South African Airways widerruft eigenes Verbot von Jagdtrophäen-Transport

Soßzähne als Jagdtrophäen - ein geschmackloses Mitbringsel
Donnerstag, 23 Juli, 2015
Hamburg

Vor drei Monaten verkündete South African Airways (SAA), keine Jagdtrophäen von Nashörnern, Elefanten, Löwen und Tigern mehr zu transportieren. Jetzt hat die Fluglinie ihr eigenes Embargo widerrufen und ist wieder im Geschäft.   

„Naturschützer in aller Welt beglückwünschten South African Airways im April zu dieser Entscheidung, die helfen sollte, den illegalen Wildtierhandel zu bekämpfen“, so Robert Kless, Leiter der Wildtierhandelskampagne des IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds). „Jetzt hat die Jagd-Lobby offenbar das Umweltministerium dazu gebracht, Druck auf die Fluggesellschaft auszuüben, damit diese das Transportverbot für einige Trophäenarten zurücknimmt.“

SAA hatte das Embargo erlassen, nachdem sie eine Geldstrafe an die Zivile Luftfahrtbehörde zahlen musste für eine Ladung Trophäen nach Australien, die als „technische Ausrüstung“ deklariert war. Nun gab SAA intern bekannt, dass die Umweltbehörde versichert habe, dafür zu sorgen, dass alle nötigen Genehmigungen und Papiere in Zukunft vorhanden sein würden.

„Es ist offensichtlich, dass das Umweltministerium die halbstaatliche Firma SAA unter Druck gesetzt hat“, so Kless weiter. „Und das zu einer Zeit, da die Nashornwilderei vollkommen außer Kontrolle ist und die Umweltbehörde absolut gar nichts unternimmt, um das zu stoppen.“

Das Embargo hat die Grauzone zwischen illegalem und legalem Trophäenhandel beseitigt und dazu geführt, dass gar keine Trophäen von Nashorn, Elefant, Löwe und Tiger mehr von SAA transportiert wurden.

„Es ist traurig, dass SAA aus der Reihe verantwortlich handelnder internationaler Fluggesellschaften wie AirFrance, KLM, Emirates, Lufthansa, Singapore Airways und Qantas Air ausschert. Sie alle haben sich verpflichtet, den illegalen Wildtierhandel einzudämmen, indem sie keine Trophäen mehr transportieren.“

Der illegale Wildtierhandel gehört zu den lukrativsten internationalen Verbrechen neben dem Drogenhandel, Produkt- und Geldfälschung sowie Menschenhandel. Er bringt im Jahr über 19 Milliarden US-Dollar ein.

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