eBay kündigt an, grenzüberschreitenden Elfenbeinhandel verbieten zu wollen

Dienstag, Juni 5, 2007
Den Haag
Das Internet-Auktionshaus eBay kündigt an, den internationalen Handel mit Elefanten-Elfenbein weltweit auf seinen Seiten verbieten zu wollen. Diese Entscheidung resultiert aus Verhandlungen zwischen dem IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds) und eBay-Verantwortlichen in den USA und Europa.
Der IFAW hatte kürzlich eine Studie veröffentlicht, die den Elfenbein-Handel in acht Ländern über einen Zeitraum von einer Woche untersuchte. 94 Prozent des Elfenbeinhandels auf eBay-Seiten ist möglicherweise illegal – so das Ergebnis dieses Berichts. Außerdem variieren die Bestimmungen stark in den einzelnen Ländern und werden unzureichend umgesetzt.
In seiner Ankündigung gab eBay an, dass es den grenzüberschreitenden Handel ganz verbieten und für den nationalen Handel strengere Richtlinien einführen will – ähnlich wie denen in Deutschland, wo seit Mai 2006 Elfenbein bei eBay nur noch mit Legalitäts-Nachweis verkauft werden darf.
„Es ist ein äußerst positives Signal, dass ein kommerziell so mächtiges Unternehmen wie eBay so wichtige Schritte unternimmt, um Elefanten vor dem illegalen Handel zu schützen – und das zu einer Zeit, da in Den Haag gerade 171 Staaten auf der Artenschutz-Konferenz über ein 20-jähriges Elfenbein-Moratorium abstimmen,“ so Peter Pueschel, Programm-Manager des IFAW für den Bereich Wildtierhandel. „Das ist ein Schritt in die richtige Richtung, aber der IFAW fordert ein uneingeschränktes globales Handelsverbot und wird weiterhin mit eBay und anderen zusammenarbeiten, um dies durchzusetzen.“ 

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