IFAW hilft Tieropfern der australischen Buschfeuer

Dienstag, Februar 17, 2009
Hamburg
Die schlimmsten Buschbrände in der Geschichte Australiens kosteten mehr als 200 Menschen das Leben. Nach ersten Schätzungen sind durch die Feuer auch über eine Million Tiere umgekommen. Der IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds) sandte ein Rettungsteam in die Region, um überlebende Tiere zu bergen und medizinisch zu versorgen.  

Etwa 100 Tiere konnte der IFAW in Zusammenarbeit mit lokalen Behörden und Organisationen bisher retten. Die Zahl der „Patienten“ steigt derzeit dramatisch, da immer mehr Tiere auf der Suche nach Futter und Wasser aus den Brandgebieten auftauchen. Viele haben schreckliche Verbrennungen, sind dehydriert und verwundet. Das IFAW-Team funktionierte ein altes Sportvereinshäuschen zur Intensivstation um.  

„Viele Einheimische bringen verletzte Tiere zu uns,“ erzählt Tania Duratovic, vom IFAW-Rettungsteam. „Es scheint den Menschen Trost und Hoffnung zu geben, wenn sie sehen, wie den Tieren geholfen werden kann.“

Da Verbrennungen für Tiere ähnlich schmerzhaft sind wie für Menschen, hat die Schmerzlinderung oberste Priorität bei der Behandlung. Das Team behandelt verschiedene Tierarten, hauptsächlich Kängurus, Wallabys und Koalas, aber auch kleinere, weniger bekannte Arten wie Possums, Ameisenigel, die seltenen Riesengleitbeutler und Bilchbeutler. Zu den Patienten gehört auch Koala Sam, dem die Tierärzte alle vier Pfoten eingipsen mussten und der in Australien schon zum Medienstar geworden ist. Auf der Suche nach überlebenden Wildtieren behandeln die Tierärzte aber auch verletzte Haus- und Nutztiere wie Hunde, Pferde und Ziegen.

„Der Verlust der Artenvielfalt und des Lebensraums ist ein großes Problem für die Region. Daher ist es wichtig, dass wir so viele Tiere wie möglich retten und sichere Gebiete finden, in die die geheilten Tiere zurückkehren können,“ so Duratovic.

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