EU soll helfen, Elefanten zu schützen

Montag, Januar 25, 2010
Brüssel
23 Länder Afrikas fordern die EU auf, gemeinsam mit ihnen die Elefanten zu schützen. Die Länder gehören der African Elephant Coalition (AEC) an, die sich derzeit in Brüssel zu Beratungen trifft. Geleitet wird die Konferenz von Kenias Minister für Forst und Wildtiere, Noah Wekesa und Bourama Niagate, Direktor der Naturschutzbehörde von Mali.

„Mit unserem Treffen in Brüssel fordern wir die EU-Kommission, die EU-Mitgliedsländer und das EU-Parlament auf, nicht die wenigen Länder zu unterstützen, die wieder Elfenbein verkaufen wollen, sondern die Länder, die die Elefanten schützen,“ so Patrick Omondi, Stellvertretender Direktor der kenianischen Wildtierbehörde KWS (Kenya Wildlife Service).


Im März wird die Vertragsstaatenkonferenz des UN-Artenschutzübereinkommens (CITES) wieder über das Schicksal der Elefanten beraten. Die EU stimmt bei dieser Konferenz als Block ab, der mit 29 Stimmen ein erhebliches Gewicht in dem Gremium hat.


„Die verheerende Wilderei von Elefanten der 1980er Jahre wurde zunächst durch CITES unter Kontrolle gebracht. Heute ist die Wilderei wieder so gegenwärtig, dass Elefanten in einigen afrikanischen Ländern beinahe ausgestorben sind,“ erklärt Bourama Niagate, Direktor der Naturschutzbehörde von Mali. „Die Wilderei hat wieder zugenommen, weil limitierte legale Elfenbeinverkäufe Ende 2008 zugelassen wurden. Diese boten eine perfekte Deckung für den illegalen Handel mit gewildertem Elfenbein. Wenn sich die Elefantenbestände über die nächsten 20 Jahre nicht in Ruhe erholen können, bleiben nur noch wenige Exemplare in Schutzgebieten im südlichen Afrika. Europa muss uns jetzt unterstützen.“


Erst kürzlich meldete Sierra Leone, seine Elefantenbestände wären aufgrund der Wilderei so gut wie ausgerottet. Mitte Januar wurden zehn Elefanten im Tschad gewildert. Der Elefantenbestand von einst 6.000 Tieren ist in den letzten Jahren auf etwa 600 Tiere dezimiert worden.


Die AEC besteht aus den Staaten Äquatorialguinea, Äthiopien, Benin, Burkina Faso, Elfenbeinküste, Eritrea, Ghana, Guinea, Guinea Bissau, Kenia, Liberia, Mali, Mauretanien, Niger, Nigeria, Ruanda, Senegal, Sierra Leone, Togo, Tschad, Republik Kongo (Brazzaville) und der Zentralafrikanischen Republik.

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