Kampagne „Kein Tier als Souvenir“ jetzt mit speziellen Infos und Rat für Südafrika-Touristen

Montag, September 4, 2006
Hamburg/Kapstadt
Jedes Jahr ist Südafrika das Reiseziel von 250.000 Deutschen. Insbesondere wollen sie die unberührte Wildnis und die exotische Tierwelt erleben.
In Südafrika treffen die Touristen aber auch auf ein breites Angebot von Reisesouvenirs - viele aus Materialien, die von geschützten oder bedrohten Tierarten stammen. Jeder Kauf trägt, selbst wenn dies nicht gewollt ist, zur Wilderei und zur Ausrottung bei, und die Mitnahme vieler solcher Souvenirs nach Deutschland ist auch gegen das Gesetz und deshalb strafbar, bis hin zu einer Gefängnisstrafe.
„Jeder Reisende ist daher gut beraten, wenn er sich über diese Problematik genau informiert. Der IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds) verschafft ihm diese wichtige Aufklärung über Südafrika, die ihm viel Ärger ersparen kann, kostenlos im Internet und mit einem Flugblatt, das morgen herauskommt," erklärt Robert Kleß, zuständiger Kampaigner beim IFAW in Hamburg.
Die in Südafrika am häufigsten angebotenen Souvenirs sind
- von Elefanten: Elfenbein (Schnitzereien, Schmuckstücke, Haarklammern) und Elefantenhaut (Geldbörsen, Gürtel)
- von Haien (Zähne, Halsketten, Kiefer)
- von Reptilien wie Python, Kobra, Krokodil (Portemonnaies, Gürtel, Taschen)
- von Stachelschweinen (einzelne Spieße, Spiegel- und Fotorahmen, Lampenschirme, Schmuck)
Rund 1.000 Souvenirstücke aus Wildtier-Material beschlagnahmten deutsche Zollbehörden in den letzten sechs Jahren bei Südafrika-Rückkehrern. Eine Zahl, die nur die Spitze des Eisbergs darstellt und nicht das wahre Ausmaß des Problems wiedergibt.
„In Deutschland spricht die seit zwei Jahren laufende IFAW-Kampagne die Reisenden bereits im Vorfeld der Reise an, um sie über die negativen Auswirkungen des Souvenirgeschäfts aufzuklären und sie für ihre Kaufüberlegungen später im Ausland zu sensibilisieren," erläutert Robert Kleß. „Schon vor der Reise können sie rechtzeitig erfahren, wie sie verhängnisvolle Fehler vermeiden können."
Die spezielle Reiseinformation für Südafrika lässt sich im Internet downloaden (www.ifaw.de). Das Faltblatt kann aber auch abgerufen werden bei:
IFAW
Robert Kleß
Postfach 104623
20032 Hamburg
Der IFAW nennt in seiner Information auch Souvenir-Alternativen: Er rät den Reisenden, sich anstelle von Urlaubs-Souvenirs aus Tieren für landestypisches Kunsthandwerk aus unproblematischen Materialien zu entscheiden, wie etwa Perlenstickereien oder Metallarbeiten.
Die Ausweitung der internationalen IFAW Kampagne auf Südafrika findet zeitgleich in den Ländern Deutschland, Großbritannien und Niederlande statt.
"Damit sprechen wir ganz gezielt die Touristen und Reiseveranstalter in den typischen europäischen Herkunftsländern an. Südafrika ist für sie ein besonders beliebtes Urlaubsziel", erläutert Robert Kleß. Ähnliche landesspezifische Kampagneninformationen sind für Kenia und die Karibik geplant, weitere werden folgen.

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