Schafe vor Wölfen schützen -

Mittwoch, November 17, 2010
Hamburg
Die unterstützende Beratung für Nutztierhalter im brandenburgischen Wolfsgebiet rund um den „Truppenübungsplatz Lehnin“ durch den IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds) ist jetzt angelaufen. Die Wildbiologin Yvette Krummheuer berät zunächst vier Betriebe in der unmittelbaren Umgebung des Truppenübungsplatzes.

Dort hatten vermutlich Wölfe erst Anfang November Schafe gerissen. Die Wildbiologin wird die Betriebe besichtigen und gemeinsam mit den Tierhaltern geeignete Maßnahmen erarbeiten, um die Tierbestände besser vor Übergriffen zu schützen. Sie wird auch über die Fördermöglichkeiten durch das Land Brandenburg informieren.

„Eine an die individuelle Situation angepasste Beratung ist sehr wichtig,“ erklärt Frau Krummheuer. „Nur so kann ein optimaler Schutz der Tiere vor Wölfen und Hunden erreicht werden. Erst vor Ort kann ich, gemeinsam mit den betroffenen Nutztierhaltern, entscheiden welche Schutzmöglichkeiten für den jeweiligen Betrieb am besten durchführbar und am effektivsten sind.

Mit diesem Projekt will der IFAW Schäfer in Wolfsgebieten unterstützen und aufklären. Die enge Zusammenarbeit mit denjenigen, die unmittelbar von der Rückkehr der Wölfe betroffen sein könnten, ist wichtig, um die Akzeptanz für Wölfe zu verbessern. Die Beratungskampagne ist Bestandteil der im Juni 2010 zwischen dem brandenburgischen Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz (MUGV) und dem IFAW abgeschlossenen Kooperationsvereinbarung zum Schutz des Wolfes.

Seit 2001 informiert der IFAW die Öffentlichkeit zum Thema Wolf und finanziert Wolfsmonitoring in Sachsen und Brandenburg. Ziel aller Bemühungen ist eine friedliche Koexistenz zwischen Menschen und Wölfen.

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Andreas Dinkelmeyer (IFAW, Germany)
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