Nepal: Hilfe für zurückgelassene Tiere
Nepal: Hilfe für zurückgelassene Tiere
Nothilfe für Hunderte Tiere, die von Zwangsräumungen in Kathmandu betroffen sind
Die Zwangsräumungen setzen den Menschen im Kathmandutal weiterhin zu. Die vom IFAW unterstützen Einsatzteams unseres Partners Sneha’s Care halten an. Sie helfen Tieren, die keinen verlässlichen Zugang zu Schutz, Futter und tierärztlicher Versorgung mehr haben.
Die von der Regierung angeordneten Räumungen informeller Siedlungen entlang der Flussufer begannen im April. Familien wurden aus ihren Häusern vertrieben. Viele Tiere, die stets von der Gemeinschaft vor Ort versorgt worden waren, standen plötzlich allein da. Während die betroffenen Menschen mit den unmittelbaren Folgen der Räumungen zu kämpfen hatten, stieg für Hunde, Katzen und andere Tiere das Risiko von Verletzungen, Krankheiten und Versorgungsnöten.

IFAWs Soforthilfe trägt dazu bei, den unmittelbaren Bedarf zu decken und zugleich die langfristige Gesundheit von Tieren und Menschen vor Ort zu fördern. Durch mobile tierärztliche Versorgung, Notfütterungen, Rettungseinsätze, Impfungen und Kastrationen erreichen die Teams einzelne Tiere in Not und unterstützen Menschen dabei, mit den Folgen der Räumungen umzugehen.
Nothilfe erreicht Hunderte Tiere
Im Mai und Juni versorgten die Teams im Rahmen wechselnder Fütterungsrouten durchschnittlich 820 Hunde pro Tag mit Futter. Diese Einsätze helfen Tieren, deren verlässliche Futterquellen weggefallen sind, nachdem die Menschen vertrieben wurden, die sich zuvor um sie gekümmert hatten.
Mobile Veterinärteams behandelten außerdem 120 Tiere, die unter Verletzungen, Krankheiten, Mangelernährung, Hauterkrankungen und anderen gesundheitlichen Problemen litten. Durch die direkte Versorgung in den betroffenen Gebieten können die Teams besonders gefährdete Tiere erreichen, die sonst keinen Zugang zu tierärztlicher Hilfe hätten.

Tiere, die eine intensivere Behandlung benötigten, wurden von den Rettungsteams in Sicherheit gebracht. Insgesamt erhielten 34 Hunde spezialisierte tierärztliche Versorgung, vorübergehende Unterbringung und Zeit zur Erholung. Darüber hinaus kastrierten die Teams 350 Hunde und impften 750 gegen Tollwut. Damit schützen sie einzelne Tiere, fördern ein tierfreundliches Management der Hundepopulation und verringern das Krankheitsrisiko für Tiere und Menschen.
Der Umfang des Einsatzes ist beachtlich, ebenso wichtig ist jedoch die Fähigkeit, flexibel auf neue Entwicklungen zu reagieren. Räumungen und Abrisse erfolgten oftmals ohne Vorwarnung, viele Familien mussten mehrfach umziehen, und der Zugang zu den betroffenen Gebieten änderte sich ständig. Die Teams von Sneha’s Care führen deshalb fortlaufend Bewertungen durch und passen Fütterungsrouten sowie mobile tierärztliche Einsätze an, damit Ressourcen dort eingesetzt werden können, wo Tiere und Menschen sie am dringendsten benötigen.
Guddis Weg nach Hause
Zu den Hunden, denen im Rahmen der Nothilfe geholfen wurde, gehört Guddi. Ihre Familie wurde vertrieben, als ihre Siedlung abgerissen wurde. Da die Familie zunächst einen sicheren Wohnort finden musste, vertraute sie Guddi vorübergehend Sneha’s Care an.

Guddi erhielt Futter, Schutz, tierärztliche Versorgung und wurde täglich betreut, während das Team in Kontakt mit ihrer Familie blieb. Als sich deren Situation ausreichend stabilisiert hatte, um sich wieder um sie kümmern zu können, wurde Guddi mit den Menschen vereint, die ihr vertraut sind.
Ihre Rückkehr nach Hause zeigt, warum Tiere in humanitären Krisen mitgedacht werden müssen. Eine vorübergehende Betreuung kann unnötiges Leid verhindern und Familien in außergewöhnlichen Lebenssituationen die Möglichkeit geben, die Verbindung zu den Tieren zu bewahren, die zu ihrem Leben gehören.
Der Einsatz verdeutlicht außerdem die wichtige Rolle, die lokale Gemeinschaften in Notlagen spielen. Bewohnerinnen und Bewohner, Freiwillige sowie weitere lokale Akteure helfen den Teams dabei, Tiere in Not und sich verändernde Situationen schneller zu erkennen. So kann Unterstützung effektiver dort ankommen, wo sie benötigt wird.
Durch die Kombination aus Notfütterungen, tierärztlicher Behandlung, Rettungseinsätzen, Impfungen und Kastrationen unterstützt die Hilfe einzelne Tiere in der akuten Krise und trägt gleichzeitig zu gesünderen und sichereren Gemeinschaften bei, in denen Menschen und Tiere Seite an Seite leben.
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29. Mai 2026
Tiere in Nepal durch Zwangsräumungen in Not
In Teilen von Kathmandu in Nepal brauchen Tiere nach Zwangsräumungen Hilfe. Behörden räumen Siedlungen entlang der Flussufer und in anderen Stadtteilen. Gebäude werden abgerissen, um Flächen freizumachen. Viele Familien müssen in Notunterkünfte ziehen, in denen Haustiere nicht erlaubt sind.
Tiere, die zuvor auf die Versorgung durch die Bevölkerung vor Ort angewiesen waren, sind plötzlich auf sich allein gestellt, während sich die Lebensbedingungen dramatisch verschlechtern.

Ohne Hilfe verschärfen sich diese Herausforderungen schnell, führen zu Ausbreitung von Krankheiten, Leid und belasten die Situation vor Ort zusätzlich.
Der IFAW unterstützt Partner vor Ort
Die erste Lageeinschätzung durch IFAWs lokalen Partner Sneha’s Care zeigt akute und sich verschärfende Herausforderungen für die Tiere vor Ort. Dazu zählen weit verbreitete Nahrungsmittelknappheit, sich verschlechternde Gesundheitszustände sowie unzureichende präventive und akute tiermedizinische Versorgung.
Dank der Unterstützung von mitfühlenden Menschen wie Ihnen kann der IFAW Sneha’s Care mit finanzieller Soforthilfe dabei helfen, schnell zu reagieren. Im Fokus steht, die besonders betroffenen Gebiete zu identifizieren und diese zeitnah sowie bedarfsgerecht zu unterstützen.
Sneha’s Care setzt ein mehrstufiges Soforthilfeprogramm um, das Folgendes umfasst:
- Mobile Behandlung für verletzte, kranke und besonders hilfsbedürftige Tiere
- Gezielte Rettung von Tieren in kritischem Zustand, die Pflege und Schutz benötigen
- Notfall-Futterversorgung für Tiere, die von der sich drastisch verändernden Lage betroffen sind
- Impf- und Kastrationsmaßnahmen in dicht besiedelten Gebieten
- Bereitstellung wichtiger Ausrüstung zur Unterstützung von Einsatzkräften und Tiertransporten
Neben der akuten Hilfe zielt diese Arbeit auch darauf ab, langfristige Versorgungsstrukturen für Tiere in betroffenen Gemeinden zu stärken.
Hunde wie Kalli spüren die Folgen
Hündin Kalli lebte vor den Abrissarbeiten von der Freundlichkeit der Menschen vor Ort.
Nun war sie umgeben von gefährlichem Schutt aus scharfen Nägeln und Trümmern. Die Hündin erlitt eine tiefe Wunde am Bein.
Sie kämpfte nun allein auf der Straße ums Überleben.
„Hunde wie Kalli leiden still unter den Folgen menschlichen Handelns und dennoch vertrauen sie weiter und hoffen auf Mitgefühl“, sagt Sneha.
Mit Unterstützung von IFAW konnte das Team von Sneha’s Care eingreifen und Kalli sowie weitere verletzte Tiere medizinisch versorgen.
So können Sie helfen
Während sich die Situation weiter zuspitzt, werden auch die Bedürfnisse vor Ort weiter wachsen. Der IFAW setzt sich weltweit für den Schutz von Tieren in Not ein.
Mit Ihrer Unterstützung können mehr Tiere lebensrettende Hilfe erhalten.
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