Ebola-Ausbruch in Zentralafrika: Der IFAW unterstützt Tiere und Menschen
Ebola-Ausbruch in Zentralafrika: Der IFAW unterstützt Tiere und Menschen
Auf die Situation abgestimmte Hilfe
In Teilen Zentralafrikas müssen sich die Menschen vor Ort und die Tiere verschiedenen Herausforderungen gleichzeitig stellen, darunter bewaffnete Konflikte sowie die Gefahr von Ebolafällen. Gemeinsam mit lokalen Partnern trägt der IFAW dazu bei, dass Tiere auch unter außergewöhnlich schwierigen Bedingungen weiterhin versorgt werden.
Im vergangenen Monat unterstützte der IFAW gemeinsam mit Animal Kind International die Anschaffung eines Rettungsfahrzeugs für unseren lokalen Partner Sauvons Nos Animaux (SNA).
Während das Team die Zulassung des Fahrzeugs abschloss, wandten sich die örtlichen Behörden wegen eines Hundes an sie, der zurückgeblieben war, als die Menschen vor dem Konflikt flohen. Obwohl die Behörden ihn mit Futter versorgt hatten, fehlten ihnen die fachlichen Kenntnisse und Ressourcen, um ihn angemessen zu betreuen.
Der Hund wurde unter äußerst schlechten Bedingungen gefunden und benötigte dringend tierärztliche Versorgung. Mit Genehmigung der Behörden absolvierte das neu angeschaffte Fahrzeug seinen allerersten Einsatz und brachte den Hund sicher in das Tierheim von SNA.

Der Hund erhielt den Namen Lucky und erholt sich nun mit der Fürsorge und Aufmerksamkeit, die er benötigt, während für das Fahrzeug die letzten administrativen Schritte abgeschlossen werden, bevor es regulär eingesetzt wird.
Luckys Rettung zeigt, wie Investitionen in lokale Organisationen unmittelbare Wirkung entfalten können. Indem der IFAW vertrauenswürdige lokale Partner mit wichtigen Ressourcen wie Fahrzeugen und Ausrüstung unterstützt, hilft die Organisation dabei, schnell auf unerwartete Notfälle zu reagieren.
Gerettete Tiere vor der Bedrohung durch Ebola schützen
Etwa zwei Kilometer vom Lwiro Primates Rehabilitation Center entfernt, das mehr als 240 Primaten sowie anderen Wildtieren ein Zuhause bietet, stellt ein bestätigter Ebola-Ausbruch eine akute Bedrohung für die Menschen vor Ort, darunter das Team der Station und die dort untergebrachten Tiere dar.
Der Ausbruch ereignet sich inmitten anhaltender Unsicherheit, der Präsenz bewaffneter Gruppen und regelmäßiger Auseinandersetzungen in der Region. Die Kombination aus Gesundheitsnotstand und Konflikt beeinträchtigt Lieferketten, erschwert den Zugang zu lebenswichtigen Gütern und erhöht die Kosten sowie den Aufwand, eine sichere und kontinuierliche Versorgung geretteter Wildtiere aufrechtzuerhalten.

Der IFAW hat finanzielle Soforthilfe bereitgestellt, um die Maßnahmen zur Ebola-Prävention und zur Verhinderung von Übertragungen zu stärken und gleichzeitig die weitere Versorgung der geretteten Wildtiere sicherzustellen.
Ein Kernteam von 15 Mitarbeitenden lebt derzeit vollständig abgeschottet auf dem Gelände und gewährleistet die Versorgung rund um die Uhr ohne Kontakt zur Außenwelt. Die Biosicherheitsmaßnahmen wurden durch zusätzliche Handwaschstationen, verpflichtende Hygieneregeln, persönliche Schutzausrüstung sowie verstärkte Desinfektionsverfahren für Materialien, die in die Station gelangen, ausgeweitet. Das Veterinärteam überwacht sowohl die Tiere als auch das Personal zweimal täglich, während sämtliches Futter und Beschäftigungsmaterial vor dem Einsatz desinfiziert wird.
Die Aufrechterhaltung dieser Vorsichtsmaßnahmen hängt von einem verlässlichen Zugang zu benötigten Materialien ab. Und dies in einer Zeit, in der Märkte, Transportwege, Bankdienstleistungen sowie der Waren- und Geldverkehr zunehmend eingeschränkt sind. Engpässe bei Schutz- und Bedarfsmitteln könnten sowohl die Ebola-Prävention als auch die Fähigkeit der Einrichtung gefährden, die notwendige Versorgung fortzusetzen.
Die Soforthilfe des IFAW trägt dazu bei, persönliche Schutzausrüstung, Desinfektionsmittel, Hygieneinfrastruktur, Geräte zur Gesundheitsüberwachung und weitere wichtige Materialien bereitzustellen. Darüber hinaus unterstützt die Finanzierung Lwiro dabei, Notfallvorräte an Futter, Treibstoff und anderen Betriebsmitteln während der Abschottung aufrechtzuerhalten, damit die Versorgung auch bei weiteren Unterbrechungen der Lieferwege fortgesetzt werden kann.
Diese Maßnahmen helfen vielseitig. Sie tragen dazu bei, die Tiere und die Menschen zu schützen, die sich um sie kümmern, und reduzieren Risiken an der Schnittstelle von Wildtierschutz, Tierwohl und öffentlicher Gesundheit. Durch die Unterstützung der konsequenten Präventionsmaßnahmen und der ununterbrochenen Tierpflege in Lwiro hilft der IFAW lokalen Fachkräften, auf neue Bedrohungen zu reagieren und gleichzeitig lebensrettende Arbeit für Tiere fortzusetzen, die von Konflikten und Krankheiten betroffen sind.

Von der Rettung eines zurückgelassenen Hundes bis zum Schutz von mehr als 240 Primaten und anderen Wildtieren vor der Bedrohung durch Ebola: Lokale Einsatzkräfte schützen Tiere unter außergewöhnlich schwierigen Bedingungen. Durch unsere Soforthilfen für vertrauenswürdige lokale Partner trägt der IFAW dazu bei, dass sie über die notwendigen Ressourcen verfügen, um dann zu handeln, wenn Tiere sie am dringendsten brauchen. So werden Tiere geschützt, die Menschen unterstützt, die sich um sie kümmern, und die Resilienz gegenüber Konflikten und Krankheiten gestärkt.
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3. Juni 2026
Ebola-Ausbruch in Zentralafrika: Der IFAW unterstützt Tiere und Menschen
Aktuelle Berichte über Ebola-Fälle im Osten der Demokratischen Republik Kongo (DRK) und in Uganda sorgen in der gesamten Region für große Besorgnis, insbesondere in Regionen, die bereits mit bewaffneten Konflikten und einem eingeschränkten Zugang zu medizinischer Versorgung konfrontiert sind. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat eine gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite ausgerufen. Gesundheitsbehörden arbeiten daran, die Ausbreitung des Bundibugyo‑Ebolavirus einzudämmen, einer seltenen Virusvariante, für die es derzeit keinen zugelassenen Impfstoff gibt.

Der IFAW steht in direktem Austausch mit Partnerorganisationen in der DRK und in Uganda, um über die sich ändernde Lage vor Ort informiert zu bleiben und die Teams vor Ort zu unterstützen, die sich in den betroffenen Gebieten um hilfsbedürftige Tiere kümmern.
Unterstützung von Partnern in der DR Kongo und in Uganda
In der DR Kongo wurden inzwischen auch außerhalb der Provinz Ituri Ebola‑Fälle gemeldet, unter anderem in Süd‑Kivu. Dort betreibt der IFAW‑Partner Sauvons Nos Animaux (SNA) ein Tierheim und rettet nach wie vor Tiere in Not.
Für SNA und andere lokale Tierschutzorganisationen geht der Betrieb auch während gesundheitlicher Notlagen weiter. Tiere benötigen weiterhin Futter, medizinische Versorgung, Rettung und Schutz. Die Bevölkerung vor Ort ist in Krisensituationen häufig auf lokale Organisationen angewiesen, denen sie vertrauen. Sie können ein gewisses Maß an Stabilität und Unterstützung bieten.
Eine unmittelbare Sorge betrifft die Sicherheit bei Transporten. Die Teammitglieder von SNA sind derzeit größtenteils auf überfüllte öffentliche Verkehrsmittel angewiesen, um zum Tierheim zu gelangen, Versorgungsgüter zu beschaffen und auf Notfälle im Tierschutz zu reagieren. Damit setzen sie sich einem erhöhten Infektionsrisiko aus.
In Uganda, wo die Behörden bereits erste Maßnahmen ergriffen haben, steht der IFAW in engem Austausch mit seinen Partnern, um sicherzustellen, dass angemessene Schutzausrüstung, Gesundheitsprotokolle und Notfallpläne vorhanden sind, während sich die Lage weiterentwickelt.
Schutz von Tieren und Gemeinden während Ebola‑Ausbrüchen
Gesundheitsnotlagen können auch Angst und Fehlinformationen im Zusammenhang mit Tieren verstärken. Ebola ist eine Krankheit, die zwischen Tieren und Menschen übertragen werden kann. Flughunde gelten als natürliches Reservoir des Virus. Man geht davon aus, dass Ausbrüche beginnen, wenn das Virus von infizierten Wildtieren auf den Menschen übergeht – häufig durch engen Kontakt mit Wildtieren oder mit kontaminierten Körperflüssigkeiten.
Während früherer Ausbrüche in der Region haben Fehlinformationen und Stigmatisierung mitunter zu fatalen Reaktionen gegenüber Wildtieren, Haustieren und sogar den Menschen geführt, die sich um sie kümmern. Der IFAW unterstützt die Aufklärungsarbeit durch Radiospots von unserem lokalen Partner, um verlässliche Informationen zu Krankheitsprävention, Tierschutz und einem verantwortungsvollen Zusammenleben während Ausbrüchen zu vermitteln.
So hilft der IFAW
Um die Sicherheit der Teams vor Ort zu fördern, unterstützt der IFAW unseren lokalen Partner mit Mitteln für sichere Transportmittel und Ausrüstung, um sich besser vor Infektionen zu schützen. Zudem wird mit IFAWs Soforthilfe Nahrung für Hunde und Katzen vor Ort beschafft.
Sich wandelnde Bedarfe im Verlauf des Ausbruchs beobachten
Der Osten der DR Kongo war in den vergangenen Jahren wiederholt von humanitären und gesundheitlichen Krisen betroffen, darunter bewaffnete Konflikte und frühere Ebola‑Ausbrüche. Trotz dieser Herausforderungen arbeiten lokale Einsatzkräfte und Organisationen unter außergewöhnlich schwierigen Bedingungen weiter, um sowohl Menschen als auch Tiere zu unterstützen.
Der IFAW wird die enge Zusammenarbeit mit den Partnern vor Ort fortsetzen und kontinuierlich prüfen, wo Unterstützung am wirkungsvollsten dazu beitragen kann, Gemeinden und Tiere zu schützen.
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