Ebola-Ausbruch in Zentralafrika: Der IFAW unterstützt Tiere und Menschen
Ebola-Ausbruch in Zentralafrika: Der IFAW unterstützt Tiere und Menschen
Aktuelle Berichte über Ebola-Fälle im Osten der Demokratischen Republik Kongo (DRK) und in Uganda sorgen in der gesamten Region für große Besorgnis, insbesondere in Regionen, die bereits mit bewaffneten Konflikten und einem eingeschränkten Zugang zu medizinischer Versorgung konfrontiert sind. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat eine gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite ausgerufen. Gesundheitsbehörden arbeiten daran, die Ausbreitung des Bundibugyo‑Ebolavirus einzudämmen, einer seltenen Virusvariante, für die es derzeit keinen zugelassenen Impfstoff gibt.

Der IFAW steht in direktem Austausch mit Partnerorganisationen in der DRK und in Uganda, um über die sich ändernde Lage vor Ort informiert zu bleiben und die Teams vor Ort zu unterstützen, die sich in den betroffenen Gebieten um hilfsbedürftige Tiere kümmern.
Unterstützung von Partnern in der DR Kongo und in Uganda
In der DR Kongo wurden inzwischen auch außerhalb der Provinz Ituri Ebola‑Fälle gemeldet, unter anderem in Süd‑Kivu. Dort betreibt der IFAW‑Partner Sauvons Nos Animaux (SNA) ein Tierheim und rettet nach wie vor Tiere in Not.
Für SNA und andere lokale Tierschutzorganisationen geht der Betrieb auch während gesundheitlicher Notlagen weiter. Tiere benötigen weiterhin Futter, medizinische Versorgung, Rettung und Schutz. Die Bevölkerung vor Ort ist in Krisensituationen häufig auf lokale Organisationen angewiesen, denen sie vertrauen. Sie können ein gewisses Maß an Stabilität und Unterstützung bieten.
Eine unmittelbare Sorge betrifft die Sicherheit bei Transporten. Die Teammitglieder von SNA sind derzeit größtenteils auf überfüllte öffentliche Verkehrsmittel angewiesen, um zum Tierheim zu gelangen, Versorgungsgüter zu beschaffen und auf Notfälle im Tierschutz zu reagieren. Damit setzen sie sich einem erhöhten Infektionsrisiko aus.
In Uganda, wo die Behörden bereits erste Maßnahmen ergriffen haben, steht der IFAW in engem Austausch mit seinen Partnern, um sicherzustellen, dass angemessene Schutzausrüstung, Gesundheitsprotokolle und Notfallpläne vorhanden sind, während sich die Lage weiterentwickelt.
Schutz von Tieren und Gemeinden während Ebola‑Ausbrüchen
Gesundheitsnotlagen können auch Angst und Fehlinformationen im Zusammenhang mit Tieren verstärken. Ebola ist eine Krankheit, die zwischen Tieren und Menschen übertragen werden kann. Flughunde gelten als natürliches Reservoir des Virus. Man geht davon aus, dass Ausbrüche beginnen, wenn das Virus von infizierten Wildtieren auf den Menschen übergeht – häufig durch engen Kontakt mit Wildtieren oder mit kontaminierten Körperflüssigkeiten.
Während früherer Ausbrüche in der Region haben Fehlinformationen und Stigmatisierung mitunter zu fatalen Reaktionen gegenüber Wildtieren, Haustieren und sogar den Menschen geführt, die sich um sie kümmern. Der IFAW unterstützt die Aufklärungsarbeit durch Radiospots von unserem lokalen Partner, um verlässliche Informationen zu Krankheitsprävention, Tierschutz und einem verantwortungsvollen Zusammenleben während Ausbrüchen zu vermitteln.
So hilft der IFAW
Um die Sicherheit der Teams vor Ort zu fördern, unterstützt der IFAW unseren lokalen Partner mit Mitteln für sichere Transportmittel und Ausrüstung, um sich besser vor Infektionen zu schützen. Zudem wird mit IFAWs Soforthilfe Nahrung für Hunde und Katzen vor Ort beschafft.
Sich wandelnde Bedarfe im Verlauf des Ausbruchs beobachten
Der Osten der DR Kongo war in den vergangenen Jahren wiederholt von humanitären und gesundheitlichen Krisen betroffen, darunter bewaffnete Konflikte und frühere Ebola‑Ausbrüche. Trotz dieser Herausforderungen arbeiten lokale Einsatzkräfte und Organisationen unter außergewöhnlich schwierigen Bedingungen weiter, um sowohl Menschen als auch Tiere zu unterstützen.
Der IFAW wird die enge Zusammenarbeit mit den Partnern vor Ort fortsetzen und kontinuierlich prüfen, wo Unterstützung am wirkungsvollsten dazu beitragen kann, Gemeinden und Tiere zu schützen.
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