Tierrettung bei Katastrophen - USA
Bei einer Katastrophe können Tiere nicht um Hilfe bittenErdbeben in Venezuela: Menschen und Tiere dringend auf Hilfe angewiesen
Erdbeben in Venezuela: Menschen und Tiere dringend auf Hilfe angewiesen
Unterstützung für die nächste Phase nach den Erdbeben in Venezuela
Während die Gemeinden in Venezuela weiterhin mit den Folgen der verheerenden Erdbeben kämpfen, verlagert sich der Schwerpunkt von der Nothilfe hin zum Wiederaufbau. Auch wenn die unmittelbare Krise vorbei ist, bleibt der Bedarf an tierärztlicher Versorgung, Nahrung und Unterstützung für Familien und Fachkräften in den Gemeinden sowie Tierheimen groß.

Unser langjähriger Partner Red de Apoyo Canino (RAC) konnte schnell handeln, als Tiere dringend Hilfe benötigten. Die finanzielle Soforthilfe des IFAW war die erste Unterstützung, auf die RAC nach den Erdbeben zugreifen konnte. Dadurch war das Team vor Ort in der Lage, dringend benötigtes Tierfutter, medizinische Materialien, Käfige und Transportboxen zu beschaffen.
Diese lebenswichtigen Ressourcen ermöglichten es den lokalen Einsatzkräften, Tiere während der kritischen ersten Tage nach der Katastrophe sicher zu retten, zu transportieren, unterzubringen und zu versorgen.
In den Wochen seit den Erdbeben hat RAC bereits viel bewirken können:
- Verteilung von 1.160 Kilogramm Hundefutter und damit rund 5.800 Mahlzeiten für 200 Hunde.
- Verteilung von 558 Kilogramm Katzenfutter und damit rund 11.160 Mahlzeiten für 370 Katzen.
- Durchführung von 14 tierärztlichen Notfalleinsätzen in den Tagen unmittelbar nach dem Erdbeben in Caracas.
- Lieferung von Tierfutter an Tierheime und vorübergehende Unterkünfte, die sich um Tiere in Not kümmern.
„Der Wiederaufbau endet nicht, wenn die Schlagzeilen verschwinden“, sagt Dr. Erika Flores, IFAW Animal Rescue Program Officer. „Die Menschen stehen noch lange nach dem Ende der akuten Notlage vor enormen Herausforderungen, und Tiere sind ein wichtiger Teil dieses Erholungsprozesses. Indem wir vertrauenswürdige lokale Organisationen wie RAC unterstützen, helfen wir dabei sicherzustellen, dass Tiere und die Menschen, die sich um sie kümmern, auch in den kommenden Wochen und Monaten die Unterstützung erhalten, die sie benötigen.“

In den langfristigen Wiederaufbau investieren
Während die Hilfsmaßnahmen in die nächste Phase übergehen, weitet RAC seine Arbeit über die reine Nothilfe hinaus aus, um das langfristige Wohlergehen von Tieren und den Menschen, die sich um sie kümmern, zu stärken.
Das Team unterstützt inzwischen zwölf Tierheime und vorübergehende Unterkünfte mit Impfungen, tierärztlicher Versorgung und Kastrationen für Tiere, die nach dem Erdbeben gerettet wurden. Darüber hinaus plant RAC in La Guaira kostenlose Kastrationsaktionen im großen Umfang, um die Zahl hilfsbedürftiger Tiere zu reduzieren und ihr langfristiges Wohlergehen zu verbessern. Gleichzeitig leistet die Futterbank des Programms weiterhin wichtige Unterstützung für evakuierte Familien und all die helfende Hände in den Gemeinden und Tierheimen, die noch immer mit den Folgen der Katastrophe zu kämpfen haben.

Für den IFAW spiegelt dies einen wichtigen Grundsatz der Katastrophenhilfe wider: Wiederaufbau braucht Zeit. Durch die Zusammenarbeit mit vertrauenswürdigen lokalen Partnern, die fest in ihren Gemeinden verankert sind, können wir Tiere auch lange nach dem Ende der akuten Nothilfe unterstützen und Gemeinschaften dabei helfen, gemeinsam wieder auf die Beine zu kommen.
Wir sind all den mitfühlenden Menschen, die uns unterstützen, zutiefst dankbar. Ihre Großzügigkeit hat diese schnelle Hilfe überhaupt erst möglich gemacht. Gemeinsam tragen wir dazu bei, dass Tiere nicht vergessen werden und die Menschen, die sich um sie kümmern, die notwendigen Mittel erhalten, um ihr Leben gemeinsam mit ihnen neu aufzubauen.
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3. Juli 2026
Rettungshündin Muunek von BRIC hilft, Menschen aufzuspüren
Such- und Rettungsteams sind weiterhin im Einsatz. An der Seite hochqualifizierter Einsatzkräfte arbeiten außergewöhnliche vierbeinige Helfer, deren herausragender Geruchssinn dabei hilft, Menschen unter eingestürzten Gebäuden aufzuspüren.
Eine dieser tierischen Heldinnen ist Muunek, eine achtjährige Border-Collie-Hündin, deren Name in der Maya-Sprache „Morgenstern“ bedeutet. Gemeinsam mit Jan Uribe ist Muunek Teil von BRIC, einem spezialisierten Urban Search and Rescue (USAR)-Team aus Mexiko, das nach den Erdbeben nach Venezuela entsandt wurde. Von Jan durch instabile Katastrophengebiete geführt, nutzt Muunek ihren Geruchssinn, um Menschen unter Trümmern aufzuspüren. Für sie ist es ein Spiel, das auf jahrelangem Training basiert. Für die Menschen, die auf Rettung warten, kann es den Unterschied zwischen Leben und Tod bedeuten.

Such- und Rettungshunde werden für einige der anspruchsvollsten Notlagen der Welt ausgebildet: von Erdbeben und Stürmen bis hin zu Überschwemmungen und Gebäudeeinstürzen. Ihre Arbeit folgt international anerkannten Standards der International Search and Rescue Dog Organisation (IRO), die sicherstellen, dass die Hunde optimal auf die körperlichen und technischen Anforderungen von Katastropheneinsätzen vorbereitet sind. Das Auffinden einer überlebenden Person ist jedoch nur der Beginn einer hochkoordinierten Rettungsoperation, die von spezialisierten Einsatzteams durchgeführt wird.
„Such- und Rettungshunde sind außergewöhnliche Partner“, sagt IFAWs Dr. Erika Flores, ausgebildetes Mitglied des BRIC Urban Search and Rescue-Teams. „Ihre Fähigkeit, menschlichen Geruch dort wahrzunehmen, wo Menschen allein nicht suchen können, ermöglicht es Einsatzteams, in den entscheidenden ersten Tagen nach einer Katastrophe schneller zu arbeiten. Jeder Einsatz erfordert absolutes Vertrauen zwischen Mensch und Hund, und genau diese Partnerschaft kann Leben retten.“
Wenn Muunek an diesem Wochenende nach Hause zurückkehrt, ist ihre Arbeit noch nicht ganz beendet. Wie die Einsatzkräfte an ihrer Seite benötigen auch Such- und Rettungshunde nach Einsätzen in instabilen, von Trümmern geprägten Umgebungen eine sorgfältige medizinische Untersuchung. IFAW wird Muuneks tierärztliche Nachuntersuchung unterstützen, einschließlich diagnostischer Tests, um mögliche Verletzungen und eventuelle Folgen der jüngsten Belastung zu erkennen.
Die Arbeit geht weiter, auch lange nachdem die Schlagzeilen verschwunden sind
Für viele lokale Organisationen hat die Arbeit gerade erst begonnen. Die Rettungseinsätze dauern weiter an. Der IFAW unterstützt gemeinsam mit seinem langjährigen Partner Red de Apoyo Canino (RAC) weiterhin die Rettung und Versorgung von Tieren. Eine zentrale Maßnahme ist trotz erheblicher logistischer Herausforderungen die Verteilung von Tierfutter sowie anderen dringend benötigten Hilfsgütern.
„Wenn Such- und Rettungseinsätze in die Wiederaufbauphase übergehen, ist die emotionale Belastung für lokale Einsatzkräfte enorm“, sagt Dr. Flores. „Unsere Partner arbeiten in Gemeinden, in denen Trauer allgegenwärtig ist, und dennoch sind sie jeden Tag im Einsatz, um Tiere zu versorgen und Familien in einer unglaublich schwierigen Zeit zu unterstützen. Ihre Resilienz und ihr Engagement sind außergewöhnlich.“
Die Herausforderungen für die Einsatzkräfte gehen weit über die erste Rettungsphase hinaus. Die Arbeit ist körperlich anstrengend und emotional erschöpfend, da sie Gemeinden unterstützen, die tief von Verlust geprägt sind. Trotz dieser Umstände kümmern sich lokale Veterinäre, Freiwillige und Tierschutzorganisationen weiterhin um verletzte und vertriebene Tiere und helfen dabei, Haustiere mit ihren Familien wieder zu vereinen.
Während Venezuela den langen Weg des Wiederaufbaus beginnt, bleibt der IFAW entschlossen, sowohl die von der Katastrophe betroffenen Tiere als auch die engagierten Menschen zu unterstützen, die unermüdlich helfen. Wir denken an die Menschen und Tiere vor Ort und hoffen weiterhin, dass so viele Leben wie möglich gerettet werden können.

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30. Juni 2026
Der IFAW schickt finanzielle Nothilfe an Partner in Venezuela
Die humanitären Hilfen in Venezuela laufen mit Hochdruck und kämpfen um jedes Leben. Auch Tiere sind unter den Trümmern eingeschlossen.
Der IFAW schickt finanzielle Soforthilfe an seinen langjährigen Partner Red de Apoyo Canino (RAC), um die Versorgung betroffener Tiere zu unterstützen.
Die Ausmaße der Katastrophe sind verheerend: Über 1.400 Tote wurden bereits bestätigt, über 3.000 verletzte Personen, und weitere Zehntausende Menschen gelten immer noch als vermisst.

Während die humanitäre Hilfe weiterläuft, wächst auch der Bedarf an Versorgungsgütern für Tiere. Viele Haustiere wurden verletzt oder von ihren Familien getrennt, während beschädigte Infrastruktur und unterbrochene Lieferketten den Zugang zu Nahrung, sauberem Wasser und tierärztlicher Versorgung erschweren. Die Unterstützung von Tierrettung in Zeiten von Katastrophen hilft auch Menschen. Tiere sind geliebte Gefährten, können aber z.B. auch wichtig für den Lebensunterhalt von Personen sein.
„Nach einer Katastrophe dieses Ausmaßes hat die Rettung von Menschenleben immer oberste Priorität. Während diese Hilfe fortgeführt wird, benötigen auch Tiere dringend Versorgung, und viele Familien versuchen verzweifelt, ihre geliebten Haustiere zu finden, von denen sie in dem Chaos getrennt wurden“, sagt IFAWs Program Officer Dr. Erika Flores, geschult in urbanen Such- und Rettungsmaßnahmen.
„Indem wir vertrauenswürdige lokale Partner unterstützen, die ihre Gemeinden bereits gut kennen, können wir sicherstellen, dass Tiere lebensrettende Hilfe erhalten und gleichzeitig Menschen beim langen Wiederaufbau unterstützt werden. Diese starken lokalen Partnerschaften ermöglichen es uns, Tiere schnell zu erreichen, während sich humanitäre Einsatzkräfte auf die Rettung von Menschenleben konzentrieren können.“
Hilfe für Tiere vor Ort
Dies ist das dritte Mal, dass IFAW mit RAC zusammenarbeitet, einer venezolanischen Tierschutzorganisation mit mehr als 20 Jahren Erfahrung.
Unsere finanzielle Nothilfe unterstützt RAC bei der Beschaffung von:
- medizinischen Versorgungsmitteln,
- Tiernahrung,
- sauberem Wasser,
und der Einrichtung von tierärztlichen Notfallkliniken, sowie dem Transport von Hilfsgütern.

Die Hilfe ist bereits im Gange. RAC hat in Caracas eine kostenlose Tierklinik eingerichtet, in der Tierärztinnen und Tierärzte verletzte Tiere versorgen und Hilfsanfragen über einen speziellen WhatsApp-Dienst koordinieren. Tierärztliche Teams bereiten sich außerdem darauf vor, Medikamente und Notfall-Tiernahrung in Küstengemeinden zu bringen, sobald der Zugang möglich ist. Gleichzeitig wurden Sammel- und Verteilzentren eingerichtet, um sicherzustellen, dass Hilfe die Tiere und die betreuenden Familien erreicht.
RAC nutzt außerdem sein bestehendes Netzwerk, um trotz bereits vor den Erdbeben bestehender Lieferengpässe Tiernahrung dort zu verteilen, wo es dringend benötigt wird. Eine eigens eingerichtete Facebook-Gruppe hilft dabei, Familien wieder mit vermissten Haustieren zu vereinen.
Der IFAW arbeitet weiterhin eng mit vertrauenswürdigen lokalen Partnern zusammen, um sicherzustellen, dass Tiere in Not und die Menschen, die sich um sie kümmern, in den kommenden Tagen und Wochen notwendige Unterstützung erhalten.
Wir denken an all die Menschen und Tiere, die Opfer dieser Katastrophe geworden sind und hoffen, dass so viele Leben wie möglich gerettet werden. Jedes Leben zählt.
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26. Juni 2026
Nach den verheerenden Erdbeben in Venezuela: Menschen und Tiere in Not
Zwei schwere Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5 haben den Norden Venezuelas erschüttert und in Caracas, im Bundesstaat La Guaira sowie in umliegenden Gemeinden große Zerstörung verursacht. Häuser, Krankenhäuser, Straßen und weitere wichtige Infrastrukturen sind eingestürzt oder schwer beschädigt. Mindestens 230 Menschen sind ums Leben gekommen, es gibt tausende Verletzte und wiederum Tausende gelten als vermisst, während die Such- und Rettungsarbeiten laufen. Stromausfälle, unterbrochene Kommunikationswege und Nachbeben erschweren die Rettungsmaßnahmen, während internationale Hilfsteams eintreffen, um Unterstützung zu leisten.
Die oberste Priorität hat möglichst viele Menschenleben zu retten, gleichzeitig haben Katastrophen dieses Ausmaßes auch tiefgreifende Folgen für Tiere. Tiere in Gemeinden können verschüttet oder von ihren Familien getrennt werden; Nutz- und Arbeitstiere verlieren möglicherweise den Zugang zu Futter, Wasser und tierärztlicher Versorgung, und Lebensräume von Wildtieren werden zerstört oder gestört. Mit der Zeit und Ausweitung der Notfhile werden Bedarfe klarer. Wir wissen aufgrund unserer Erfahrung aus früheren Erdbebenhiflen, dass der Bedarf an mobiler tierärztlicher Notversorgung, temporären Unterkünften für Tiere, die, Wiedervereinigung von Haustieren mit ihren Familien sowie Unterstützung für lokale Tierschützer:innen voraussichtlich rasant steigen wird.
Der IFAW beobachtet die Situation sehr genau und steht bereits im Austausch mit unserem langjährigen Partner Red de Apoyo Canino, einer Organisation mit umfassender Erfahrung in der Unterstützung von Tieren in Notlagen in Venezuela. Gemeinsam planen wir den Einsatz mobiler tierärztlicher Teams sowie die Bereitstellung von Tierfutter und anderen dringend benötigten Hilfsgütern für betroffene Gemeinden, sobald Bedarf und Bedingungen es zulassen.
Der IFAW hat bereits bei früheren Notfällen in Venezuela mit Red de Apoyo Canino zusammengearbeitet, etwa bei den schweren Überschwemmungen im Jahr 2022 und großflächige Stürme im Jahr 2025. Gemeinsam konnten wir Gemeinden in Krisenzeiten stärken, indem wir Futter und tierärztliche Hilfe unterstützten.
Während die humanitäre Hilfe anläuft, steht der IFAW bereit, Tiere und die Menschen, die sich um sie kümmern, zu unterstützen. Gemeinsam mit vertrauenswürdigen lokalen Partnern werden wir Hilfe dort leisten, wo sie während der Nothilfe und beim Wiederaufbau den größten Unterschied machen kann.
Die Auswirkungen dieser Katastrophe werden noch lange spürbar sein. Gerade in Zeiten wie diesen dürfen wir Tiere nicht ihrem Schicksal überlassen. Doch auch wir sind auf Unterstützung angewiesen, um in Falle von Katastrophen schnell helfen zu können. Unterstützen Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende?
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