Experten aus 19 afrikanischen Ländern fordern: "Elefanten brauchen mehr Schutz!"

Mittwoch, August 30, 2006
Accra/Ghana
West- und Zentralafrika haben weitaus mehr von ihren ursprünglichen Elefanten-Populationen eingebüßt als der Rest von Afrika. Auf diese Region entfallen nur noch drei Prozent vom afrikanischen
Gesamtbestand: 20.000 Tiere – gegenüber mehreren Hunderttausend in früheren Zeiten.
 Elefanten kommen hier nur noch in kleinen Gruppen vor, und sie sind stark gefährdet durch
- Verlust ihres Lebensraums infolge steigender Bevölkerungszahlen mit entsprechender Ausbreitung menschlicher Siedlungen
- daraus resultierende Konflikte mit Menschen
- Wilderei für Bushmeat
- Wilderei für den Elfenbein-Handel.
Verstärkte Anstrengungen zum Schutz von Elefanten forderten in einer Erklärung Behördenvertreter und Experten aus 19 afrikanischen Ländern, die an einem vom IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds) organisierten Symposion in Accra/Ghana teilnahmen. Sie appellieren an ihre Regierun-gen, für die Tiere sichere Wander-Korridore einzurichten, die behördliche Aufsicht zu verbessern, nationale Vorschriften zu erlassen und sich für ein striktes Verbot des Elfenbeinhandels einzusetzen.
Der internationale Handel mit Elfenbein ist zwar seit 1989 verboten, aber das Washingtoner Artenschutz-Übereinkommen (WA) will den Ländern Namibia, Botswana und Südafrika den einmaligen Verkauf ihrer Vorräte unter bestimmten Voraussetzungen gestatten. Die Entscheidung soll im Oktober fallen.
Michael Wamithi vom IFAW-Büro in Kenia: „In letzter Zeit sind in Singapur und Taiwan, China beispiellose Fälle von Elfenbein-Schmuggel aufgedeckt worden. Ich sehe da einen Zusammenhang mit dem erwarteten Verkauf der Lagervorräte: Der Schwarzmarkt soll angeheizt werden. Die kleinen Elefanten-Bestände in West- und Zentralafrika können aber weitere Wilderei nicht verkraften. Die geplanten Verkäufe müssen abgesagt werden."West- und Zentralafrika haben weitaus mehr von ihren ursprünglichen Elefanten-Populationen eingebüßt als der Rest von Afrika. Auf diese Region entfallen nur noch drei Prozent vom afrikanischen
Gesamtbestand: 20.000 Tiere – gegenüber mehreren Hunderttausend in früheren Zeiten.

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