US-Pläne zur Ausweitung des Walfangs veröffentlicht

Montag, Februar 2, 2009
Hamburg
Die IWC (Internationale Walfang-Kommission) veröffentlichte gestern auf ihrer Webseite Dokumente, die nun offiziell bestätigen, dass die US-Regierung Verhandlungen zur Aufhebung des internationalen Verbots des kommerziellen Walfangs anführte. Der japanischen Regierung soll der Walfang entlang der Küste und in internationalen Gewässern in bisher nicht gekanntem Ausmaß erlaubt werden.

„Diese nun auch offiziell veröffentlichten Pläne schaden den Walen und internationalen Bemühungen zu ihrem Schutz,“ so Dr. Ralf Sontag, Meeresbiologe des IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds). „Das Abkommen hebt das kommerzielle Walfangverbot auf und legitimiert zum Teil den sogenannten wissenschaftlilchen Walfang, auf den sich Japan immer berufen hat, wenn es um die Abschlachtung bedrohter Wale ging.“

Die Pläne wurden in den letzten Monaten von einer kleinen Arbeitsgruppe entwickelt unter dem Vorsitz von Dr. William Hogarth, langjährigem Mitglied der Bush-Regierung und derzeit US-Bevollmächtigter und Vorsitzender der IWC. Regierungsunabhängige Organisationen und andere öffentliche Beobachter waren zu diesen Treffen nicht zugelassen. Auch die Bundesregierung nahm an einigen dieser Konferenzen teil.

„Für die Wale kommt außer ein paar Formalitäten nichts heraus,“ so Sonntag. „Der Walfang muss beendet, nicht ausgeweitet werden. Die Bundesregierung darf sich unter keinen Umständen an der Ausarbeitung solcher „Kompromisse“ beteiligen, die nur einseitig die kommerziellen Interessen Japans begünstigen. Deutschland muss eine klare Pro-Wale-Position in der IWC beziehen.“

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