Tropensturm Narelle: Hilfe für Wildtiere im Norden Australiens
Tropensturm Narelle: Hilfe für Wildtiere im Norden Australiens
Tropensturm Narelle brachte heftige Winde und starke Regenfälle mit sich, die zu weiteren Überschwemmungen führten.
Eine große Kolonie von Flughunden in Pine Creek, Northern Territory, war besonders stark von der Wucht des Tropensturms betroffen. Täglich finden lokale Teams bis zu 100 tote junge Flughunde.

Der IFAW unterstützt die lokale Organisation NT Fauna Solutions mit finanziellen Soforthilfen. Das Team der Organisation arbeitet unermüdlich daran, Tiere in Not zu retten. Bisher wurden mehr als 30 junge Flughunde gerettet und zu spezialisierten Pflegestellen gebracht.
Da Nahrung knapp ist, verlassen viele Muttertiere ihren Nachwuchs. Ohne sofortige Hilfe drohen die Jungtiere zu sterben und zu Boden zu fallen. Viele wurden bereits in der Nähe eines lokalen Pubs, einer Schule und von Restaurants gefunden.
Obwohl Flughunde zoonotische Krankheiten übertragen können, können einfache Vorsichtsmaßnahmen Gemeinden schützen.
Flughunde sind für die lokalen Ökosysteme unverzichtbar. Sie tragen zur Regeneration von Wäldern bei und halten Ökosysteme gesund, indem sie Pflanzen bestäuben und Samen verbreiten.
In Queensland helfen unsere Partner Wildtieren, die von schweren Überschwemmungen betroffen sind. Der IFAW unterstützt unseren langjährigen Partner Agile Project mit finanziellen Soforthilfen.
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19. März 2026
Überschwemmungeun und Vorbereitungen auf Tropensturm Narelle
Starke Überschwemmungen im Norden Australiens setzen Gemeinden zu, zwingen Wildtiere zur Flucht und erschweren Fachkräften den Zugang zu wichtigen Vorräten. Der drohende Tropensturm Narelle verschärft die Lage.
Starke Regenfälle aus zwei tropischen Tiefdrucksystemen haben Flüsse im Northern Territory und im Norden von Queensland bereits auf Rekord- oder Beinahe‑Rekordstände steigen lassen. Straßen wurden gesperrt, und einige Rettungskräfte sind mit den Tieren, die sie versorgen, eingeschlossen. Da der drohende Zyklon voraussichtlich extreme Winde und weitere Überschwemmungen mit sich bringt, arbeitet der IFAW eng mit lokalen Partnern zusammen, um Teams, die sich um Wildtiere in Not kümmern, zu unterstützen und sich auf das vorzubereiten, was als Nächstes kommt.

Für Wildtiere sind die Auswirkungen unmittelbar spürbar. Flutwasser zwingt Tiere aus ihren Lebensräumen, trennt Mütter von ihren Jungen und belastet Rettungsnetzwerke, die sich um eine große Zahl hilfsbedürftiger Tiere versorgen müssen.
In den vergangenen Wochen haben wir bereits auf die Folgen der Überschwemmungen reagiert. Da viele Gebiete weiterhin unter Wasser stehen, der Boden vollkommen durchnässt ist und Gemeinden in Teilen isoliert sind, wird der herannahende Zyklon die Lage für Tiere und die Menschen, die sie schützen, verschlimmern.

In Queensland reagieren Wildtierrettungsorganisationen bereits auf eine steigende Zahl zu versorgende Tiere. The Agile Project, ein langjähriger IFAW‑Partner, hat dringend benötigte Bedarfsmittel angefragt. Sie versorgen mehr als 100 verwaiste Jungtiere.
Weiter nördlich verzeichnet auch die Organisation Far North Queensland Wildlife Rescue einen starken Zustrom an Tieren. Wir stellen Nahrungsmittel zur Verfügung, um diesen Anstieg zu bewältigen, und bleiben in engem Kontakt mit dem Team, um die Unterstützung bei Bedarf auszuweiten.
Während Narelle näher rückt, intensivieren sich die Vorbereitungen in beiden Regionen. Im Northern Territory überwachen Rangereinheiten der Nationalparks Fledermauskolonien in besonders gefährdeten Gebieten, während ein lokales Veterinärkrankenhaus für Wildtiere, das bereits zuvor mit dem IFAW zusammengearbeitet hat, bereitsteht, um weitere verletzte Tiere zu versorgen.
Unterstützung für Wildtierrettung
Wenn Katastrophen eintreten, sind lokale Organisationen und Fachkräfte oft die Ersten, die Tieren in Gefahr helfen. Durch finanzielle Soforthilfen, Versorgungsgüter und langjährige Partnerschaften stellt der IFAW sicher, dass diese Einsatzkräfte über die Ressourcen verfügen, die sie benötigen, um schnell handeln und Tiere zuverlässig versorgen zu können.
Während sich die Lage im Norden Australiens weiter zuspitzt, bleibt der IFAW mit seinen Partnern vor Ort in Kontakt.
Die Unterstützung von mitfühlenden Menschen aus aller Welt ermöglicht unseren schnellen Einsatz. Vielen Dank dafür.
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