterstreicht die Bedeutung großer, miteinander verbundener Lebensräume für Wildhunde und andere Tierarten“, erklärt Matt Becker, Geschäftsführer des Zambian Carnivore Programme (ZCP). „Wir hatten schon immer vermutet, dass Wildhunde, die in Kasungu auftauchen, aus dem Luangwa-Nationalpark stammen – es ist großartig, nun Beweise dafür zu haben.“
Im Rahmen der Initiative Room to Roam setzt sich der IFAW dafür ein, im 5.366 km² großen grenzüberschreitenden Schutzgebiet Malawi-Sambia (TFCA), zu dem die Nationalparks Luambe und Lukusuzi in Sambia sowie der Kasungu-Nationalpark in Malawi gehören, Wildtierkorridore zu sichern.
Für weitere Informationen oder Interviews kontaktieren Sie bitte:
Raphael Heinetsberger
Pressesprecher
t: +49 (0) 40 866 500 38
e: rheinetsberger@ifaw.org
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