Tierrettung bei Katastrophen – Europa
Indem wir Tiere vor, während und nach Katastrophen retten, helfen wir auch den MenschenHitze und Brände in Frankreich: Wildtierauffangstationen an der Belastungsgrenze
Hitze und Brände in Frankreich: Wildtierauffangstationen an der Belastungsgrenze
Wildtierauffangstationen weiterhin unter Druck: Der IFAW weitet Hilfe aus
Durch die lange Periode extremer Hitze und schwerer Brände in ganz Frankreich stehen Wildtierauffangstationen weiterhin unter enormem Druck. Der IFAW stellt nun weitere Soforthilfen bereit, um die dringendsten Bedürfnisse der Einrichtungen zu decken.
Bereits zu Beginn dieses Sommers schickte der IFAW „Réseau de soins Faune Sauvage“, dem französischen Netzwerk von Wildtierauffangstationen, finanzielle Soforthilfen. Davon profitierten 21 Wildtierauffangstationen, die einen dramatischen Anstieg von Tieren zu verzeichnen hatten, die aufgrund der extremen Hitze Hilfe brauchten. Im Vergleich zum Vorjahr (Mai bis August) nahmen die Einrichtungen des Netzwerks 2.396 mehr Tiere auf.
Die erste Unterstützung machte bereits einen großen Unterschied:
- Acht Einrichtungen konnten zusätzliches Pflegepersonal einstellen und so ihre Kapazitäten erweitern, um gerettete Wildtiere während einer der arbeitsintensivsten Zeiten des Jahres zu versorgen.
- 19 Einrichtungen haben die Mittel genutzt, um Tiere bei extremen Temperaturen zu unterstützen, etwa durch Ventilatoren, Vernebelungssysteme und Klimaanlagen. Außerdem konnten Insekten beschafft werden, die für die Fütterung geretteter Mauersegler benötigt werden.
Doch die Belastung hat nicht nachgelassen. Mindestens 70 % der Wildtierauffangstationen arbeiteten im Juni und Juli an ihrer Kapazitätsgrenze, sodass einige vorübergehend keine weiteren Tiere aufnehmen konnten. Deshalb stellt der IFAW dem Netzwerk zusätzliche Soforthilfen zur Verfügung, um kritische Engpässe bei Futter und Personal zu überbrücken, während die Einrichtungen weiterhin Tiere in Not versorgen.

Wildtiere durch einen extremen Sommer begleiten
Mauersegler, Schwalben, Mehlschwalben, Igel und viele andere Wildtiere leiden weiterhin unter den Folgen anhaltender Hitze und Trockenheit.
Junge Vögel können vorzeitig aus gefährlich überhitzten Nestern fallen. Igel wiederum leiden oft unter schwerer Dehydrierung, da die Trockenheit auch die Zahl der Insekten reduziert, von denen sie sich ernähren.
Die Auffangstationen versorgen außerdem Füchse, Rehe und andere Wildtiere, die mit Hitzestress, Dehydrierung und Lebensraumverlust kämpfen.
Darüber hinaus erlebt Frankreich derzeit eine besonders schwere Waldbrandsaison. Bis zum 6. August waren bereits rund 119.000 Hektar Land verbrannt.
Relativ wenige Tiere, die in Auffangstationen ankommen, sind direkte Opfer von Bränden. Tragischerweise überleben viele Tiere schwere Feuer nicht lange genug, um gerettet werden zu können. Selbst Tiere, die entkommen, stehen oft vor weiteren Herausforderungen, da die Brände ihre Nahrungsquellen, Wasserstellen und ihren bisherigen Lebensraum zerstören.

Fachkräften die nötigen Ressourcen bereitstellen
Unser Ziel ist es, diesen Einrichtungen beim Kauf von Futter zu helfen. Außerdem wollen wir zusätzliche personelle Unterstützung für Tiere ermöglichen, die intensive Fütterung, Behandlung und Rehabilitation benötigen.
In einer Notlage dieses Ausmaßes sind solche praktischen Hilfen entscheidend. Mehr Pflegekräfte bedeuten mehr Kapazitäten für die Versorgung von Tieren. Kühlgeräte können bei gefährlichen Temperaturen Entlastung schaffen. Eine verlässliche Futterversorgung hilft jungen und sich erholenden Tieren, die Nährstoffe zu erhalten, die sie zum Überleben brauchen.
Durch die Zusammenarbeit mit dem „Réseau de soins Faune Sauvage“ kann der IFAW gezielt Ressourcen an jene Wildtierauffangstationen in Frankreich weiterleiten, die den größten Bedarf haben.
Hinter jedem Tier, das versorgt wird, stehen mitfühlende Mensch, die alles dafür tun, diesem einzelnen Tier die bestmögliche Chance auf Erholung zu geben. Dank der Unterstützung von Mitmenschen wie Ihnen verfügen diese Teams nun über zusätzliche Ressourcen, um ihre wichtige Arbeit während dieses außergewöhnlichen Sommers fortzusetzen. Vielen Dank!
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30. Juli 2026
Wildtierauffangstationen an der Belastungsgrenze
Frankreich kämpft mit den Auswirkungen der Hitzewellen und verheerenden Brände. Es wurden bereits weit über 10.000 Brände von der französischen Zivilschutzbehörde registriert. Mehr als 115.000 Hektar sind den Bränden zum Opfer gefallen, weit mehr als im gesamten Jahr 2025.
Angetrieben von der Klimakrise wird die Brandsaison in Frankreich zudem immer länger. Sie reicht inzwischen weit über den traditionellen Zeitraum von Juli bis August hinaus und erstreckt sich von Juni bis Oktober. Trockenere Luft und ausgetrocknete Böden führen dazu, dass die Vegetation über längere Zeiträume hinweg hochentzündlich bleibt.
Wildtiere: Oft übersehene Opfer
Tausende Hektar Land werden durch die Brände zerstört. Das Massensterben von Insekten, Reptilien, Amphibien, Vögeln und Säugetieren, sowohl großen als auch kleinen Arten, stellt einen erheblichen ökologischen Verlust dar, der oft übersehen.
Manche Tiere sterben direkt in den Flammen. Andere sterben, weil ihnen Nahrung, Wasser und Schutz fehlen, nachdem ihre Lebensräume zerstört wurden. Tiere, die vor den Bränden fliehen, können zudem verletzt werden, leichter Beutegreifern zum Opfer fallen oder von Fahrzeugen erfasst werden, wenn sie auf der Suche nach Sicherheit Straßen überqueren. Es kann zu Konflikten mit den Menschen vor Ort kommen, wenn Wildtiere auf der Flucht in Städte oder Dörfer gelangen.
Wildtierstationen an vorderster Front
Wildtierauffangstationen versorgen derzeit vor allem Tiere, die unter der extremen Hitze leiden. Nur vergleichsweise wenige Tiere werden als direkte Opfer der Brände eingeliefert. Tragischerweise können viele Tiere den Flammen nicht entkommen und erreichen nie eine Auffangstation. Andere überleben zwar, werden aber oft erst später aufgenommen, nachdem sie aus den Brandgebieten geflohen sind und unter Dehydrierung, Erschöpfung oder anderen Verletzungen leiden.

„Hinter jeder Statistik steht ein Tier in echter Not“
Aurore Morin, IFAW Kampagnenmanagerin in Frankreich, erklärt:
„Die Zahlen zu verbrannten Flächen und verletzten Tieren hier in Frankreich sind erschütternd. Seit Ende Mai hat eine ungewöhnlich frühe und anhaltende Hitzewelle mit Temperaturen von über 40 °C, Dürre und nun einer außergewöhnlich schweren Brandsaison die Wildtierauffangstationen des Landes an ihre Grenzen gebracht.
Rehkitze, die mitten auf der Straße zusammenbrechen, erschöpfte Mauersegler, dehydrierte Igel: Die Stationen sind überlastet, und hinter jeder Statistik steht ein Tier in echter Not. Das ist eine eindringliche Erinnerung daran, welche Folgen die Klimakrise bereits heute für Wildtiere hat, direkt vor unserer Haustür.“
Während sich diese Krise weiter zuspitzt, unterstützt der IFAW weiterhin ein französisches Netzwerk von Wildtierauffangstationen. Die Teams vor Ort arbeiten unermüdlich daran, den Tieren zu helfen, die noch gerettet werden können.
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21. Juli 2026
Extreme Hitzewellen in Frankreich: Der IFAW unterstützt mit Soforthilfen
Frankreich kämpft mit den Auswirkungen der Hitzewellen der ersten Sommermonate. Bislang sind 35.000 Hektar Lebensraum für Wildtiere Bränden zum Opfer gefallen, mehr als im gesamten Jahr 2025.
Wildtiere verlieren innerhalb kürzester Zeit ihr Zuhause. Igel, Füchse, Eichhörnchen und viele weitere Tiere sind verletzt, dehydriert und erschöpft. Die Auffangstationen füllen sich mit Tieren, die keinen anderen Zufluchtsort mehr haben.
Junge Mauersegler, Schwalben, Igel und andere bedrohte Tiere werden in Rekordzahlen in Wildtierauffangstationen eingeliefert. Viele von ihnen leiden unter Dehydrierung und Hitzestress.
Allein im Juni nahmen 20 Wildtierauffangstationen mehr als 8.750 Tiere auf, ein Anstieg von 30 % gegenüber dem Vorjahr. Mindestens 70 % der Einrichtungen haben ihre Kapazitätsgrenze erreicht, sodass einige vorübergehend keine weiteren Tiere aufnehmen können.
Die extreme Hitze hat schwerwiegende Folgen für Wildtiere. Die Temperaturen in den Nestern sind für viele Jungvögel lebensgefährlich geworden, insbesondere für Mauersegler, Schwalben und andere insektenfressende Arten. Viele Jungtiere stürzen vorzeitig aus ihren Nestern oder leiden unter Dehydrierung und Hitzestress. Auch Igel werden in bisher nie dagewesener Zahl eingeliefert, da sie unter Wassermangel leiden und infolge anhaltender Dürre immer weniger Nahrung finden, weil die Insektenbestände zurückgehen.
Die Krise trifft genau in die Hauptzeit der Aufzucht, in der Wildtierpflegestationen ohnehin bereits an ihrer Belastungsgrenze arbeiten und zahlreiche Jungtiere versorgen. Die außergewöhnlich hohe Zahl an aufgenommenen Tieren hat Wildtierauffangstationen in ganz Frankreich überfordert.
Um auf diesen Notfall zu reagieren, unterstützt der IFAW das Réseau de soins Faune Sauvage. Die finanzielle Soforthilfe hilft dabei, Wildtierpflegerinnen und Wildtierpfleger zu unterstützen und dringend benötigte Futtervorräte bereitzustellen.

Da Extremwetterlagen infolge der Klimakrise immer häufiger auftreten, spielen Wildtierauffangstationen eine entscheidende Rolle dabei, gefährdeten Tieren eine zweite Chance zu geben. Der IFAW ist stolz darauf, die Helferinnen und Helfer an vorderster Front zu unterstützen, die sich unermüdlich für das Wohl der Tiere einsetzen.
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