Büffeln gegen den Wildtierhandel

Dienstag, Oktober 12, 2010
Nairobi, Kenia
Mehr als 30 Mitarbeiter von Strafverfolgungsbehörden sowie Polizisten, Tierärzte und Naturschützer aus 13 afrikanischen Staaten nehmen ab heute an einem viertägigen Workshop in Kenia teil, um in Zukunft effektiver gegen den illegalen Wildtierhandel vorgehen zu können. Das Training wird vom IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds) und der länderübergreifenden Institution LATF (Lusaka Agreement Task Force) organisiert.

Ziel der Fortbildung ist die Vermittlung genauer Kenntnisse zur Identifikation und zum Umgang mit Arten, die in Afrika häufig illegal gehandelt und in andere Regionen geschmuggelt werden.

„Die Wilderei in Afrika nimmt zu und es ist notwendig, dass die zuständigen Behörden über Ländergrenzen hinweg zusammenarbeiten,“ so Dr. Noah Wekesa, der Naturschutzminister Kenias, bei der Eröffnungsrede des Workshops. „Ein umfangreicher Informationsaustausch ist nötig, um gegen die hervorragend organisierten und hochgerüsteten Banden überhaupt eine Chance zu haben – speziell, wenn es um Elefanten-Elfenbein und Nashorn geht.“

„Das verbotene Geschäft mit den Wildtieren stellt eine riesige Bedrohung für Afrikas Biodiversität dar,“ so Robert Kless vom IFAW-Deutschland. „Viele Arten werden gewildert, um die weltweite Nachfrage nach Luxusartikeln, Schmuck, exotischen Tieren und Fleisch zu befriedigen.“

Der IFAW hat ähnliche Trainings bereits in Nordafrika, dem Nahen Osten, Ozeanien und der Karibik durchgeführt. Mit der LATF (http://www.lusakaagreement.org/) arbeitet der IFAW seit 2000 zusammen: Neben den Schulungen kooperieren beide Organisationen u.a. bei der DNA-Analyse konfiszierten Elfenbeins, dem Einsatz elektronischer Elfenbein-Detektoren und Konsultationen mit Interpol.

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