Mit einem Elefanten in Berlin – über 171.000 Unterschriften für ein Handelsverbot mit Elfenbein

5 Juli 2018
EU-Petition - Unterschriftenübergabe in Berlin © IFAW / Uwe Steinert

Ein Elefant im Bundesministerium für Umwelt (BMU) mitten in Berlin? Ja, tatsächlich, wenn auch nur aus Pappe.

Dieser Elefant mit der Aufschrift „Elfenbeinhandel tötet!“ unterstreicht die Forderung von fast 200.000 Bürgerinnen und Bürgern, die die Petition der Organisationen IFAW, Pro Wildlife und Rettet den Regenwald nach einem konsequenten Handelsverbot für Elfenbein unterschrieben haben.

Diese Unterschriften haben wir nun an das BMU übergeben und in einem Fachgespräch mit Frau Dr. Nickel, Leiterin der Abteilung Naturschutz und nachhaltige Naturnutzung, unsere Forderungen und Argumente diskutiert.

Kaum zu glauben, aber der Handel mit Elfenbein ist unter bestimmten Voraussetzungen immer noch legal, zum Beispiel mit antikem Elfenbein. Und dieser legale Handel heizt die Nachfrage nach dem „weißen Gold“ weiter an und öffnet Tür und Tor für skrupellose Händler, illegal neueres Elfenbein von gewilderten Elefanten auf den Markt zu bringen!

Beschlagnahmungen in Deutschland und der EU zeigen, dass es neben dem legalen Elfenbeinhandel auch einen illegalen Handel gibt. Elfenbein ist eines der am häufigsten beschlagnahmten illegalen Wildtierprodukte in der EU. In Deutschland wurde alleine im Jahr 2016 eine Rekordmenge von 1,2 Tonnen beschlagnahmt. Dieses Elfenbein, darunter auch verarbeitetes Material, sollte nach Vietnam geschmuggelt werden, einem der Hotspots für die Nachfrage nach Elfenbein und anderen Wildtierprodukten!

Dies muss endlich aufhören! Nur ein komplettes Handelsverbot für Elfenbein kann die von der Wilderei bedrohten Elefanten retten. Dafür müssen auch der innereuropäische Handel und der Export von antikem und vollständig verarbeitetem Elfenbein gestoppt werden.

Wir danken ganz herzlich den zahlreichen Tierfreundinnen und Tierfreunden, die unsere Petition unterschrieben und uns damit bei unserer politischen Arbeit sehr wertvoll unterstützt haben. Wir werden weiterhin dafür kämpfen, dass Deutschland und die EU ihrer Verantwortung für den Artenschutz nachkommen und die Elfenbeinmärkte schließen.

Robert Kless

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