Übergriffe von Wölfen gibt es in keinem Land Europas

Montag, Februar 12, 2007
Hamburg/Berlin
Übergriffe von Wölfen auf Menschen sind aus keinem europäischen Land bekannt. Dies ergab eine Umfrage des IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds) unter Wolfsexperten in zahlreichen Ländern Europas, die größere Wolfspopulationen aufweisen.
„Die bei uns in letzter Zeit auftauchenden Befürchtungen sind grundlos. Wir sind nicht auf einen einzigen Fall gestoßen, der Anlass zu Besorgnis gegeben hätte,“ erklärt der Wolfs-Kampaigner Robert Kleß vom IFAW. Verunsicherungen oder tatsächlichen Ängsten in der Bevölkerung muss durch Aufklärung entgegengewirkt werden. Leider hat es auch unsachliche und gezielte Panikmache gegeben, so aus Kreisen der Jägerschaft.“
 
Die Umfrage basiert auf Auskünften aus Polen (600 bis 700 Wölfe), Lettland (670), Estland (500), Kroatien (130 bis 170), Italien (400 bis 500) und Spanien (2.000). 
 
Wölfe meiden Menschen. Die erfahrene polnische Wolfs-Forscherin und IFAW-Mitarbeiterin Sabina Nowak sagt zu den Einzelfällen, in denen Wölfe sich etwa Waldarbeitern in Polen annäherten: „Manchmal gibt es neugierige Wölfe, die einfach inspizieren wollen, wer sich da aufhält.“
 
„Erst vor wenigen Tagen war ich in der Slowakei allein im Wald und verfolgte die Spuren von zwei Wölfen. Plötzlich,“ berichtet Sabina Nowak, „hatte ich sie vor mir – zwei Alpha-Tiere, die ich mit meinem Auftauchen unabsichtlich von ihrem Paarungsplatz vertrieb. Das zeigt die Scheu der Wölfe vor Menschen.“

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