Jetzt Jagd im Atlantik vor Neufundland

Donnerstag, April 13, 2006
St. John’s
Das sinnlose Abschlachten von 325.000 jungen Sattelrobben geht weiter: Nach dem Ende der Robbenjagd im St.Lorenz-Golf ist die Jagd vor der Küste Neufundlands eröffnet worden. Dort sollen 230.000 Tiere getötet werden. Der IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds) wird dies mit Videoaufnahmen aus einem Hubschrauber dokumentieren und die Ergebnisse den Medien zur Verfügung stellen.
Bei der Jagd im Golf kam es zu einer erheblichen Überschreitung der Quote um fast 20 Prozent. Dies teilte das Fischereiministerium gestern mit. Für das Jahr 2006 freigegeben waren 92.300 Robben. Tatsächlich getötet wurden 108.600.
 
„Dafür gibt es keine Strafen. Die Überschreitungen rechnet das Ministerium in Ottawa auch nicht einmal auf die noch ausstehende Jagd an,“ erklärt Olivier Bonnet, Leiter von IFAW Kanada. „Das Fischereiministerium hat die Jagd überhaupt nicht im Griff. Das wird so weitergehen.“
 
Bonnet weiter: „Diese grausame und unnötige Jagd ist ein einziges Durcheinander. Überschreitung der Quote, extreme Grausamkeit, der große Schaden für das Ansehen Kanadas in der Welt – es ist höchste Zeit, die Robbenjagd zu beenden und sich wichtigen Aufgaben zuzuwenden.“
 
Mit Unterstützung des IFAW laufen in diesen Wochen in mehreren europäischen Ländern, darunter Deutschland, intensive Bemühungen, nationale Handelsverbote für Robbenprodukte einzuführen.

Post a comment

Pressekontakt

Ulrich Schnapauff (IFAW, Germany)
Telefon:
+040-5554434
E-Mail: