Menge an beschlagnahmtem Elfenbein nimmt zu

Dienstag, Februar 20, 2007
Peking, China
Chinesische Zollbeamte entdeckten 67,5 Kilogramm Elfenbein bei einer Flugpassagierin. Die Menge entspricht etwa den Stoßzähnen von sieben Elefanten. Die Reisende war aus Addis Abeba, Äthiopien, nach Peking geflogen. Zollbeamte fanden bei einer Stichprobenkontrolle ihres Gepäcks Armreifen, Ketten und andere Schnitzereien aus Elfenbein.
In den vergangenen Jahren nahm die Menge beschlagnahmten Elfenbeins, besonders in Asien, weiter zu. 2006 konfiszierten die zuständigen Behörden über 22,5 Tonnen des weißen Goldes. Experten vermuten, dass dies nur ein Bruchteil des illegal gehandelten Elfenbeins ist. Der Preis für Roh-Elfenbein in Asien ist in den letzten Jahren von 80 Euro/kg Ende der 90er Jahre auf derzeitig 570 Euro/kg extrem gestiegen.

„1999 hatte die Staatengemeinschaft einen einmaligen Verkauf von Elfenbein an Japan genehmigt. Das hat die Wilderei und den Schmuggel angefacht“, erklärt Peter Pueschel, Leiter der IFAW Kampagne gegen Wildtierhandel. „Das Resultat: Die Zollbehörden in mehreren asiatischen Ländern sowie die Wildhüter in Afrika haben immense Probleme, den illegalen Handel wieder unter Kontrolle zu bekommen.“

Das Washingtoner Artenschutzübereinkommen (WA oder engl. CITES – Convention on the International Trade of Endangered Species) verbietet den Handel mit Elefantenprodukten. Ab 1997 erlaubt die Konvention jedoch den Verkauf einzelner Lagerbestände unter besonderen Bedingungen.

„Nur ein absolutes Handelsverbot für Elfenbein kann die Elefanten auf Dauer schützen“, so Pueschel weiter. „Jährlich werden schätzungsweise 20.000 Elefanten in Afrika wegen ihrer Stoßzähne getötet. Das muss endlich ein Ende haben.“

Kenia und Mali fordern auf der anstehenden WA-Konferenz im Juni in Den Haag, Niederlande, ein 20jähriges Moratorium für jede Art von Elfenbeinhandel, um ihre Elefanten zu schützen.

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