In Simbabwe arbeitet der IFAW gemeinsam mit Wild is Life daran, verwaiste Elefanten zu retten und zu rehabilitieren, damit sie eines Tages in die Wildnis zurückkehren können.
Das Problem
Im südlichen Afrika sind Elefanten zunehmend durch Wilderei, Lebensraumverlust und Konflikte mit Menschen bedroht. Werden erwachsene Tiere getötet oder von ihren Herden getrennt, bleiben ihre Kälber oft schutzlos zurück.
Elefanten sind in ihren ersten Lebensjahren auf ihre Mütter und ihre Familienverbände angewiesen. Sie benötigen Milch, Schutz und die Möglichkeit, wichtige Fähigkeiten zu erlernen, die sie für ein selbstständiges Leben in der Wildnis brauchen. Verlieren sie ihre Familie, haben die verwaisten und traumatisierten Kälber oft Schwierigkeiten, Nahrung zu finden und werden zu einer leichten Beute für Raubtiere.
Ohne Hilfe würden viele verwaiste Elefanten in der Wildnis nicht lange überleben.
Die Lösung
2012 rief unsere Partnerorganisation „Wild is Life“ die Wild is Life Elephant Nursery ins Leben, das erste Elefantenwaisenhaus des Landes. Heute helfen wir dem Team bei der Rettung und Auswilderung von Elefanten, die aufgrund von Wilderei und Mensch-Wildtier-Konflikten verwaist sind.
Verwaiste Elefanten verbringen in der Regel drei bis fünf Jahre in der Obhut von Wild is Life. Das fachkundige Team vor Ort sorgt für die richtige Ernährung, notwendige tiermedizinische Versorgung und emotionale Unterstützung eines jeden Elefanten, um eine unter den Umständen bestmögliche Entwicklung zu fördern.
Wenn die Elefanten zu Teenagern heranwachsen, sind sie zu alt für die Krippe. Dann ist es wichtig, eine Herde für die Tiere zu finden – und einen Ort, an dem sie umherwandern können. In Zusammenarbeit mit der simbabwischen Regierung konnten wir ein rund 35.000 Hektar großes Areal im Panda Masuie Forest Reservat für die Elefanten sichern. Das ehemalige Jagdgebiet wurde zu einem Naturreservat umfunktioniert, in dem die Tiere freigelassen werden können.
Im Panda Masuie Forest Reservat knüpfen die Elefanten soziale Beziehungen, erkunden ihre Umgebung und entwickeln die Fähigkeiten, die sie für ein selbstständiges Leben benötigen. Wir arbeiteten auch mit örtlichen Gemeinschaften zusammen, um ein friedliches Nebeneinander mit den Elefanten zu ermöglichen.
Mit Satellitenhalsbändern werden vereinzelt die Bewegungen der Elefanten innerhalb des Reservats und in den umliegenden Gebieten verfolgt. Die gewonnenen Erkenntnisse helfen unter anderem dabei, zu verstehen, wie rehabilitierte Elefanten die Landschaft erkunden.
Was wir bereits erreicht haben
Der IFAW und Wild is Life schenken verwaisten Elefanten eine Zukunft.
Kälber, die einst kaum Überlebenschancen hatten, entwickeln sich zu gesunden heranwachsenden Elefanten und beginnen ein neues Leben außerhalb des Waisenhauses. Mehrere Elefanten wurden bereits im Panda Masuie Forest Reservat ausgewildert, wo sie soziale Gruppen bilden und sich an das Leben in der Wildnis anpassen.
Die Umwandlung von Panda Masuie in ein Naturschutzgebiet hat rund 35.000 Hektar wichtigen Lebensraums gesichert. Davon profitieren nicht nur rehabilitierte Elefanten, sondern auch zahlreiche andere Wildtierarten. Als Teil der Schutzzone „Kavango-Zambezi Trans-Frontier Conservation Area“ (TFCA) trägt diese Arbeit zu einer weitreichenden Vision vernetzter Lebensräume bei.
Die gewonnen Erkenntnisse über das Verhalten der Elefanten nach der Auswilderung unterstützen Teams dabei, wichtige Lebensräume zu schützen, die Wege der Elefanten besser zu verstehen und Konflikte zwischen Menschen und Wildtieren zu verringern.
Gemeinsam schützen wir Elefanten und essenzielle Lebensräume. Dies ist ein wichtiger Teil von IFAWs Room to Roam Initiative. „Room to Roam” ist ein ambitionierter, visionärer Ansatz zur Rettung der noch verbleibenden Afrikanischen Elefanten und für die Menschen, mit denen sie sich das Land und Ressourcen teilen.
Mit großer Unterstützung können wir Großes leisten. Bitte spenden Sie, um Tieren zu helfen.